Der Sport-Tag"Unterirdisch": Auf Schalke brodelt es gewaltig
Nur 540 Bundesliga-Minuten nach der Rückkehr ist schon Schluss mit lustig bei Schalke 04. "Unterirdisch" fand Kapitän Kenan Karaman das Zweikampfverhalten bei der ernüchternden 0:1 (0:1)-Heimpleite gegen den FSV Mainz 05, Trainer Miron Muslic vermisste "die Basics", und Klublegende Youri Mulder machte sich "Sorgen". Der Aufstiegsrausch ist nach nur sechs Spielen verflogen, der Kater heftig. Auch im dritten Anlauf gelang kein Heimtor, die Stürmer haben noch immer nicht getroffen. Und mittendrin in der schwächsten Offensive der Liga: Edin Dzeko und die Frage, ob der Altstar noch gut genug ist.
"Er ist ein super Zielspieler, überragend in der Box", sagte Muslic über den 40-Jährigen, der nach einer Stunde ohne jegliche Bindung zum Spiel mit einer Platzwunde am Kopf ausgewechselt worden war, "aber wir müssen ihn auch in seine Stärken bringen." Als Dzeko draußen war, bäumte sich Schalke immerhin ein wenig gegen die dritte Saisonniederlage auf und kam zu den ersten Torchancen.
Womöglich wäre der ehemalige Bundesliga-Torschützenkönig als Joker in der Schlussphase wichtiger als in der Startelf, in der er zum zweiten Mal wirkungslos blieb. "Wenn man seine herausragende Qualität in den letzten Minuten braucht, dann gibt es vielleicht keinen Besseren", befand der einstige Eurofighter Mulder, inzwischen Profifußball-Direktor. Doch noch alarmierender als die Harmlosigkeit im Angriff fanden Karaman und Co. die fehlenden "Schalker" Qualitäten: "Intensiv", "aggressiv", "mutig" ließ Muslic bei seinem Amtsantritt im Sommer 2025 an die Wände im Profileistungszentrum pinseln. "Alle drei waren nicht da", sagte Mulder, "wir waren viel zu lieb."