Der TagKind stirbt nach heißem Bad - Mutter holte keinen Arzt

Eine 28-jährige Frau, deren kleine Tochter nach einem heißen Bad an Verbrühungen starb, ist wegen fahrlässiger Tötung durch Unterlassen verurteilt worden. Das Amtsgericht Greifswald verhängte eine Freiheitsstrafe von sechs Monaten, die für zwei Jahre zur Bewährung ausgesetzt wurde.
Die Frau ist nach Ansicht eines psychiatrischen Gutachters wegen einer leichten Intelligenzminderung nicht in der Lage, ein Kind alleine zu versorgen.
Einem Bericht des "Nordkuriers" zufolge soll die Frau ihre Tochter im Oktober 2018 in Wolgast so heiß gebadet haben, dass sie Verbrühungen zweiten Grades an Beinen und Gesäß erlitt. Vor Gericht sagte die Frau demnach, sie habe vergessen, das Wasser zu testen „wie andere Muttis”.
Laut Anklage waren 28 Prozent der Körperoberfläche betroffen. Offenbar aus Angst vor Konsequenzen des Jugendamts hatte die Frau keinen Arzt geholt. Am nächsten Morgen lag das Kind tot im Bett.