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Der TagStaatsanwaltschaft: Messerangreifer wählte Mitarbeiterin zufällig aus

12.08.2022, 16:51 Uhr

Der Messerangriff auf eine Mitarbeiterin des Wuppertaler Ausländeramtes traf die Frau wohl eher zufällig. Sie hatte mit dem Angreifer nach bisherigen Erkenntnissen nicht zu tun. Der Groll des Verdächtigen dürfte eher einer anderen Behörde gegolten haben. "Soweit wir wissen, war sie nicht die für den Verdächtigen zuständige Sachbearbeiterin", sagte ein Sprecher der Wuppertaler Staatsanwaltschaft. Der Tat seien "Uneinigkeiten" des Mannes mit dem im selben Haus ansässigen Jobcenter über den Leistungsbezug vorangegangen.

Der 20-jährige Syrer wurde einem Haftrichter vorgeführt, der Untersuchungshaft wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung gegen ihn verhängte. Ausschlaggebend dafür seien Flucht- und Wiederholungsgefahr gewesen. Bei seiner Vorführung habe sich der 20-Jährige weiterhin weder zur Tat noch zu seinem Motiv geäußert. Es gebe aus seiner Akte "gewisse Anhaltspunkte für eine psychische Erkrankung", sagte der Staatsanwalt. Diese reichten für die Annahme der Schuldunfähigkeit und eine Unterbringung in einer Psychiatrie aber nicht aus.

Quelle: ntv.de