Der TagVerkauf von Hotel Adlon ist vorerst geplatzt
Das Luxushotel Adlon in Berlin kann vorerst nicht verkauft werden. Bei einer Abstimmung unter den Gesellschaftern kam die für den Verkauf notwendige Mehrheit nicht zustande. Laut der Immobiliengesellschaft Jagdfeld stimmten zwar 86 Prozent der Gesellschafter des Adlon-Fonds für den Verkauf, sie halten aber nur 71,04 Prozent. Benötigt wird eine Kapitalmehrheit von 75 Prozent. Die Jagdfeld-Gruppe managt den Fonds, dem das Hotel gehört.
Der Immobiliengesellschaft zufolge sind 99 Prozent der Gesellschafter Kleinanleger. In den vergangenen Jahren hätten sich aber "professionelle Zweitmarktinvestoren eingekauft, die Anteile im Umfang von nominal rund 35 Millionen Euro zu niedrigen Kursen erwarben, was jetzt den Ausschlag gab". Daneben seien einzelne Sparkassen und institutionelle Anleger beteiligt.
Vom Tisch ist der Verkauf aber offenbar nicht. Der Gründer des Adlon-Fonds, Anno August Jagdfeld, betont, die Zustimmung von 86 Prozent der Gesellschafter sei "ein überwältigendes Mandat, jetzt nochmals den Verkauf anzugehen". Die oft achtzigjährigen Kleinanleger der ersten Stunde hätten "das Adlon mitaufgebaut und sollen ebenfalls einen fairen Preis bekommen.