Der TagKeine Rückmeldung an Bundeswehr? Jungen Männern droht Bußgeld
Wer den Fragebogen zur Wehrerfassung nicht rechtzeitig ausfüllt, muss mit einem Bußgeldverfahren rechnen. Das Verteidigungsministerium leitet Ordnungswidrigkeitsverfahren gegen junge Männer ein, die den Fragebogen nicht fristgerecht beantwortet haben. Das teilt das von SPD-Politiker Boris Pistorius geführte Ministerium mit. Die Höhe des zu verhängenden Bußgelds kann bis zu 250 Euro betragen. Auch im Anschluss bestehe für wehrpflichtige Männer noch die Pflicht, den Fragebogen zu beantworten, heißt es.
Seit Januar werden junge Menschen ab 18 Jahren im Zuge der Neuregelung des freiwilligen Wehrdienstes von der Bundeswehr angeschrieben und nach ihrer Bereitschaft zu einem möglichen Wehrdienst gefragt. Männer müssen den Bogen binnen vier Wochen ausfüllen, Frauen können es freiwillig tun. Danach folgt ein Erinnerungsschreiben mit einer meist zweiwöchigen Frist. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums sind mit Stand 30. September 492.800 Briefe versandt worden. Davon gingen den Angaben zufolge 253.000 an Männer und 239.800 an Frauen. Rund 96 Prozent der Männer haben demnach innerhalb der Frist und der Nachfrist geantwortet.