Bischof von Speyer legt überraschend Amt nieder
Große Überraschung im katholischen Bistum Speyer: Bischof Karl-Heinz Wiesemann ist aus gesundheitlichen Gründen mit sofortiger Wirkung zurückgetreten. Ihm sei bewusst geworden, dass er nicht mehr die Kraft habe, "die ganze Wegstrecke bis zur vollständigen Umsetzung der anstehenden Strukturreformen zu gehen", sagte der 66-Jährige einer Mitteilung seines Bistums in der Pfalz zufolge. Papst Leo XIV. habe seinen Rücktritt angenommen, hieß es.
Wiesemann leitete das Bistum Speyer seit März 2008. Es umfasst die Pfalz und den Saarpfalz-Kreis mit rund 1,57 Millionen Menschen - davon rund 423.000 Katholikinnen und Katholiken.
Merz verurteilt Äußerungen von israelischem Minister scharf
Bundeskanzler Friedrich Merz hat Äußerungen des israelischen Sicherheitsministers Itamar Ben Gvir über gezielte Tötungen von Palästinensern mit scharfen Worten verurteilt. Die "menschenverachtenden völkerrechtswidrigen Appelle" von Ben Gvir seien "nicht hinnehmbar", sagte Vizeregierungssprecher Sebastian Hille. Die EU-Außenminister sollen demnach bei ihrem nächsten informellen Treffen Anfang September über gezielte Maßnahmen gegen "radikale Politiker" beraten.
Ben Gvir hatte vor einigen Tagen gesagt, es gebe im Gazastreifen Menschen, die es nicht verdienten zu leben. Er forderte "jede Nacht gezielte Eliminierungen" von 30 oder 40 Menschen in dem Palästinensergebiet. Dabei gehe es nicht nur um diejenigen, die eine unmittelbare Gefahr darstellten.
Orca-Oma "Toni" mit Schrotflinte angeschossen
Seit 2020 gibt es in der Straße von Gibraltar immer wieder Zusammenstöße zwischen Orcas und Schiffen. Meistens sind es Jungtiere. Acht Boote sind bereits gesunken, verletzt wurde niemand. Jetzt schwimmt Tierschützern zufolge jedoch das Orca-Weibchen "Toni" mit etwa zehn Einschusslöchern in der Finne durch die Meerenge. Das Tier ist 60 Jahre alt und gilt deshalb als "Großmutter" der Orca-Population vor Spaniens Küste.
Baum erschlägt Kind bei Forstarbeiten
Bei Forstarbeiten im nördlichen Landkreis Garmisch-Partenkirchen ist ein Kind im Grundschulalter ums Leben gekommen. Wie die örtliche Polizei mitteilt, habe sich das Kind am Freitagvormittag in Anwesenheit einer erwachsenen Person befunden, um bei den Arbeiten zuzusehen und in kindgerechtem Maße mitzuhelfen. Dann sei das Kind aus bisher ungeklärter Ursache von einem gefällten Baum getroffen worden.
Zunächst wurde es demnach schwer verletzt und ein Rettungshubschrauber brachte es in eine Spezialklinik. Kurz darauf erlag es dort jedoch seinen Verletzungen, erklärt die Polizei. Die Ermittlungen zum genauen Hergang des Vorfalls laufen.
Nord-Stream-Anschläge: Zweiter Verdächtiger festgenommen
Es gibt offenbar einen weiteren Fahndungserfolg im Zusammenhang mit den Anschlägen auf die Nord-Stream-Pipelines. Wie die Bundesanwaltschaft mitteilt, wird ein weiterer Ukrainer festgenommen - diesmal in Kroatien. Es handelt sich demnach um einen ausgebildeten Taucher. Er sei auf Grundlage eines Europäischen Haftbefehls gefasst worden.
Bär zerfleischt Camperin im russischen Altai-Gebirge
Russland ist berühmt für seine Bären. Besonders für Touristen in Sibirien gelten sie aber als allgegenwärtige Gefahr. Nun kam es im Altai-Gebirge zu einem tödlichen Angriff: Ein wilder Bär hat dort eine 29 Jahre alte Camperin aus ihrem Zelt gerissen, in einen Wald gezerrt und dort zu Tode gebissen. Der Angriff ereignete sich auf einem Campingplatz in der Ortschaft Artybasch, wie die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass nach Behördenangaben meldete.
Ihr Freund, mit dem die Frau aus Nowosibirsk dort einen Outdoor-Urlaub verbrachte, schilderte in russischen Medien, dass er und andere Menschen noch versucht hätten, das Raubtier abzulenken. Nichts habe geholfen. Behörden wollten dort nun eine Sperrstunde einrichten, hieß es. In der Region gebe es eine große Zahl an Bären, die sich immer häufiger Menschen näherten. Der russische Zivilschutz warnte Touristen vor der allgegenwärtigen Gefahr.
"Erheblicher Gestank": Lkw verliert Klärschlamm auf Autobahn
Wer hier unterwegs ist, sollte sich besser die Nase zuhalten: Auf der Autobahn 7 in Hamburg hat ein Lkw über mehrere Kilometer Klärschlamm verloren. Die Ladeklappe des Fahrzeugs sei aus bisher ungeklärten Gründen im Tunnel in Hamburg-Stellingen aufgegangen und die Schlammspur ziehe sich über die Fahrbahn in Richtung Süden, so ein Sprecher der Polizei. Der Klärschlamm verbreite einen "erheblichen Gestank nach menschlichen Abfällen".
Inzwischen werde der Verkehr an der Verschmutzung einspurig vorbeigeleitet. Zuvor habe sich der Verkehr bis hinter die Landesgrenze zu Schleswig-Holstein gestaut. Durch den Unfall werde auch der Verkehr auf der Autobahn 23 in Richtung Süden beeinflusst, wie ein Sprecher der Verkehrsleitzentrale mitteilt. Wie lange die Reinigungsarbeiten andauern, sei noch unklar. Die Strecke könne allerdings bis zum Abend teilweise gesperrt bleiben.
Ausgebüxtes Schaf fährt im Bus durch die Waschanlage
Ungewöhnlicher Ausflug im Münsterland: Ein Schaf ist in Lüdinghausen in einen abgestellten Linienbus eingestiegen - und mitsamt polizeilicher Begleitung durch die Waschanlage gefahren. Es war laut Mitteilung der Polizei von seinem Zuhause ausgebüxt, war zum örtlichen Busbetriebshof gelaufen und hatte es sich zwischen den Sitzen im Bus bequem gemacht.
Nach Auskunft des Verkehrsunternehmens RVM hatte der Bus in der vergangenen Woche am Abend in der Waschhalle des Betriebshofes gestanden. Während einige Mitarbeiter dort Busse säuberten, sei das Schaf durch die zu diesem Zweck geöffnete Tür hineingekommen.
Letzter Auftritt: Peta veröffentlicht Video mit Hayden Panettiere
Es ist der letzte öffentliche Auftritt von Hayden Panettiere: Die Tierrechtsorganisation Peta hat einen Werbespot veröffentlicht, den die Schauspielerin nur wenige Wochen vor ihrem Tod gedreht hat. Ein Peta-Sprecher bestätigte gegenüber "Page Six", dass die Kampagne am 22. Juli entstanden ist. Panettiere starb am vergangenen Sonntag.
Der Spot richtet sich gegen die Haltung von Delfinen und Walen in Meeresparks. Panettiere liegt darin unbekleidet in einer freistehenden Badewanne, das Anzeigenmotiv trägt die Zeile "Could you live in a bathtub?". "Stellen Sie sich vor, Sie müssten Ihr ganzes Leben in einer Badewanne verbringen", sagt sie darin. Statt frei mit ihrer Familie und den anderen Mitgliedern ihres Schwarms im Ozean zu schwimmen, lebten die Tiere in winzigen Becken. Nach Panettieres Tod entschied sich Peta nun dafür, Anzeige und Video zu veröffentlichen. Die Organisation ruft dazu auf, ihr Andenken zu ehren, indem man keine Eintrittskarte für Einrichtungen kauft, die diese Tiere in Betonbecken halten.
Reporter als Agenten: "Wir sollten die CDU unterwandern"
Es ist die wohl heikelste Mission, in der ein RTL-Investigativ-Reporterteam rund um Markus Frenzel und Angelique Geray je unterwegs waren. Sie schleusen sich in ein Netzwerk russischer Wegwerfagenten ein. Dabei treffen sie einen ehemaligen Spion und einen Unternehmer, der im Visier des russischen Geheimdienstes steht. Sie bekommen aber auch selbst Aufträge, berichtet Frenzel. Im Video schildert er Hintergründe zu der Recherche.
Bundesbehörde nennt Details zu Boeing-Vorfall in München
Zwei Zwischenfälle kurz hintereinander am Flughafen München binnen zwei Tagen - und das an derselben Start- und Landebahn: Nach einer Beinahe-Katastrophe eines Boeing-Dreamliners der Vietnam Airlines beim Start setzt ein Airbus A380 der Lufthansa bei der Landung an der Südbahn zu früh auf. Nun nennt die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) zu ersterem Vorfall Details.
Die Boeing-Maschine sei um 13.57 Uhr am Samstag auf der Piste 26L gestartet und habe spät abgehoben, schreibt die Behörde in einer Mitteilung. Zum Moment kurz vor dem Abheben heißt es: "Während der Rotationsphase berührte das Heck den Boden." Man habe auch Reifenspuren am Ende der Piste identifiziert, die dem Flugzeug zugeordnet werden könnten. Um 15.58 Uhr sei das Flugzeug schließlich auf der Piste 26R am Münchner Airport gelandet.
Nach komplettem Tag Vollsperrung: Wichtige Autobahn ist wieder frei
Autofahrer können aufatmen: Nach einem ganzen Tag Vollsperrung der A2 bei Kamen ist die Autobahnstrecke wieder offen. Der Baukran, der von dem Transporter über die Mittelleitplanke gestürzt war und die Fahrbahn in beide Richtungen blockiert hatte, sei geborgen, teilte die Leitstelle der Polizei Dortmund mit. Die A2 verbindet als zentrale West-Ost-Verbindung in Deutschland wichtige Wirtschaftsräume.
Der Fahrer des Schwertransporters hatte bereits in der Nacht zum Dienstag wegen eines geplatzten Reifens die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren. Er und sein 14-jähriger Sohn wurden bei dem Unfall leicht verletzt. Die Bergung des schweren Baugeräts war kompliziert, sodass der Kran lange Zeit nicht abtransportiert werden konnte. Zudem musste die Fahrbahn gereinigt werden, nachdem bei dem Unfall auch Kraftstoff ausgelaufen war.
Das wird heute wichtig
Guten Morgen,
das Feuer, das seit Tagen im belgischen Naturschutzgebiet Hohes Venn wütet, ist immer noch nicht unter Kontrolle. Aber es gebe einen Lichtblick, sagt Tobias Schell, Feuerwehrsprecher in der Nachbarstadt Monschau: Für heute sei wieder Regen angesagt. Er könnte dabei helfen, die Brände zurückzudrängen. Unterdessen warten die evakuierten Einwohner der Stadt Monschau weiter darauf, in ihre Häuser zurückkehren zu dürfen.
Diese Themen stehen heute außerdem auf der Agenda:
Zum Schutz vor hybriden Bedrohungen stellt das Luftfahrtunternehmen Aerodata in Brandenburg erstmals einen Prototyp einer Aufklärungsdrohne vor. Zur Präsentation werden die Ministerpräsidenten von Brandenburg und Niedersachsen - Dietmar Woidke und Olaf Lies - erwartet.
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt beginnt seine zweitägige Sommertour unter dem Motto "Schützen, sichern, stärken".
Fast vier Monate nach der Bergung des vor der Ostsee-Insel Poel gestrandeten Buckelwals befasst sich der Agrarausschuss des Landtags in Schwerin mit der Aktion.
Rund fünf Jahre nach dem Tod eines kleinen Mädchens in einer Zahnarztpraxis muss sich ein Anästhesist erneut im Frankfurter Landgericht verantworten.
In Hamburg wird der Prozess gegen die Unternehmerin Christina Block wegen mutmaßlicher Kindesentführung fortgesetzt.
Nach den Erfolgen in der Dressur und der Vielseitigkeit starten die deutschen Springreiter heute in die Weltmeisterschaft in Aachen.
In Zagreb werden die Europameister im Turnen gesucht. Zum Auftakt stehen die Qualifikation für die Gerätefinals und der Endkampf im Team-Wettbewerb an.
Mit dem Eröffnungsfilm "Plötzlich Schwiegervater" geht das Festival des deutschen Films in Ludwigshafen in sein 22. Jahr.
Starten Sie gut in den Tag. Mein Name ist Nilofar Breuer und ich versorge Sie bis zum frühen Nachmittag mit Nachrichten aus aller Welt. Bei Fragen oder Hinweisen erreichen Sie mich via Mail an nilofarkathleen.breuer[at]ntv.de.
"Immer noch jünger als Trump": Bill Clinton wird 80 Jahre alt
"Ich bin immer noch jünger als Donald Trump": Mit dieser Feststellung hat Bill Clinton bereits vor zwei Jahren für Lacher gesorgt. Heute wird der frühere US-Präsident 80 Jahre alt, gut zwei Monate nach Trump. Das Weiße Haus hat der Demokrat zwar schon vor einem Vierteljahrhundert verlassen, Clinton macht aber immer noch Schlagzeilen. "Bill Clinton hat die Sozialhilfe beendet und den Weg für Maga bereitet", titelte Ende Juli etwa die "Washington Post". Sie erinnerte daran, dass Clinton vor 30 Jahren ein Wohlfahrtsprogramm aus dem "New Deal" der 1930er-Jahre abschaffte. Damit habe der Demokrat Trumps Sozialhilfekürzungen vorweggenommen, befand das Blatt. Auch die Affäre um den verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein holte Clinton wieder ein.
Geboren wurde William Jefferson Clinton am 19. August 1946 in der Kleinstadt Hope im Bundesstaat Arkansas. Seine Frau Hillary lernte er an der Eliteuniversität Yale kennen - das Paar heiratete 1975. Mit 32 Jahren wurde er der bis dato jüngste Gouverneur von Arkansas, das Amt hatte er mehr als zehn Jahre inne. Nach seinem deutlichen Sieg gegen George H.W. Bush bei der Präsidentschaftswahl 1992 zog er mit nur 46 Jahren ins Weiße Haus ein.
Wienerin klagt gegen WC-Gebühren für Frauen
Die Ungerechtigkeit fiel Melanie Gradik bei einem Spaziergang auf: "Ich war mit einem Freund im Stadtpark und wir mussten beide auf die Toilette. Er konnte kostenlos urinieren, ich musste 50 Cent bezahlen", erzählt die Wienerin. Das verstoße gegen das Antidiskriminierungsgesetz der österreichischen Hauptstadt, ist die 27-Jährige überzeugt - und verklagte die Stadtverwaltung von Wien.
Wie auch in vielen deutschen Städten, sind in Wien Pissoirs für Männer oft frei zugänglich, während Frauen die WC-Kabinen nur gegen Gebühr benutzen können. "Es ist eine Kleinigkeit, aber auch ein Beispiel dafür, wie Frauen im Alltag ungleich behandelt werden", sagt Gradik. "Warum können Toiletten nicht für alle kostenlos sein oder für alle 50 Cent kosten? Das ist ungerecht." Das sieht auch Gradiks Anwältin Petra Laback so: Die Tatsache, dass manche öffentliche Einrichtungen kostenlose Urinale für Männer anbieten, führe zu einer Ungleichbehandlung der Geschlechter. "Männer haben eine zusätzliche kostenlose Alternative, Frauen nicht", sagt sie. Sollte Gradik einen Prozess in dem Streit gewinnen, könnte dies einen Präzedenzfall schaffen.
Hälfte der Regierungsflüge hebt ohne Passagiere ab
Regierungsflieger der Bundeswehr haben nach Angaben des Verteidigungsministeriums im ersten Halbjahr rund die Hälfte ihrer Flüge ohne Passagiere absolviert. 308 Teilstrecken seien für Dienstreisen mit Mitgliedern der Bundesregierung absolviert worden, 305 Teilstrecken hingegen zur Bereitstellung der Luftfahrzeuge, teilte das Ministerium auf eine Anfrage des Linken-Abgeordneten Dietmar Bartsch mit.
Bartsch fragt die Regierung regelmäßig nach sogenannten Leerflügen der Flugbereitschaft der Bundeswehr. Sie kommen oft dadurch zustande, dass die Regierungsflieger in Köln stationiert sind, die Passagiere ihre Dienstreisen aber in der Hauptstadt Berlin antreten. Kritik kontert das Verteidigungsministerium damit, dass Leerflüge gezielt für Aus- und Weiterbildung genutzt würden.