Der TagMyanmar wirft Bomben an der Grenze zu Thailand ab
"Es war, als würde es Bomben vom Himmel regnen. Wir hatten solche Angst": Im Krisenland Myanmar hat die Militärjunta mit schweren Luftangriffen auf die Übernahme der wichtigen Handelsstadt Myawaddy durch Rebellengruppen reagiert. Seit Freitag habe die Armee über der Stadt an der Grenze zu Thailand mindestens 130 Bomben abgeworfen, berichteten Mitglieder des bewaffneten Flügels der KNLA (Karen National Liberation Army) und lokale Medien übereinstimmend. Dabei sollen unbestätigten Berichten zufolge mindestens zehn Zivilisten ums Leben gekommen sein.
Da Luftangriffe aber auch entlegene Dörfer nahe Myawaddy getroffen hätten, sei die genaue Zahl der Todesopfer bisher unklar, sagte eine 25-Jährige, die Flüchtlingen auf der thailändischen Seite hilft. Nach Angaben des thailändischen Außenministers Parnpree Bahiddha-nukara sind seit dem Wochenende rund 3000 weitere Menschen in die Grenzstadt Mae Sot im Nachbarland geflohen.