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Der TagUSA sollen für Atomtests auf Marshallinseln Entschädigung zahlen

01.10.2026, 19:37 Uhr

Das UN-Menschenrechtsbüro hat die USA aufgefordert, die Marshallinseln für Atomtests in den Jahren 1946 bis 1958 zu entschädigen. Washington müsse anerkennen, dass es "noch keine vollständige und gerechte Regelung" der Forderungen im Zusammenhang mit dem Atomprogramm gegeben habe, hieß es in einem Bericht an den UN-Menschenrechtsrat in Genf. Die USA müssten umfassende und wirksame Hilfe für die betroffenen Bewohnerinnen und Bewohner bereitstellen. Gleichzeitig müssten sämtliche Informationen über die Tests offengelegt und für alle zugänglich gemacht werden. Ob das unter einem Präsidenten Donald Trump geschieht, darf bezweifelt werden.

Die im Zweiten Weltkrieg von den USA besetzten Marshallinseln im Pazifischen Ozean waren zwischen 1946 und 1958 Schauplatz von 67 US-Atomtests. Laut einem UN-Bericht war die Gesamtexplosionskraft der Tests exakt 7232-mal so stark wie die der auf das japanische Hiroshima abgeworfenen Atombombe. Die Umwelt- und Gesundheitsfolgen sind für die etwa 37.000 Inselbewohner bis heute zu spüren. Für die Menschen gehöre "diese Geschichte nicht der Vergangenheit an", sagte die stellvertretende UN-Menschenrechts-Chefin Awa Dabo vor dem Menschenrechtsrat. "Sie lebt weiter in Körpern und Familien, in vergiftetem Land und vertriebenen Gemeinschaften."

Quelle: ntv.de