Der TagJüngere Menschen sehen Judenhass weniger als Problem

Die vergangenen Wochen haben erschreckend gezeigt, dass Antisemitismus nach wie vor in Deutschland präsent ist. Über die Gründe lässt sich streiten. Doch wie eine Umfrage nun ergeben hat, wird die Tragweite des Ganzen von den Generationen ganz unterschiedlich bewertet.
Das Meinungsforschungsinstituts YouGov hat in einer Online-Befragung ermittelt, dass junge im Gegensatz zu älteren Menschen Judenhass als nicht so gravierendes Problem empfinden.
Demnach halten 42 Prozent der 18- bis 24-Jährigen Antisemitismus für ein ernstes oder sehr ernstes gesellschaftliches Problem - im Durchschnitt sind es aber 61 Prozent und unter den älteren Befragten ab 65 Jahren sogar 68 Prozent.
Umgekehrt halten 40 Prozent der jungen Befragten Antisemitismus für kein oder nur ein geringes Problem - im Schnitt aller 2000 Befragten sind es lediglich 27 Prozent und in der Gruppe der Älteren sogar nur 22 Prozent.
Was als antisemitisch gilt, wird sehr unterschiedlich bewertet. So halten drei Viertel aller Befragten Witze über den Holocaust für antisemitisch. Allgemeine Witze über Juden findet nur noch knapp die Hälfte antisemitisch, allerdings ist auch dies eine Mehrheit (nicht oder eher nicht antisemitisch: 34 Prozent).
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