Der TagFalschangaben im Lebenslauf? Trumps neue Sprecherin äußert sich
Hat die neue Sprecherin des Weißen Hauses sich jahrelang zu Unrecht als Anwältin ausgegeben? Wegen Zweifeln an ihren beruflichen Qualifikationen steht Katie Zacharia derzeit unter Druck.
Die Vertraute von US-Präsident Donald Trump hatte nach Informationen des "Wall Street Journals" die Anwaltsprüfung im US-Bundesstaat Kalifornien im Jahr 2011 nicht bestanden. Recherchen mehrerer US-Medien ergaben bislang ebenfalls keinen Nachweis, dass Zacharia jemals eine Anwaltszulassung in den USA besaß.
Der "New York Times" sagte Zacharia nun, sie habe sich vor ihren Auftritten als Fernsehkommentatorin erkundigt, wie sie sich bezeichnen dürfe. Ihr sei geraten worden, unter anderem den Begriff "attorney" nicht zu verwenden, "lawyer" sei dagegen in Ordnung. Beide englischen Begriffe werden im allgemeinen US-Sprachgebrauch weitgehend gleichbedeutend für Anwälte verwendet.
Die "New York Times" hatte Zacharia auch zu ihrer irritierenden Antwort auf eine Reporterfrage angesprochen. Sie war gefragt worden, in welchem US-Bundesstaat sie die Anwaltsprüfung bestanden habe. Sie antwortete: "Als ich nach China zog." Der Zeitung erklärte sie, sie habe die Frage wegen des Lärms des Präsidentenhubschraubers missverstanden.

