Der TagMehr als 2100 Tote in Dutertes Drogenkrieg
Auf den Philippinen lässt sich zurzeit besichtigen, was passiert, wenn ein Präsident einfache Lösungen verspricht. Staatschef Rodrigo Duterte versprach die Kriminalität binnen eines Jahres verschwinden zu lassen. Das bevorzugte Mittel: Gewalt. Schon 2157 mutmaßliche Drogendealer und -Konsumenten fielen seinem Feldzug zum Opfer, heißt es in einer Bilanz der Sicherheitskräfte. Zudem seien seit seinem Amtsantritt am 1. Juli rund 42.500 Verdächtige festgenommen worden, hieß es. Etwa 980.000 Drogendealer und -Nutzer hätten sich überdies gestellt. Die Polizei zählte auch mehr als 3000 sogenannte außergerichtliche Tötungen mit möglicher Verbindung zum Drogenmilieu. Das Töten dürfte noch eine Weile weitergehen: Duterte hat mittlerweile angekündigt, seine Antidrogenkampagne noch ein weiteres halbes Jahr fortzuführen.