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Der Sport-Tag 150 Strafminuten nach Prügelei: "Ist halt Play-Off-Hockey"

Ganz normales "Play-Off-Hockey" lieferten sich die Augsburg Panther und die Düsseldorfer EG.

Ganz normales "Play-Off-Hockey" lieferten sich die Augsburg Panther und die Düsseldorfer EG.

(Foto: imago images / Eibner)

Als gestern Abend das erste Viertelfinale der Play-offs zwischen den Augsburger Panthern und der Düsseldorfer EG um die deutsche Meisterschaft im Eishockey längst entschieden war, flogen die Fäuste. Die Bilanz: 150 Strafminuten. Die Beteiligten sehen die Strafenflut allerdings gelassen.

  • Nach einem unfairen Check von Patrick Buzas (Düsseldorf) gegen den Augsburger Patrick McNeill kam es zur wilden Prügelei. "Das ist dann halt auch Play-off-Hockey", sagte Christoph Ullmann, getreu dem Motto: ganz normale Härte. "Düsseldorf möchte natürlich nicht einfach seine Sachen packen und nach Hause fahren. Die wollen nochmal eine Duftmarke hinterlassen", erklärte der Stürmer: "Da wollten wir uns natürlich widersetzen. Das ist nix, worüber man großartig sprechen muss."
  • Die DEG, die für ihren Schnitt von 9,35 Strafminuten pro Spiel gerade erst die "Robert Müller Fairplay Trophy" und einen Scheck über 10.000 Euro für die Nachwuchsarbeit erhalten hatte, kommentierte das Treiben auf und neben dem Eis ziemlich trocken. "Die nächste Großprügelei", schrieb der Klub bei Twitter: "Diesmal die Bilanz: Keine Luft mehr auf der Strafbank. Sechs Düsseldorfer und vier Augsburger sitzen/stehen/hocken dort." Am Ende gab es 150 Strafminuten, 78 für Augsburg, 72 für Düsseldorf.
  • Von einer historischen "Bestleistung" waren beide Teams jedoch gemeinsam noch sehr weit entfernt. Der Negativrekord für Strafen während eines DEL-Spiels stammt aus der Saison 1997/98. In der Begegnung zwischen den Schwenninger Wild Wings und den Frankfurt Lions verhängten die Schiedsrichter 336 Minuten.

Matt White (11., 45.), McNeill (26.), Daniel Schmölz (33.), Simon Sezemsky (50., 56.) und Scott Valentine (53.) trafen vor 6139 Besuchern für den Tabellendritten, der in der Hauptrunde noch alle vier Spiele gegen Düsseldorf verloren hatte. Dass der rheinische Rivale Kölner Haie beim 2:6 gegen den ERC Ingolstadt ebenfalls böse unter die Räder kam, tröstete die Düsseldorfer kaum. "Man kann sagen, dass wir hingefallen sind. Aber das Wichtigste ist, dass wir wieder aufstehen", sagte DEG-Stürmer Alexander Barta bei MagentaSport. Und Ullmann meinte: "Wir wollen das Ganze nicht zu sehr hypen. Es geht wieder bei 0:0 los."

Quelle: n-tv.de