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Der TagMutmaßliche Gruppenvergewaltigung: Druck auf Eliteuni wird größer

06.10.2026, 07:06 Uhr

Wurde eine Studentin der US-Eliteuniversität Cornell im Oktober 2024 unter Drogen gesetzt und von mehreren Mitgliedern einer Studentenverbindung vergewaltigt? Diese Frage treibt derzeit die US-Öffentlichkeit um. Inzwischen verschärfen sich auch die Reaktionen auf den Umgang der Hochschule mit dem Fall. Mehrere Medien berichteten von eingeschlagenen Fensterscheiben und Graffiti an den Wänden eines Gebäudes auf dem Campus, die der Universität vorwerfen, Vergewaltiger zu schützen. "Wir verstehen die Frustration und die starken Emotionen in unserer Universitätsgemeinschaft. Diese Bedenken verdienen Gehör, doch Sachbeschädigung ist nicht die Lösung", hieß es in einer Mitteilung der Cornell.

Die Polizei der Universität hatte im November 2024 mit der Untersuchung des Vorfalls begonnen und schriftlich festgehalten, dass die Frau, die nur unter dem Pseudonym Jane Doe bekannt ist, kürzlich in dem Haus einer Verbindung namens Chi Phi von mehreren Männern vergewaltigt worden sei. Die "New York Times" hat die Unterlagen der Universitätsuntersuchung des Falles ausgewertet. Demnach wurden zwei Beschuldigte der Universität verwiesen, zwei suspendiert und mit Disziplinarmaßnahmen auf Bewährung belegt, ein Beschuldigter wurde zur Persona non grata erklärt. Zwei Männer hätten Kontaktverbote erhalten, "Schulungsmodule" absolvieren und "Reflexionspapiere" schreiben müssen. Die Unterlagen stellen demnach auch fest, dass die Männer per Chat im Haus dazu aufriefen, sich am Sex mit der Frau zu beteiligen, und dass sie zum Drogenkonsum gezwungen wurde. Strafrechtliche Konsequenzen gab es dafür allerdings nicht. Nach einer neuen Zivilklage und wachsender öffentlicher Kritik wird der Fall inzwischen von New Yorks Generalstaatsanwältin Letitia James untersucht.

Quelle: ntv.de