Wirtschaft

"Frei und aus eigenen Stücken"Berliner Luxushotel "Adlon" steht zum Verkauf

04.08.2026, 14:51 Uhr
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Für eine dreistellige Millionensumme ist das "Adlon" zu haben. (Foto: picture alliance / Eibner-Pressefoto)

In der Hauptstadt soll das neben dem Brandenburger Tor stehende Luxushotel "Adlon" verkauft werden. Eine Immobiliengesellschaft will mit dem Schritt mindestens 280 Millionen Euro für ihre Anleger einnehmen. Für die Gäste könnte das am Ende gar keine Änderungen mit sich bringen.

Die Immobiliengesellschaft Jagdfeld will das legendäre Hotel "Adlon" am Pariser Platz in Berlin, in direkter Nachbarschaft des Brandenburger Tores, für mindestens 280 Millionen Euro verkaufen, braucht dafür aber die Zustimmung der Anleger. Das Hotel ist einem Bericht der "Immobilien-Zeitung" (IZ) zufolge Teil eines Fonds, dem sogenannten Fundus-Fonds 31, der von der Jagdfeld-Gruppe gemanagt wird.

Der Konzern bestätigte den Vorgang auf Anfrage. Demnach gehört der Fonds und damit das "Adlon" rund 4000 Eigentümern, überwiegend Privatanleger, die in einem Lebensalter seien, in dem sie sich von ihren Anteilen trennen wollten.

"Mit dem angestrebten Verkauf kommen wir dem Wunsch der Anlegerinnen und Anleger am besten nach und sind so in der Lage, den höchstmöglichen Preis zu erzielen", teilte die Gruppe weiter mit. Die Fondsgesellschaft sei in der komfortablen Position, "frei und aus eigenen Stücken diesen Weg gehen und Deutschlands berühmtestes Hotel in neue Hände geben zu können".

Den Gesellschaftern wurde dem IZ-Bericht zufolge eine Liquidation des Fonds mit einem Mindestverkaufspreis von 280 Millionen Euro vorgeschlagen. Die Abstimmung läuft demnach bereits und braucht eine Mehrheit von 75 Prozent der abgegebenen Stimmen. Sollte eine Entscheidung für den Verkauf fallen, werde ein strukturiertes Bieterverfahren mit einem internationalen Makler durchgeführt, heißt es in dem Bericht weiter.

Für Gäste des "Adlon" ändert sich durch einen möglichen Verkauf vorerst nichts. Mit dem Hotelbetreiber Kempinski besteht der Jagdfeld-Gruppe zufolge ein Pachtvertrag bis Ende 2032.

Quelle: ntv.de, lme/dpa

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