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Der TagSPD-Politikerin fordert Auswertung gehackter E-Mails für AfD-Verbotsverfahren

22.10.2026, 05:58 Uhr

Die SPD-Bundestagsabgeordnete Carmen Wegge will die bei einem Hackerangriff auf die AfD erbeuteten internen E-Mails für ein mögliches Verbotsverfahren der Partei auswerten lassen. "Die bisher bekannten Inhalte der AfD-Leaks sind verachtenswert", sagte die Sprecherin der parlamentarischen Linken der SPD der "Augsburger Allgemeine". "Die AfD-Leaks müssen deshalb auch mit Blick auf ein mögliches Verbotsverfahren ausgewertet werden", forderte sie. Die Juristin spricht sich schon länger für ein Verbotsverfahren aus. Aus ihrer Sicht könnten die geleakten E-Mails "wichtige zusätzliche Erkenntnisse liefern und das Gesamtbild ergänzen, das sich aus den bisherigen Belegen ergibt".

Bei einem Hackerangriff auf einen Dienstleister der AfD sind nach Angaben der Partei Daten aus mehreren E-Mail-Postfächern abgegriffen worden. Wie die Bundespartei in Berlin erklärte, wurden zwar "nur wenige Mail-Postfächer" rechtswidrig kopiert. Dabei seien jedoch "große Datenmengen abgeflossen". Die meisten der betroffenen Postfächer sind demnach seit Jahren nicht mehr genutzt worden. Aktuelle Postfächer des AfD-Bundesverbands seien nicht betroffen.

Quelle: ntv.de