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Der TagIsraelische Armee nimmt jüdischen Kandidaten für US-Kongress fest

21.10.2026, 16:30 Uhr

Ein demokratischer Kandidat für das US-Repräsentantenhaus aus New York, Brad Lander, ist offenbar zeitweise von der israelischen Armee im Westjordanland gefangen genommen worden. "Ich wurde zusammen mit einer Gruppe von Rabbinern und Freiwilligen von der IDF festgenommen", schrieb Lander auf X. "Wir haben lediglich in einem Olivenhain in der Nähe von Nehalim im Westjordanland Oliven geerntet. Die Besatzung ist nach internationalem Recht ein Verbrechen. Das Ernten von Oliven ist nach keinem mir bekannten Gesetz ein Verbrechen." Wenige Stunden später meldete sich Lander erneut auf X zu Wort und schrieb, dass er mittlerweile freigelassen worden sei. "Aber mehrere Dutzend Rabbiner (...) sitzen immer noch in Haft. Nur, weil sie Oliven geerntet haben. Sie sollten alle sofort freigelassen werden." Lander und weitere Freiwillige, darunter auch Israelis, befinden sich derzeit im Westjordanland, um Palästinenser bei der Olivenernte vor Siedlerangriffen zu schützen.

Der jüdische US-Politiker merkte an, dass Palästinenser "jeden Tag noch weit schlimmeren Konsequenzen ausgesetzt" seien. Diese Festnahmen durch israelische Soldaten seien ein weiterer Versuch, "das Recht der Palästinenser zu untergraben, ihre Olivenhaine zu ernten, auf ihren Straßen zu reisen und in ihren Häusern zu leben." Lander sprach von einem weiteren Element "staatlich geförderter ethnischer Säuberung". Die Gewalt israelischer Siedler gegen Palästinenser hat sich in den vergangenen Monaten verschärft. Angesichts der derzeit stattfindenden Olivenernte riefen UN-Menschenrechtsexperten Israel dazu auf, die palästinensischen Olivenbauern vor Übergriffen zu schützen. Im vergangenen Jahr hatte es UN-Angaben zufolge im Zusammenhang mit der Ernte 178 Angriffe von Siedlern auf 88 palästinensische Gemeinden gegeben - fast doppelt so viele wie 2024. Mehr als 6000 Bäume und Setzlinge wurden demnach "mutwillig beschädigt". Auch in diesem Herbst wurden palästinensische Olivenbauern und Erntehelfer bereits von bewaffneten Siedlern angegriffen.

Quelle: ntv.de