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Der TagDoch keine schnelle Einigung: EVG und Deutsche Bahn verhandeln weiter

28.01.2025, 19:51 Uhr

Gestern war die EVG noch guter Dinge, dass die Deutsche Bahn in der Tarifrunde direkt ein gutes Angebot vorlegen würde. Der Grund: beide Seiten wollen eine Entscheidung vor der Bundestagswahl. Derzeit sieht es so aus, dass die kommende Bundesregierung von der Union geführt wird. Die plant aber eine massive Reform der Bahn - es ist gar von einer Zerschlagung die Rede. Das hätte Auswirkungen auf Gewerkschaft und Konzern.

Am heutigen Dienstag nun Ernüchterung - zumindest ein wenig. Eine Annäherung soll es geben, das erste Angebot der Bahn lehnt die Gewerkschaft allerdings ab. Es sei unzureichend. "Positiv bewerten wir, dass dabei auch auf unsere Forderung nach einem EVG-Zusatzgeld eingegangen wurde", teilte EVG-Verhandlungsführerin Cosima Ingenschay im Anschluss mit. "Der Arbeitgeber bietet allerdings mit 4 Prozent Gehaltssteigerung bei einer angebotenen Laufzeit von 37 Monaten deutlich zu wenig."

Die Bahn hat eigenen Angaben zufolge unter anderem eine Tariferhöhung von 4 Prozent in zwei Stufen sowie ein Zusatzgeld für Schichtarbeiter von weiteren 2,6 Prozent angeboten. Mit der außergewöhnlich langen Laufzeit von 37 Monaten soll demnach Planungssicherheit in der Konzernsanierung hergestellt werden. Die gute Nachricht: von Warnstreiks ist nicht die Rede.

Quelle: ntv.de