Essen und Trinken

Ein weltkulturelles Kinderspiel Mousse von der geräucherten Lachsforelle

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Fast zu schön zum Aufessen, die Lachsforelle.

(Foto: imago images/imagebroker)

Matthias Steiner hat heute einen Vorschlag für uns, der in der hektischen Vorweihnachtszeit - und ja, wir befinden uns bereits mittendrin - gerade recht kommt. Etwas Einfaches zu essen - zumindest in der Zubereitung - und dennoch voller Raffinesse. Besser geht's nicht!

Es geht auf Weihnachten zu und da überschlagen sich ja gern alle mit pompösen, exaltierten, raffinierten, komplizierten und kapriziösen Rezepten. Schön, dass es ntv und mich gibt, denn ich rate Ihnen: Lassen Sie sich nicht wie die wilden Hühner in der Adventszeit aufscheuchen. Bleiben Sie, um im Bild zu bleiben, im Stall and keep it simple.

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Qualität und Frische, darauf kommt es an.

(Foto: xrichters)

Oder gehen Sie, das ist jetzt wieder ganz ernst gemeint, zur nächsten lokalen Forellenzucht. Gut, wir haben es hier im Schwarzwald damit besonders leicht, aber es dürfte sich überall in Deutschland ein vertrauensvoller Züchter oder Lieferant für eine schöne deutsche Lachsforelle finden. Und dann nur noch ein paar Handgriffe und -kniffe und Sie brillieren mit einer Vorspeise, die sehr elegant wirkt, aber nur wenig Knowhow braucht. Wie immer gehts um Qualität und Frische, aber ansonsten: ein Kinderspiel.

Meine Zucht, die auch einen kleinen Verkaufstresen hat, sich Baden-typisch "Forellen-Schlemmer-Lädele" nennt und gleich am Ortsausgang von Baden-Baden liegt, gibt es seit mehr als 140 Jahren. Witz am Rande: Deren Fisch ist natürlich frischer - so frisch, dass die Tiere eigentlich direkt aus dem Oosbach-Wasser (immerhin seit Sommer ein Wasser mit Weltkulturerbe-Status!) gefischt werden, wenn Sie das wollen.

Zutaten

600 g geräucherte Lachsforelle ohne Haut und Gräten
1/4 L Schlagrahm
500 g Frischkäse (Doppelrahmstufe)
1 Glas geriebener Meerrettich 300 g
Meer-Salz/schwarzer Pfeffer aus der Mühle
1 Bund Dill
1 Glas Apfelgelee 250 g
Beeren zur Deko ( Blaubeeren, Himbeeren)

Nicht so unsere Lachsforelle, denn die muss ja eh erst geräuchert werden, ehe ich sie zur zarten Mousse verarbeite. Aber aus einem Naturteich kommt auch sie, der gehört zu einer der ersten Forellenräuchereien Deutschlands. Und einigen wenigen ist sie sogar durchs Fernsehen bekannt. Allerdings, als dieses noch schwarz-weiß flimmerte. Es war die Urahnin der Serien oder Soaps in den 60ern: "Der Forellenhof" mit Hans Söhnker. Eine frühe Seifenoper, an die ich immer denke, wenn ich dort Saibling, Forelle oder Stremellachs kaufe. Es gibt da auch recht robuste Fisch-Frikadellen. Die empfehle ich gern bei einem Riesling-Kater zum Frühstück. Sie können da auch bestellen, das Schlemmer-Lädele ist zwar alt, aber es versendet bundesweit.

Da das Mousse zwar köstlich schmeckt, aber eher wenig beeindruckend aussieht, wird diese Vorspeise von mir besonders liebevoll und bunt dekoriert, aber auch das macht wirklich keinen Stress!

Keep it simple, keep it local, keep it cool, be Welterbe

Für: 6 bis 8 Personen

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Dazu ein leckeres, fast noch warmes Baguette!

(Foto: xrichters)

Zubereitungszeit: 1 Stunde / 1 Tag vorher

Die Lachsforellen-Filets gründlich von den Gräten und der Haut säubern und mit dem Frischkäse, der Sahne und mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt im Cutter zerkleinern, damit eine cremige Masse entsteht.

Über Nacht kalt stellen.

Am Serviertag den Dill zupfen und schneiden. Jeweils ein Sträußchen zur Deko behalten.

Das Apfelgelée leicht im Wasserbad erwärmen und mit dem Meerrettich vermengen.

Damit auf dem Teller einen sogenannten Spiegel streichen, den mit dem Dill bestreuen und mit einem heißen Esslöffel (Wasserbad) Nocken aus der kalten Fischmasse ausstechen.

Mit dem Dillsträußchen und den Beeren dekorieren.

Quelle: ntv.de

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