Der Tag
15. Mai 2026
imageHeute mit Sebastian Schneider
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12:51 Uhr

"Alle Deckel angehoben": Giftige Kobra stresst Kleinstadt in Frankreich

Obacht, Schlangenalarm in einer südfranzösischen Kleinstadt: Seit der Sichtung einer giftigen Kobra in Castelginest am Dienstagabend suchen Feuerwehr und Polizei nach dem gefährlichen Reptil. Öffentliche Einrichtungen und Parks bleiben geschlossen, viele Einwohner sind besorgt. "Aus Sicherheitsgründen und aufgrund der nachgewiesenen Anwesenheit einer giftigen Kobra in der Gemeinde bitten wir Sie, bei Ihren Wegen größte Vorsicht walten zu lassen", warnte die Stadtverwaltung. "Meiden Sie hohes Gras - dies gilt auch für Ihre Kinder und Haustiere."

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Bislang existiert nur der Fotobeweis - von dem Tier fehlt jede Spur. (Foto: picture alliance / MAXPPP)

Ein Einwohner hatte die Kobra gesichtet und fotografiert, woraufhin der Bürgermeister das abgebildete Reptil identifizieren ließ. Seitdem ist man im Rathaus überzeugt, dass man es mit einer hochgefährlichen Kobra zu tun hat. Bei der Jagd nach der Schlange setzte die Feuerwehr auch eine Drohne ein und durchkämmte die Gärten. "Seien Sie versichert, dass wir alles tun, um Ihre Sicherheit zu gewährleisten", teilte die Stadtverwaltung mit. "Sie haben überall nachgesehen, alle Mülleimer und Deckel angehoben", sagte ein Anwohner dem Sender Europe 1.

"Alle Deckel angehoben": Giftige Kobra stresst Kleinstadt in Frankreich
12:13 Uhr

Merz beschreibt seine "wichtigste Aufgabe" als Bundeskanzler - Auftritt gestört

Die Ampel ist daran zerbrochen, Schwarz-Rot auch? Der öffentliche Streit der Koalition zerrt zusehens an den Nerven. "Zur Demokratie gehört Streit", sagte nun Bundeskanzler Friedrich Merz beim Deutschen Katholikentag in Würzburg. "Aber der Streit muss zu Ergebnissen führen. Und vielleicht streiten wir im Augenblick zu viel und bringen zu wenig Ergebnisse. Das mag sein." Toleranz beginne dort, wo die eigene Meinung aufhöre, betonte Merz. Die Frage sei, ob man sich in Deutschland zuhöre, andere Meinungen akzeptiere und versuche, gemeinsame Lösungen zu erarbeiten. Man müsse beweisen, dass es möglich sei, in der politischen Mitte Lösungen zu finden.

Zugleich verteidigte Merz die Demokratie als System. "In der Diktatur geht's schneller, aber meistens falsch. Und deswegen lassen Sie uns mal gemeinsam mit unserer Demokratie versöhnen. Wir haben hier etwas Großartiges geschaffen." Es gebe eine Stabilität in Deutschland, wie es sie in der Geschichte Europas noch nicht gegeben habe. "Und diese Stabilität nach innen wie nach außen zu bewahren, das ist für mich die wichtigste Aufgabe, die ich empfinde als Bundeskanzler."

Sein Auftritt wurde von einer kleinen Gruppe Klimaaktivisten gestört. Sie hielten ein Banner mit der Aufschrift "Klimakrise Merzt uns aus" hoch. Sie wurden des Raumes verwiesen.

Aktivisten-halten-ein-Plakat-mit-der-Aufschrift-Klimakrise-Merzt-uns-aus-und-stoeren-beim-104-Deutschen-Katholikentag-eine-Podiumsdiskussion-mit-Bundeskanzler-Friedrich-Merz-CDU
Aktivisten halten ein Plakat mit der Aufschrift "Klimakrise Merzt uns aus" und stören beim 104. Deutschen Katholikentag eine Podiumsdiskussion. (Foto: picture alliance/dpa)
Merz beschreibt seine "wichtigste Aufgabe" als Bundeskanzler - Auftritt gestört
11:37 Uhr

Heftige Sturmböe wirbelt Mann meterhoch durch die Luft

Im indischen Bundesstaat Uttar Pradesh richtet ein heftiger Sturm schwere Verwüstungen an. Mehr als 100 Menschen sterben, viele verlieren ihr Zuhause. Ein Arbeiter wird von einem Dach gerissen und meterweit durch die Luft geschleudert. Doch er überlebt wie durch ein Wunder.

Heftige Sturmböe wirbelt Mann meterhoch durch die Luft
10:56 Uhr

Fahrgast würgt Straßenbahnfahrer in Mainz

In Mainz kommt es zu einer unschönen Szene: Mutmaßlich aus Wut über eine verpasste Haltestelle hat ein Fahrgast einen Straßenbahnfahrer angegriffen und gewürgt. Der bislang unbekannte Täter soll den 62 Jahre alten Fahrer zunächst beleidigt haben, weil die Bahn in der Nacht im Stadtteil Marienborn offenbar nicht an einer Haltestelle hielt, wie die Polizei mitteilte. Als er deswegen der Bahn verwiesen wurde, soll der Mann zugeschlagen und den Fahrer zu Boden gedrückt haben. Er habe ihn am Hals gewürgt und sei dann zu Fuß geflüchtet. Laut Polizei wurde der 62-Jährige medizinisch untersucht, musste aber nicht ins Krankenhaus. Ermittelt wird unter anderem auch, ob Videokameras in der Straßenbahn die Tat aufgezeichnet haben.

Angriffe auf Beschäftigte im öffentlichen Nahverkehr sind ein zunehmendes Problem. Trauriger Höhepunkt war im Februar der tödliche Angriff auf einen Zugbegleiter in der Pfalz.

Fahrgast würgt Straßenbahnfahrer in Mainz
10:23 Uhr

Forschende: Dänemark-Kadaver ist "höchstwahrscheinlich" der Ostsee-Wal

Ist er es oder nicht? Forschende vermuten offenbar mit hoher Wahrscheinlichkeit, dass es sich bei dem Kadavor vor der Insel Anholt um den mehrfach vor Deutschland gestrandeten Buckelwal handelt. Das erklärte Morten Abildstrøm von der dortigen Umweltbehörde dem dänischen Sender DRTV. Dies hätten ihm die Forschenden aus beiden Ländern gesagt, mit denen er gesprochen hat. Das Tier war vor einigen Tagen vor der Küste Dänemarks gefunden worden, von dem deutschen Wal gab es unterdessen schon länger keine Positionsdaten mehr. Klarheit könnte eine Gewebeprobe bringen.

Forschende: Dänemark-Kadaver ist "höchstwahrscheinlich" der Ostsee-Wal
10:10 Uhr

Geheimdienst stellt Beobachtung von Scientology ein

Jahrelang beobachtet das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) die Scientology-Organisation. Doch damit ist nun Schluss: "Nachdem die 'Scientology Organisation' auf Bundesebene in den letzten Jahren an Relevanz verloren hat, wird ihre Bearbeitung im BfV nicht länger als bundesweiter, eigenständiger Phänomenbereich fortgeführt", teilt die Behörde mit. Damit entfalle auch die gesonderte Ausweisung von Scientology im Verfassungsschutzbericht.

Wieso das nun? Berichten zufolge will sich die Behörde künftig stärker auf aktuelle Problemfelder wie Spionage, Sabotage oder Terrorismus konzentrieren. Von Fall zu Fall wird der Verfassungsschutz aber weiter in Sachen Scientology aktiv werden: "Unabhängig davon werden aber Bestrebungen gegen die freiheitliche demokratische Grundordnung, die von diesem Personenpotenzial ausgehen, auch weiterhin durch den Verfassungsschutz bearbeitet", heißt es weiter. Die Behörde verwies darauf, dass die ideologische Einordnung extremistischer Bestrebungen "arbeitsorganisatorischen Zwecken" dient.

Geheimdienst stellt Beobachtung von Scientology ein
09:38 Uhr

Deutschland muss beim ESC überraschend früh ran

Sarah Engels muss beim Finale des Eurovision Song Contests in Wien für Deutschland bereits als zweiter Act antreten. Dass sie mit ihrem Lied "Fire" beim Publikum Feuer entfachen kann, hat die Sängerin bereits im Halbfinale außer Konkurrenz gezeigt - Stimmen kann sie aber erst am Samstagabend sammeln. Ob die Zuschauer ihren Auftritt nach 23 weiteren Liedern noch in Erinnerung haben werden oder die Gedanken daran bei der Endabstimmung bereits erloschen sind, muss das große Finale zeigen.

Zumal der Auftritt nach Engels ESC-Final-Feuertaufe besonders im Fokus steht: Als Dritter in der Startreihenfolge wird Israels Noam Bettan mit "Michelle" auf der Bühne stehen. Israel ist zwar fest im ESC verankert und Mitglied der Europäischen Rundfunkunion (EBU), die den Musikwettbewerb veranstaltet. Wegen Israels Vorgehen im Gaza-Krieg steht die Teilnahme des Landes jedoch auch in der Kritik, fünf Länder boykottieren den diesjährigen Wettbewerb deswegen.

Deutschland muss beim ESC überraschend früh ran
09:02 Uhr

Bizarrer Auftritt: Elon Musk schneidet Grimassen - das Netz spottet

Bei dem Treffen zwischen US-Präsident Trump und Chinas Staatchef Xi Jingping ist auch der umstrittene Multimilliardär Elon Musk mit dabei. Als Gründer von SpaceX und Tesla sollte man meinen, Musk sei mitgekommen, um mögliche Wirtschaftsdeals voranzutreiben. Doch bislang irritiert er mit Grimassen, Selfies und unpassendem Verhalten.

Bizarrer Auftritt: Elon Musk schneidet Grimassen - das Netz spottet
08:35 Uhr

Warum Xi an Trump ein Samen-Versprechen macht

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Er fand es toll: US-Präsident Donald Trump. (Foto: picture alliance / Mark Schiefelbein/AP Pool via AP)

Bei seiner Reise nach China hat US-Präsident Donald Trump vor allem eine Sache fasziniert: die Gärten von Zhongnanhai, die für Ausländer nur selten begehbar sind. Am Morgen deutscher Zeit hatten die beiden Staatschefs ein privates Gespräch, wie der US-Sender CNN berichtet. Danach sind Xi Jinping und Trump noch durch den Parkkomplex in Peking geschlendert - zur Begeisterung Trumps. "Das sind die schönsten Rosen, die ich jemals gesehen habe", sagte er. Auf die Reporterfrage, ob ihm der Besuch gefalle, zeigte der US-Präsident den Daumen nach oben. Später saßen Trump und Xi mit Teilen der US-Delegation noch in einem Gartenpavillon in Zhongnanhai. Xi versprach Trump daraufhin einige Rosensamen.

Warum Xi an Trump ein Samen-Versprechen macht
08:03 Uhr

Polizei warnt mit kuriosem Video vor betrunkenen Rehen

Wenn wilde Tiere gegorene Früchte fressen, sind sie nicht selten ähnlich betrunken wie Menschen bei einem richtigen Rausch. Die französische Polizei warnt jetzt davor, dass die Tiere zu einer ernsten Gefahr werden können, wenn sie in diesem Zustand auf die Straße torkeln. 

Polizei warnt mit kuriosem Video vor betrunkenen Rehen
07:35 Uhr

Nach Vatertags-Feier: Polizei stoppt Betrunkenen mit zwölf Menschen im Auto

Ein Vatertag im rheinland-pfälzischen Fischbach endet gefährlich: Ein Mann hat unter Alkoholeinfluss zwölf Menschen in seinem Auto mitgenommen. Das teilte die Polizei mit. Am späten Abend kontrollierten Streifenpolizisten ein Auto. Zwölf Jugendliche befanden sich demnach im Auto, die teilweise quer über der Rückbank lagen oder im Kofferraum saßen. Sie waren auf dem Rückweg einer Vatertagsfeier. Die Polizei registrierte 1,1 Promille bei dem Fahrer - weiterfahren durfte er danach nicht mehr.

Nach Vatertags-Feier: Polizei stoppt Betrunkenen mit zwölf Menschen im Auto
07:03 Uhr

Fünf Stunden nach Flugzeugabsturz: Video zeigt Rettung im Meer

Ein Kleinflugzeug stürzt vor Florida ins Meer. Die Überlebenden schaffen es in ein Schlauchboot. Nach fünf Stunden werden sie schließlich von der Küstenwache entdeckt und gerettet.

Fünf Stunden nach Flugzeugabsturz: Video zeigt Rettung im Meer
06:44 Uhr

Trump, ESC, London: Das wird heute wichtig

Liebe Leserinnen und Leser,

das Treffen der beiden wohl mächtigsten Männer der Welt geht weiter: Xi Jinping und Donald Trump verhandeln in China auch heute noch über die Konflikte der Welt. Es wird wohl auch weiter um den Iran-Krieg und den russischen Überfall auf die Ukraine gehen. Derweil laufen in Washington Gespräche, wie es zwischen Israel und der Hisbollah weitergehen könnte. Und, ach ja: In Wien steigt die Vorfreude auf den Eurovision Song Contest.

Das wird heute auch wichtig:

  • Beim Katholikentag in Würzburg stellt sich Bundeskanzler Friedrich Merz um 11 Uhr den Fragen junger Menschen. Begleitet wird die Debatte von einer Demonstration unter dem Motto "Gemeinsam für eine Zukunft ohne Merz & Menschenfeindlichkeit", zu der sich nach Angaben der Stadt etwa 800 Teilnehmer angesagt haben. 

  • Wie geht es in London weiter? Die Krise der Labour-Regierung hält das politische London in Atem. Gesundheitsminister Wes Streeting trat aus Protest gegen Premierminister Keir Starmer zurück. Der Premier lehnt einen Rücktritt zwar beharrlich ab. Und ob er gestürzt werden kann, ist ungewiss. Doch die Krise spitzt sich zu. Und Namen möglicher Nachfolger kursieren.

  • Die deutsche Nationalmannschaft startet mit dem Spiel gegen Finnland um 16.20 Uhr in die Eishockey-Weltmeisterschaft in der Schweiz.

  • Die Elfenbeinküste, Gegner der deutschen Mannschaft bei der Fußball-WM, gibt ihren Kader für das Turnier in den USA, Mexiko und Kanada bekannt.

Mein Name ist Sebastian Schneider und ich begleite Sie durch die erste Tageshälfte. Bei Fragen, Hinweisen oder Anmerkungen schreiben Sie mir gerne unter: sebastian.schneider(at)ntv.de. Los geht's!

Trump, ESC, London: Das wird heute wichtig
06:02 Uhr

Buckelwal vor Dänemark ist offenbar tot

Handelt es sich um den gestrandeten Buckelwal, der mit viel Aufwand vor der deutschen Ostseeküste befreit wurde? Wie das dänische Boulevardmedium "Ekstra Bladet" mit Verweis auf die dänische Umweltbehörde berichtet, ist das neuerlich gesichtete Tier vor der dänischen Küste tot. Das Tier liegt vor der Insel Anholt. Erst heute soll Berichten zufolge versucht werden, es näher zu untersuchen und eine Gewebeprobe zu nehmen. Noch ist unklar, ob es sich tatsächlich um den Ostsee-Buckelwal handelt, der mehrfach vor der deutschen Küste gestrandet war. Der Tracker des Tieres hatte zuletzt keine Daten mehr gesendet, hieß es. Ein mögliches Indiz: Ähnlich wie beim deutschen Buckelwal soll sich auch die Haut beim dänischen Tier in schlechter Verfassung befinden.

Buckelwal vor Dänemark ist offenbar tot