Der TagEl Niño fällt besonders stark aus - Pazifikregion so warm wie nie seit Messbeginn
Die für das Wetterphänomen El Niño entscheidende Meeresregion im zentralen und östlichen Pazifik ist aktuell so warm wie noch nie seit Beginn der Aufzeichnungen. Laut Daten der Plattform "Climate Reanalyzer" der University of Maine knackt die durchschnittliche Meeresoberflächen-Temperatur in der sogenannten Niño-3.4-Region erstmals die 30-Grad-Marke. Damit liegt sie 3,39 Grad über dem Durchschnitt des Referenzzeitraums von 1991 bis 2020. "El Niño ist angekommen und gewinnt rasch an Stärke", sagt die Chefin der Weltwetterorganisation (WMO), Celeste Saulo. Die Prognosen deuteten darauf hin, dass der El Niño bis Februar anhält - "womit er möglicherweise zu den stärksten seit mindestens 1950 zählen würde", als die Aufzeichungen begannen, so Saulo.
Laut WMO dürften überdurchschnittliche Temperaturen in weiten Teilen der Welt die Folge sein, genauso wie veränderte Niederschläge, je nach Region heftige Dürren oder viel zu viel Regen.
El Niño ist ein natürliches Phänomen, das alle zwei bis sieben Jahre auftritt. Es ist nicht durch den Klimawandel verursacht, kann dessen Folgen aber verschärfen. In der entscheidenden Meeresregion steigt dann warme, feuchte Luft auf, was die weltweiten Wind- und Luftströmungen verändert.
