Nach ruhiger Nacht: Frankreich will Ausgangssperren verhängen "wo nötig"
Neue große Krawalle sind in Frankreich über Nacht anscheinend ausgeblieben. Die Regierung will deswegen weitere Ausgangssperren verhängen. "Gezielte Ausgangssperren" hätten dazu beigetragen, die Lage "über Nacht zu beruhigen", schreibt Premierminister Sébastien Lecornu auf X. "Heute Abend werden weitere Ausgangssperren beschlossen, wo es die Lage erfordert." Die Entscheidungen über weitere Ausgangssperren würden "vor Ort von den Präfekten in Abstimmung mit den Bürgermeistern getroffen", erklärt er. Die Polizei und die Gendarmerie bestätigen der Nachrichtenagentur AFP, dass die Nacht insgesamt ruhig verlaufen sei. Über dem Zentrum von Paris kreiste in der Nacht ein Hubschrauber, um die Einhaltung der Ausgangssperre zu überwachen.
Schlagzeilen am Morgen
Gelegenheitsfahrer könnten eigenes Deutschlandticket bekommen
Für Gelegenheitsfahrer lohnt sich das Deutschlandticket oft nicht. Speziell für sie ist eine neue Variante im Gespräch. Die Verkehrsminister der Länder wollen ein bundesweites Ticketangebot für Gelegenheitsfahrer im öffentlichen Nahverkehr schaffen. Es gehe um ein Angebot "für Gelegenheitsnutzende mit deutschlandweiter räumlicher Geltung analog zum Deutschlandticket", zitiert die "Rheinische Post" aus einer Beschlussvorlage für die Verkehrsministerkonferenz, die morgen startet. Demnach haben Nordrhein-Westfalen und Hamburg einen "In/Out-Tarif" vorgeschlagen, bei dem die Fahrgäste per Handy ein- und wieder auschecken. Dabei könnte der Monatsbetrag gedeckelt sein.
Airbus-Triebwerk geht kurz vor Abflug in Flammen auf
Handyvideos zeigen dramatische Szenen auf einem peruanischen Flughafen. Ein Airbus A320 der Fluggesellschaft Latam rollt zur Startbahn, als am Triebwerk plötzlich Flammen auflodern. Ein Passagier filmt aus dem Flugzeug-Inneren, wie das Feuer auf die Tragfläche übergreift.
Zahl der Bundeswehr-Besuche an Schulen steigt
Die Schulbesuche von Bundeswehr-Vertretern nehmen zu. Wie die "Rheinische Post" berichtet, rechnet das Bundesverteidigungsministerium auf Grundlage der derzeitigen Anfragen für dieses Jahr mit rund 5900 Veranstaltungen und etwa 206.000 Teilnehmenden. Demnach gab es in den vergangenen zwei Jahren jeweils rund 5600 Veranstaltungen dieser Art mit jeweils etwa 164.000 Teilnehmenden. In Berlin könnte damit in dieser Form künftig Schluss sein. Ein Sondierungspapier von Linke, Grüne und SPD sieht vor, dass die Berliner Bildungsverwaltung keine Kooperation mehr mit der Bundeswehr eingeht.
Neuer Wohnungsbaufonds soll Investoren anlocken
Die Bundesregierung will einen neuen Wohnungsbaufonds auflegen, um private Investitionen in den Bau neuer Wohnungen auszulösen. Dies gehe aus einem Konzeptpapier hervor, berichtet der "Spiegel". Demnach soll die staatliche Förderbank KfW als Ankerinvestor 100 Millionen Euro einbringen. "Wir haben die KfW beauftragt, alle erforderlichen Schritte vorzubereiten", sagt Bauministerin Verena Hubertz dem "Spiegel". "Mit einem eigenen Wohnungsbaufonds wollen wir den Markt testen, um privates Kapital für mehr bezahlbaren und klimafreundlichen Wohnraum zu hebeln", erklärt die SPD-Ministerin weiter. Das Gesamtvolumen des Fonds soll eine Milliarde Euro umfassen. Dem Bericht zufolge ist der Wohnungsbaufonds als Moduls des bereits bestehenden "Deutschlandfonds" geplant. Neben dem sozialen Wohnungsbau solle der Fonds Bauprojekte von Neubauwohnungen mit einer Maximalmiete von 15 Euro den Quadratmeter finanzieren, heißt es.
Das wird heute wichtig
Guten Morgen!
Diese Termine stehen an diesem Dienstag an:
Einen Monat nach der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern kommt das neue Parlament um 14 Uhr erstmals an seinem Sitz im Schweriner Schloss zusammen. Dabei sollen unter anderem der Landtagspräsident und seine Vizepräsidenten gewählt werden.
Die Berliner Linke berät über den weiteren Umgang mit der Abgeordneten Vanessa Emde, die wegen ihrer israelkritischen Positionen mehrfach Diskussionen ausgelöst hatte. Emde ist zu der Beratung eingeladen - ihr könnte der Rauswurf aus der Linke-Fraktion drohen.
US-Außenminister Marco Rubio trifft seinen indischen Kollegen Subrahmanyam Jaishankar in Indiens Wirtschaftsmetropole Mumbai. Dabei soll es um Energiesicherheit, Handel und die Verteidigungszusammenarbeit gehen.
Fußball: Für Borussia Dortmund und VfB Stuttgart stehen die nächsten Aufgaben in der Champions League an. Der BVB ist ab 18:45 Uhr bei Sabah FK in Aserbaidschan gefordert. Die Stuttgarter erwartet mit Atlético Madrid um 21 Uhr eine vermutlich deutlich größere Herausforderung.
Es grüßt Sie hier Heidi Ulrich! Sie können mich über heidi.ulrich(at)ntv.de erreichen.
Mädchen klammert sich im 12. Stock an Balkongitter
Unter ihr nur der Abgrund: In China hängt ein Mädchen mit Händen und Füßen am Gitter eines Balkons. Während die Feuerwehr die Wohnungstür aufbricht, greifen Helfer im Stockwerk darunter zu einem ungewöhnlichen Hilfsmittel.
Italiens Regierung will 500 Soldaten nach Mailand schicken
Die italienische Regierung will nach den Ausschreitungen am Wochenende rund 500 weitere Soldaten nach Mailand entsenden. Das sagt Vize-Regierungschef und Chef der rechtspopulistischen Partei Lega, Matteo Salvini, laut der Nachrichtenagentur Ansa am Abend. Ein entsprechendes Dekret solle bei einer Kabinettssitzung beschlossen werden. Aus Regierungskreisen heißt es zudem, dass Ausgangssperren geprüft werden sollen. In Mailand, aber auch in anderen Städten wie Turin oder Bologna, war es in den vergangenen Tagen nach zunächst friedlichen Protesten gegen hohe Lebenshaltungskosten zu gewalttätigen Ausschreitungen gekommen. Auf dem Domplatz von Mailand und in dessen Umgebung schlugen meist schwarz gekleidete und vermummte junge Leute Schaufensterscheiben ein, plünderten Geschäfte und Supermärkte. Insgesamt gab es mehr als etwa 270 vorübergehende Festnahmen. Mehr dazu hier.
Zustimmung für Trump fällt in Umfrage auf Rekordtief
Kurz vor den Zwischenwahlen in den USA sind die Umfragewerte von US-Präsident Donald Trump im Keller. In einer Erhebung von Reuters/Ipsos zeigen sich 31 Prozent der befragten US-Bürger mit seiner Amtsführung zufrieden. Das ist ein Prozentpunkt weniger als vor zwei Wochen und der niedrigste Wert in seinen beiden Amtszeiten. Auf die Frage, welcher Partei sie aktuell ihre Stimme geben würden, entschieden sich in der Umfrage 47 Prozent der registrierten Wähler für die Demokraten und 35 Prozent für die Republikaner. Der Vorsprung von zwölf Prozentpunkten ist der größte im bisherigen Wahlkampf. Dies könnte die Hoffnungen der Demokraten nähren, die Kontrolle über das Repräsentantenhaus und den Senat zu übernehmen.
An Online-Umfrage nahmen 1679 Erwachsene in den USA teil, darunter 1279 registrierte Wähler. Die Fehlermarge liegt bei zwei Prozentpunkten für alle Befragten und drei Punkten für registrierte Wähler. Mehr dazu hier.


