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Der TagWillem-Alexander erschüttert: Oranje-Fürsten verdienten enorme Summe an Kolonien und Sklaverei

02.10.2026, 16:54 Uhr

Für den heutigen König Willem-Alexander sind die Ergebnisse "erschütternd und konfrontierend": Das niederländische Königshaus ist einer Studie zufolge über Jahrhunderte eine große Stütze des Kolonialismus gewesen und hat daran auch viel Geld verdient. Das Haus Oranien-Nassau stand demnach auch völlig hinter der Sklaverei. Die umfassende historische Untersuchung wurde in Leiden im Beisein von Willem-Alexander präsentiert. Der König hatte selbst den Auftrag zu der Studie gegeben.

Bis Mitte des 20. Jahrhunderts hatten die Oranje-Fürsten den Historikern zufolge keinerlei Bedenken und Kritik am Kolonialismus gehabt. "All diese Oranier hielten koloniale Kriegführung und die gewaltsame Unterdrückung von Aufständen für unvermeidlich und gerechtfertigt." Es habe auch keine Einwände gegen Menschenhandel und Sklaverei gegeben, sagte der leitende Historiker Gert Oostindie. Die Oranier hatten der Studie zufolge umgerechnet fast 576 Millionen Euro am Kolonialismus verdient, vor allem durch die ehemalige Kolonie Niederländisch-Indien - das heutige Indonesien, dessen Souveränität 1949 durch die Niederlande anerkannt wurde. Am Sklavenhandel selbst hätten die Monarchen zwar kaum etwas verdient. Sie hätten das aber gewollt und auch investiert, allerdings ohne Erfolg. Erst unter Königin Juliana (1948-1980), der Großmutter des heutigen Königs, wandelte sich die Haltung langsam.

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König Willem-Alexander mit Historiker Gert Oostindie: Der Monarch bekräftigte die Notwendigkeit, sich der Vergangenheit ehrlich zu stellen. (Foto: IMAGO/PPE)

Quelle: ntv.de