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Der TagInformant führt deutsche Finanzermittler zu fast 400 Verdachtsfällen in Steueroasen

19.10.2026, 06:14 Uhr

Der Datenträger eines Informanten zu Offshore-Steueroasen führt deutsche Finanzermittler zu 398 Verdachtsfällen. Ob und wie viele Steuern hinterzogen wurden, wird nun geprüft. Nordrhein-Westfalens Landesamt zur Bekämpfung der Finanzkriminalität hatte die Kundendaten zu Offshore-Dienstleistern Ende 2025 von dem Informanten aufgekauft. Die Daten stammen von Offshore-Dienstleistern auf den Cayman Islands, in Dubai, Hongkong, Mauritius, Panama, Singapur und Zypern. "Die Firmen boten ihren Kundinnen und Kunden an, Auslandsgesellschaften in Niedrigsteuergebieten zu gründen", heißt es vom Finanzministerium in NRW. Der Verdacht: "Mit Hilfe dieser Strukturen sollte Vermögen vor dem deutschen Fiskus verschleiert und Steuerpflichten umgangen werden." Wer Einkünfte bisher verschwiegen hat, "sollte die Möglichkeit einer Selbstanzeige ernsthaft prüfen", sagt NRW-Finanzminister Marcus Optendrenk.  

Quelle: ntv.de