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Der TagIschinger: "Nabelschnur" zu USA nicht durchtrennen

29.05.2017, 07:28 Uhr

Das Verhältnis der USA zu Europa ist schwierig geworden mit dem Amtsantritt von Präsident Trump. Es sei Zeit, sich vom transatlantischen Partner vorsichtig zu emanzipieren - nicht nur Kanzlerin Merkel sieht das so:

  • "Die Zeiten, in denen wir uns auf andere völlig verlassen konnten, die sind ein Stück vorbei, das habe ich in den letzten Tagen erlebt. Aber wir müssen wissen, wir müssen selber für unser Schicksal kämpfen", sagt Wolfgang Ischinger, Chef der Münchener Sicherheitskonferenz, der "Bild"-Zeitung.

  • Und weiter: "Das bedeutet freilich zweierlei: Zum einen werden wir die Sicherheit Europas nicht weiterhin einfach an die USA auslagern dürfen, müssen also mehr für Sicherheit und Verteidigung ausgeben und die EU zum Sicherheitsprovider ausbauen."

  • Es sei jedoch falsch, "jetzt denen zu folgen, die die transatlantische Nabelschnur am liebsten gleich ganz durchtrennen möchten. Auch wenn’s sehr ärgerlich wird – wir Europäer können alle unsere globalen Ziele leichter durchsetzen, wenn wir sie gemeinsam mit den USA vertreten."

Die europäische Neuorientierung hat auch meinen Kollegen Hubertus Volmer beschäftigt. Lesen Sie hier seinen Kommentar zu dem Thema.