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Der Tag "Fehler gemacht": Säule mit Holocaust-Asche verhüllt

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Am Montag hatte das Künstlerkollektiv "Zentrum für politische Schönheit" (ZPS) vor dem Reichstagsgebäude in Berlin eine sogenannte Gedenkstätte errichtet - ein Teil davon ist eine Stahlsäule, die angeblich Asche von Opfern der Massenmorde der Nazis enthält.

Daran gab es von jüdischer Seite viel Kritik. Der Zentralrat der Juden hatte die Aktion als unseriös bezeichnet. Die Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem bat das ZPS, "verantwortungsbewusst zu handeln und die Erinnerung an die Opfer des Holocaust sowie an die Überlebenden zu respektieren, die die Gräuel dieser Ära ertragen haben".

Nun hat sich das Kollektiv entschuldigt. "Wir wollen bei Betroffenen, Angehörigen und Hinterbliebenen aufrichtig um Entschuldigung bitten, die wir in ihren Gefühlen verletzt haben", heißt es in einem Statement unter der Überschrift "Wir haben Fehler gemacht".

Als erste Konsequenz werde das Kernstück der Säule im Regierungsviertel verhüllt, um dem Eindruck der "Zurschaustellung" zu begegnen. Außerdem solle der für Samstagnachmittag angekündigte sogenannte Zapfenstreich abgesagt werden.

Quelle: n-tv.de