Der TagHersteller der Weck-Gläser ist insolvent

In vielen Kellern und Vorratsräumen sind sie zu finden: Einkochgläser. Die wohl bekanntesten dieser Behälter stammen von der Firma Weck. Mit Erdbeer-Logo, Markenname und orangefarbenem Dichtring sind sie zum Symbol für das Einkochen von Lebensmitteln geworden. Der Begriff "Einwecken" steht sogar im Duden. Nun hat das Unternehmen aus dem Süden Baden-Württembergs Insolvenz angemeldet. Das teilte eine Sprecherin der Weck-Gruppe mit. Das Traditionsunternehmen will sich demzufolge im Insolvenzverfahren neu strukturieren. Konkret geht es um die Muttergesellschaft J. Weck GmbH und Co. KG mit Sitz in der Stadt Wehr und die Tochterfirma Weck Glaswerk GmbH mit einem Produktionsstandort in Bonn.
Beide Verfahren wurden nach Angaben des Amtsgerichts Karlsruhe am Montag eröffnet. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde der Freiburger Rechtsanwalt Thilo Braun bestellt. In Südbaden sind die Verwaltung, der Vertrieb und das Verlagsgeschäft der Gruppe angesiedelt. 115 Menschen arbeiten dort. Das Glaswerk in Bonn beschäftigt 260 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Das Geschäft läuft nach Angaben von Insolvenzverwalter Braun unvermindert weiter. Löhne und Gehälter der Angestellten seien bis einschließlich August über das Insolvenzgeld gedeckt, hieß es.