Der Tag

Der TagNach Hooligan-Überfall: Kritik an Verfassungsschutz

12.01.2016, 15:04 Uhr

In Leipzig-Connewitz randalierten gestern Hunderte Hooligans. Nun gibt es Kritik am sächsischen Verfassungsschutz:

  • "Wie kann es sein, dass ein Mob von 250 gewaltbereiten Nazis Connewitz zerstört, ohne dass der Verfassungsschutz vor dieser rechten Gefahr warnt?", sagt die sächsische SPD-Generalsekretärin Daniela Kolbe.

  • Rechtsextreme hätten im Vorfeld bundesweit massiv mobilisiert - und der Verfassungsschutz wolle davon nichts gemerkt haben, fügt sie an.

  • Die Grünen-Fraktion im Landtag forderte zuvor bereits den Rücktritt von Verfassungsschutzpräsident Gordian Meyer-Plath.

Hier gibt's die ausführliche Meldung. Die Hooligans zerstörten am Montagabend ganze Geschäfte.

Ergänzung: Der sächsische Verfassungsschutz weist die Vorwürfe zurück. Der Landes-Verfassungsschutz habe die Polizei bereits am Freitag informiert, dass aufgrund der Mobilisierungsaufrufe "mit der Teilnahme von zahlreichen Rechtsextremisten, insbesondere aus dem subkulturellen, gewaltbereiten Milieu und der Hooligan-Szene zu rechnen" sei, sagt ein Sprecher.

Quelle: ntv.de