Der TagNach Hooligan-Überfall: Kritik an Verfassungsschutz
In Leipzig-Connewitz randalierten gestern Hunderte Hooligans. Nun gibt es Kritik am sächsischen Verfassungsschutz:
"Wie kann es sein, dass ein Mob von 250 gewaltbereiten Nazis Connewitz zerstört, ohne dass der Verfassungsschutz vor dieser rechten Gefahr warnt?", sagt die sächsische SPD-Generalsekretärin Daniela Kolbe.
Rechtsextreme hätten im Vorfeld bundesweit massiv mobilisiert - und der Verfassungsschutz wolle davon nichts gemerkt haben, fügt sie an.
Die Grünen-Fraktion im Landtag forderte zuvor bereits den Rücktritt von Verfassungsschutzpräsident Gordian Meyer-Plath.
Hier gibt's die ausführliche Meldung. Die Hooligans zerstörten am Montagabend ganze Geschäfte.
Ergänzung: Der sächsische Verfassungsschutz weist die Vorwürfe zurück. Der Landes-Verfassungsschutz habe die Polizei bereits am Freitag informiert, dass aufgrund der Mobilisierungsaufrufe "mit der Teilnahme von zahlreichen Rechtsextremisten, insbesondere aus dem subkulturellen, gewaltbereiten Milieu und der Hooligan-Szene zu rechnen" sei, sagt ein Sprecher.