Der TagMutmaßliches Vergewaltigungsopfer hatte Schlaftabletten genommen - Høiby spricht von "Blackout"
Im Vergewaltigungsprozess gegen den Sohn von Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit hat eine dritte Frau ausgesagt. Mit den Tränen kämpfend, versuchte sie sich vor Gericht in Oslo an den Morgen des 24. März 2024 zu erinnern, nachdem sie Marius Borg Høiby nach einer Party zu sich nach Hause eingeladen hatte. Sie sei betrunken gewesen und habe unter dem Einfluss von Schlaftabletten gestanden, als es zu nicht einvernehmlichem Sex gekommen sei, schilderte sie. Høiby soll die Genitalien der Frau berührt haben, als sie sich nicht wehren konnte, und sie ohne ihr Einverständnis gefilmt haben, wofür er in einem weiteren Punkt angeklagt ist. "Ich wollte schlafen. Ich war sehr müde, unglaublich erschöpft, sehr betrunken", sagte das mutmaßliche Opfer vor Gericht. "Ich konnte kaum meine Augen offen halten." Sie habe die Schlaftabletten genommen, weil sie unter Schlaflosigkeit leide.
Høiby schilderte anschließend seine Version der Ereignisse. "Ich habe zu keinem Zeitpunkt gesehen, dass sie eingeschlafen war", sagte er und fügte allerdings hinzu, er habe einen "Blackout" gehabt und nur sehr vage Erinnerungen an den Abend. In den Stunden vor der Begegnung habe er Alkohol getrunken und Ketamin sowie Kokain genommen. Der 29-Jährige ist in 38 Punkten angeklagt, unter anderem soll er vier Frauen vergewaltigt haben, während diese schliefen oder bewusstlos waren. Ob die Frauen in der Lage waren, den Geschlechtsverkehr abzulehnen, ist eine zentrale Frage des Verfahrens. Zudem soll Høiby mehrere Ex-Freundinnen körperlich und psychisch misshandelt haben. Ihm drohen bis zu 16 Jahre Haft.