Der TagZwei Giftspritzen überlebt: Christa Pike nach Hinrichtungsversuch in kritischem Zustand
Die wegen Mordes zum Tode verurteilte Christa Pike hat zwar die Verabreichung von gleich zwei Giftspritzen überlebt, sie befindet sich nach dem gescheiterten Hinrichtungsversuch laut ihren Anwälten jedoch in kritischem Zustand. Sie erhalte eine lebensrettende Behandlung, eine genaue Prognose für ihren Gesundheitszustand gebe es bislang nicht, sagte ihr Anwalt Randy Spivey bei einer Pressekonferenz. Die Verteidigung forderte Tennessees Gouverneur Bill Lee auf, Pikes Todesstrafe aufzuheben und sie stattdessen lebenslang in Haft zu lassen.
Die Anwälte berichteten von zahlreichen Problemen während der versuchten Hinrichtung. Demnach dauerte es etwa eine Stunde, die intravenösen Zugänge zu legen. Allein an Pikes linkem Arm habe er sieben Einstiche gezählt, so Spivey. Eine der verwendeten Nadeln sei beim Herausziehen offenbar verbogen gewesen. Während der Verabreichung der Medikamente habe sich ihr rechter Arm zunehmend violett verfärbt. Inzwischen gebe es nach Angaben der Verteidigung Blasen und Verbrennungen rund um die Einstichstellen. Spivey sagte zudem, er habe Pike nach der ersten Verabreichung noch sprechen und singen gehört.