Politik

"Sicherste Grenze aller Zeiten" US-Grenzschutzchef Michael Banks tritt zurück

14.05.2026, 23:34 Uhr
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Michael Banks leitete die Behörde seit Januar 2025. (Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS)

Donald Trump hat im Wahlkampf eine härtere Migrationspolitik versprochen. Nach dem Abgang von US-Heimatschutzministerin Kristi Noem geht nun ein Vertrauter von ihr. Auch bei anderen hochrangigen Mitarbeitern kommt es zum Stühlerücken.

Der Chef der US-Grenzschutzbehörde Michael Banks ist überraschend zurückgetreten. Einen Grund für den Schritt nannte die Behörde U.S. Border Patrol nicht. Sein Weggang reiht sich in eine Serie von Personalwechseln in der Einwanderungsbehörde unter US-Präsident Donald Trump in den vergangenen Monaten ein. In einer Abschiedsnachricht an die Mitarbeiter erklärte Banks, er werde "für immer der größte Verteidiger" seiner Behörde bleiben.

Trump hatte Banks im Januar 2025 zum Chef der Behörde ernannt. Er war bereits zwei Jahrzehnte für den Grenzschutz tätig, bevor er ab 2023 zum Grenzbeauftragten für den von Republikanern regierten Bundesstaat Texas wurde. Einem Insider zufolge soll Banks ein Verbündeter der ehemaligen Heimatschutzministerin Kristi Noem sein - diese hatte Trump im März entlassen. Die Personalwechsel fallen in eine Zeit, in der die öffentliche Zustimmung zu Trumps Einwanderungsstrategie sinkt.

Neben Banks verlassen auch andere hochrangige Mitarbeiter die Behörde. Der amtierende Direktor der Einwanderungs- und Zollbehörde (ICE), Todd Lyons, scheidet Ende des Monats aus. Sein Nachfolger wird David Venturella, der zuvor unter anderem für den privaten Gefängnisbetreiber GEO Group arbeitete. Der umstrittene Grenzschutzbeamte Gregory Bovino ging im März in den Ruhestand. Zugleich wurden die Befugnisse des Grenzbeauftragten des Weißen Hauses, Tom Homan, ausgeweitet.

Trump hatte seine Wiederwahl unter anderem mit dem Versprechen gewonnen, hart gegen illegale Grenzübertritte vorzugehen. Unter seinem demokratischen Vorgänger Joe Biden waren Millionen Menschen illegal in die USA gelangt. Regierungsdaten zufolge wurden in Trumps erstem Amtsjahr von Februar 2025 bis Januar 2026 rund 86.000 Migranten an der Grenze festgenommen - verglichen mit 956.000 im Jahr zuvor.

Der Chef der übergeordneten Zoll- und Grenzschutzbehörde (CBP), Rodney Scott, dankte Banks für seinen Einsatz. Unter seiner Führung habe sich die Grenze "von einem Chaos zur sichersten Grenze aller Zeiten" gewandelt, erklärte Scott. Während Banks' Amtszeit entsandte die US-Regierung verstärkt Grenzschutzbeamte in amerikanische Großstädte. Dort nahmen sie mit aggressiven Taktiken Menschen fest, die mutmaßlich gegen Einwanderungsgesetze verstoßen hatten. Dabei kam es zu Zusammenstößen mit Anwohnern. Banks selbst hielt sich bei diesen umstrittenen Einsätzen im Hintergrund.

Quelle: ntv.de, bho/rts

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