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Der Tag"False Flag" in Magdeburg? Lauterbach wirft Merz Verschwörungserzählung vor

08.10.2026, 22:11 Uhr

SPD-Politiker Karl Lauterbach hat Bundeskanzler Friedrich Merz vorgeworfen, mit seinen Äußerungen zur Wahl des AfD-Landtagspräsidenten in Sachsen-Anhalt eine Verschwörungstheorie zu verbreiten. Im "Spiegel"-Spitzengespräch mit Markus Feldenkirchen bezeichnete der Politiker des Koalitionspartners SPD die Vermutung des Kanzlers, die Wahl könnte eine "False-Flag"-Aktion gewesen sein, als Ablenkungsmanöver: "Jeder weiß, dass es die Unionsleute gewesen sind. Und wir tun so, als wenn es eine offene Sache gewesen wäre. Das ist eine Verschwörungstheorie." Auch die Grünenpolitikerin Ricarda Lang kritisierte die Reaktion des Kanzlers. "Das ist die komplette Verantwortungsverweigerung", sagte sie im "Spiegel"-Talk. "Merz warnt vor voreiligen Schlussfolgerungen, um anschließend selbst die dümmst mögliche Schlussfolgerung als These in den Raum zu stellen."

Neue Nahrung erhält die Überzeugung, die Stimmen sind aus der CDU gekommen, durch Nachfragen des "Focus". Der hatte CDU-Abgeordnete kontaktiert und nach ihrem Abstimmungsverhalten befragt. Dabei sagten gleich neun CDU-Abgeordnete, sie hätte sich bei der Wahl von Tobias Rausch zum Landtagspräsidenten der Stimmen enthalten. Tatsächlich gab es aber nur fünf Enthaltungen. Da noch nicht alle CDU-Abgeordneten auf die Anfrage geantwortet haben, kommt der "Focus" zu dem Ergebnis: Mindestens vier CDU-Parlamentarier sagen die Unwahrheit.

Quelle: ntv.de