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Der TagZweiter Fall von Lungenpest? Russland spielt Risiken herunter

07.10.2026, 18:31 Uhr

Nach Berichten über einen möglicherweise zweiten Lungenpest-Fall in Sibirien gerät Russland verstärkt unter Druck. WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus forderte die Führung in Moskau auf, "Licht in die Medienberichte über einen zweiten Mitarbeiter zu bringen, der an einer Lungenentzündung ungeklärter Ursache erkrankt ist". Auch die USA und die EU drängten auf Aufklärung. Die russische Gesundheitsbehörde erklärte, es gebe "keinerlei epidemische Risiken".

Nach dem Tod einer Wissenschaftlerin an einem Pest-Forschungszentrum in Sibirien haben die russischen Behörden die Reihenuntersuchungen möglicher Kontaktpersonen fast abgeschlossen. 90 Prozent der Personen unter Beobachtung seien untersucht worden, teilte die für Seuchenbekämpfung zuständige Behörde Rospotrebnadsor mit. Es seien keine Gesundheitsbeeinträchtigungen im Zusammenhang mit Infektionskrankheiten festgestellt worden, zitierte die staatliche Nachrichtenagentur Tass aus der Mitteilung. "Die Ergebnisse von fast 5000 Labortests haben keinerlei gefährliche pathogene (krankheitserregende) Mikroorganismen gezeigt", hieß es. Nicht gesagt wurde, wie viele mögliche Kontaktpersonen der gestorbenen Wissenschaftlerin untersucht wurden. In Presseberichten waren Zahlen bis zu 200 Personen genannt worden.

Quelle: ntv.de