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Final-Reihenfolge steht festSarah Engels startet als Zweite beim ESC

15.05.2026, 12:28 Uhr
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Schon im ESC-Halbfinale zeigt sich Sarah Engels von ihrer besten Seite. (Foto: picture alliance/dpa)

Nach dem zweiten Halbfinale steht fest, welche Länder um den ESC-Sieg kämpfen. Für Sarah Engels wird es früh ernst: Sie muss als Zweite auf die Bühne. Ob ihr Auftritt im Gedächtnis bleibt, zeigt das große Finale - besonders der Auftritt nach ihr sorgt für viel Aufmerksamkeit.

Sarah Engels muss beim Finale des Eurovision Song Contests in Wien für Deutschland bereits als zweiter Act antreten. Dass sie mit ihrem Lied "Fire" beim Publikum Feuer entfachen kann, hat die Sängerin bereits im Halbfinale außer Konkurrenz gezeigt - Stimmen kann sie aber erst am Samstagabend sammeln. Ob die Zuschauer ihren Auftritt nach 23 weiteren Liedern noch in Erinnerung haben werden oder die Gedanken daran bei der Endabstimmung bereits erloschen sind, muss das große Finale zeigen.

In 70 Jahren des ESC hat allerdings noch nie jemand gewonnen, der von Platz zwei gestartet ist. Der Auftritt nach Engels ESC-Final-Feuertaufe steht besonders im Fokus: Als Dritter in der Startreihenfolge wird Israels Noam Bettan mit "Michelle" auf der Bühne stehen. Israel ist zwar fest im ESC verankert und Mitglied der Europäischen Rundfunkunion (EBU), die den Musikwettbewerb veranstaltet.

Wegen Israels Vorgehen im Gaza-Krieg steht die Teilnahme des Landes jedoch auch in der Kritik, fünf Länder boykottieren den diesjährigen Wettbewerb deswegen. Am Freitag und Samstag werden in Wien pro-palästinensische Kundgebungen erwartet. Der Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, Volker Beck, warf den boykottierenden Ländern im RTL/ntv-"Frühstart" vor, diese seien "kollektiv auf einem antisemitischen, antizionistischen Trip".

Er und viele andere seien so angewidert von den anti-israelischen Protesten, dass sie beim ESC-solidarisch abstimmen würden, sagte Beck. "Und dann schicke ich halt 10 SMS für den Noam Bettan für seinen Song 'Michelle', weil ich diesen Leuten, diesen Boykotteuren, nicht das letzte Wort lassen würde."

Sieger JJ startete als Neunter

Griechenland - von Wettanbietern als einer der Topfavoriten gehandelt - muss wie Deutschland ebenfalls eher früh im Wettbewerb abliefern: Akylas wird mit "Ferto" als sechster Künstler auftreten. Finnland, ein weiterer Mitfavorit, ist mit dem 17. Platz in der Startreihenfolge deutlich später dran.

Die Startnummer ist jedoch nicht alles: Die Abstimmung wird im Finale bereits kurz vor dem ersten Auftritt geöffnet, Vorjahressieger JJ holte den Titel für Österreich zudem vom neunten Startplatz. Dieses Jahr wird das Gastgeberland mit Cosmós Song "Tanzschein" in der Show als Letztes auftreten.

Zum Kreis der Favoriten zählen auch ein umstrittenes Würge-Lied und eine 90er-Jahre-Ballade: Die Rumänin Alexandra Capitanescu qualifizierte sich im zweiten Halbfinale am Donnerstagabend mit "Choke Me" ("Würge mich") ebenso wie die Australierin Delta Goodrem mit ihrer Powerballade "Eclipse". Capitanescus Song hatte im Vorfeld für Diskussionen gesorgt. Die Sängerin hat den Vorwurf zurückgewiesen, dass ihr Lied die Gefahren einer Sexualpraktik verharmlose.

Auch der Däne Soren Torpegaard Lund erhielt mit seiner eingängigen Nummer "For Vi Gar Hjem" ausreichend Jury- und Publikumsstimmen für das Finale und wird als Erster starten. Ebenso qualifizierten sich die Künstlerinnen und Künstler aus Bulgarien, der Ukraine, Norwegen, Malta, Zypern, Albanien und Tschechien. Die Topfavoriten aus Finnland und Griechenland hatten die Hürde bereits im ersten Halbfinale am Dienstag genommen.

Ohne Qualifikations-Druck stellte die Sängerin Monroe für Frankreich im zweiten Halbfinale ihre Nummer "Regarde!" vor und begeisterte das Publikum in der Wiener Stadthalle mit ihrer Opernstimme. Frankreich ist wie Deutschland als wichtiges EBU-Mitglied im Finale fest gesetzt.

Im ESC-Finale kämpfen Starter aus 25 Ländern um den Sieg. Die Show wird voraussichtlich von mehr als 150 Millionen Menschen vor den Bildschirmen verfolgt. Damit ist der ESC eines der weltweit größten Musikspektakel.

Quelle: ntv.de, mwa/dpa

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