Der TagMasern: US-Bundesstaat ruft Notstand aus
New York zieht die Notbremse: Wegen steigender Zahlen von Maserninfektionen in ländlichen Gebieten des US-Bundesstaates hat Gouverneurin Kathy Hochul den Notstand ausgerufen. Dies ermögliche dem Bundesstaat, schneller auf den Ausbruch zu reagieren und gestatte medizinischem Fachpersonal, zusätzliche Maßnahmen zu ergreifen, um mehr Einwohner New Yorks bei Bedarf impfen und testen zu lassen, hieß es in einer Mitteilung. Unter anderem kann mit dieser Exekutivorder der Kreis derjenigen ausgeweitet werden, die eine Impfung verabreichen dürfen, etwa auf Rettungskräfte und Apotheker. "Niemand sollte durch eine durch Impfung vermeidbare Krankheit schwer erkranken oder sterben", sagte Hochul. "Deshalb habe ich Maßnahmen ergriffen, um die Zahl der medizinischen Fachkräfte zu erhöhen, die Impfungen und Tests durchführen können."
Bis 3. Oktober wurden der Mitteilung zufolge seit Jahresbeginn insgesamt 108 Masernfälle im Bundesstaat New York verzeichnet - sieben davon in der Millionenstadt New York City und 101 im übrigen Gebiet. Zugleich steigen USA-weit und auch global die Fallzahlen, wie es weiter heißt. Der von US-Präsident Donald Trump ernannte Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. steht schon seit geraumer Zeit in der Kritik. Er hatte immer wieder Zweifel an der Sinnhaftigkeit von Impfungen geäußert.