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Der TagHaitis Präsidentenwitwe meldet sich nach Attentat zu Wort

10.07.2021, 19:38 Uhr

Haitis Staatschef Jovenel Moïse ist in der Nacht zum Mittwoch in seiner Residenz überfallen und erschossen worden. Nach Angaben der Polizei führten 28 ausländische Söldner, die sich als Anti-Drogen-Agenten der USA ausgaben, den Mord aus: 26 Kolumbianer und zwei US-Amerikaner haitianischer Herkunft.

Seine Ehefrau Martine Moïse wurde bei dem Angriff schwer verletzt und zur Behandlung in die US-Stadt Miami gebracht. Nun hat sich die First Lady erstmals nach dem Mord an ihrem Ehemann zu Wort gemeldet.

Sie sei Gott sei Dank am Leben, sagte sie in einer Audio-Botschaft, die über ihr Twitter-Konto veröffentlicht wurde. Söldner hätten ihr aber ihren Mann nach 25 gemeinsamen Jahren in einem einzigen Augenblick genommen.

Ihr Mann sei ermordet worden, weil er für Straßen, Wasser, Strom und ein Verfassungsreferendum gekämpft habe, sagte die Witwe in der haitianischen Amtssprache Kreol. Nun wollten andere Söldner seine Ideen und Träume töten. Sie rief dazu auf, den Präsidenten nicht ein zweites Mal sterben zu lassen.

Quelle: ntv.de