Der TagTed Cruz schmeißt Wahlkampfsprecher raus
Ein "schwerer Beurteilungsfehler" kostet den Sprecher von US-Präsidentschaftsbewerber Ted Cruz, Rick Tyler, seinen Job. Mit diesen Worten begründete der erzkonservative texanische Senator zumindest dessen Rausschmiss. Was ist passiert?
Auf seiner Facebook-Seite hatte Tyler einen Artikel aus einer Studentenzeitung geteilt, in dem behauptet wurde, Cruz' Konkurrent Marco Rubio habe sich abfällig über die Bibel geäußert - für einen republikanischen Politiker mit das Schlimmste, was man tun kann. Tyler stellte auch ein Video online, das die Aussage (angeblicher O-Ton: "In der Bibel stehen nicht viele Antworten.") beweisen sollte. Doch zu verstehen war kaum etwas.
Später löschte Tyler den Post und entschuldigte sich bei Rubio für die "falsche" Geschichte. Cruz entließ ihn trotzdem. Selbst wenn die Geschichte über Rubio wahr gewesen wäre, "stellt unser Wahlkampf-Team nicht den Glauben eines anderen Kandidaten in Frage", versicherte er.
Rubio erklärte später, er habe gesagt: "In der Bibel stehen alle Antworten." Das genaue Gegenteil also.
Ted Cruz ist ebenso ein "Anti-Establishment"-Kandidat wie Donald Trump. Hubertus Volmer hat neulich für n-tv.de erklärt, warum man Cruz aber noch mehr fürchten sollte als Trump.