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Der TagUnternehmer muss Hitlers-Bronze-Pferde abgeben

26.07.2021, 20:45 Uhr
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Die beiden Bronzepferde wurden 2015 bei einer Razzia wiederentdeckt. (Foto: picture alliance / dpa)

Es ist offiziell: Hitlers-Bronze-Pferde gehen nun in den Besitz des Bundes. Einst standen die übergroßen "Schreitenden Pferde" des Bildhauers Josef Thorak vor der Reichskanzlei Adolf Hitlers in Berlin. Dann gingen sie in den Besitz der sowjetischen Armee über, bevor sie für viele Jahre als verschollen galten. 2015 tauchen sie bei einer Razzia wegen des Verdachts der Hehlerei in der Pfalz bei einem Unternehmer wieder auf. Der Vorwurf gegen ihn: Er soll Ende der 1980er-Jahre die Skulptur vom Lieblingsbildhauer des Führers aus der DDR in den Westen geschmuggelt haben. Seitdem herrschte ein Rechtsstreit um die NS-Kunst zwischen der Bundesrepublik und dem Pfälzer Unternehmer, der erklärte, dass er die Werke rechtmäßig gekauft hatte. Die Bundesrepublik wiederum hatte die Herausgabe der Bronze-Pferde und weiterer Bronzeskulpturen, darunter Werke von NS-Bildhauer Arno Breker und Fritz Klimsch, verlangt. Sie berief sich darauf, dass diese durch den Einigungsvertrag der Wiedervereinigung ihr Eigentum geworden seien.

Beim nun außergerichtlichen Vergleich wurde vereinbart, dass der Mann die "Schreitenden Pferde" an die Bundesrepublik herausgibt, die restlichen Skulpturen aber bei ihm verbleiben. Das tonnenschwere Kunstwerk soll bald ausgestellt werden.

Quelle: ntv.de