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Gescanntes Beratungsgespräch Künstliche Intelligenz misst Emotionen

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(Foto: imago images/Westend61)

Das Geschäft von Christian Dimanski sind Emotionen. Mit künstlicher Intelligenz will er die Arbeit von Kundenbetreuern und Beratern erleichtern. Wie das genau funktioniert, erzählt der Unternehmer in dieser Folge von "So techt Deutschland".

Es klingt wie eine Geschichte aus dem Bilderbuch. Denn den Grundstein für ihre Firma haben Christian Dimanski und seine zwei Mitgründer auf dem Schulhof gelegt: "Der eine war irgendwie Programmierer, der Dritte Design-affin und dann gab es jemanden, der sich ein bisschen mehr um den Business-Bereich kümmerte", erzählt der Geschäftsführer von Mataono.

Das Unternehmen will die Arbeit von Kundenbetreuern und Beratern auf ein neues Level bringen - mithilfe von künstlicher Intelligenz. Bislang könne man sich "entweder auf die Beratung im Kundengespräch fokussieren oder darauf, dass man ausreichend dokumentiert", so Dimanski. Genau für dieses Problem will seine Firma Mataono eine Lösung gefunden haben. Denn zu einem guten Gespräch gehöre eben auch Blickkontakt. Papierkram mache die Sache unnötig kompliziert.

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Christian Dimanski ist Geschäftsführer von Mataono.

(Foto: Holger Stürtz)

Doch wie integriert man künstliche Intelligenz in ein Beratungsgespräch? Christian Dimanski hatte sich zusammen mit seinen zwei Mitgründern nicht nur für Technik, sondern auch für angewandte Statistik und kognitive Psychologie interessiert. "Das sind die Felder, wo man eher schon Richtung KI kommt", berichtet Dimanski, der kognitive Psychologie zusätzlich zu BWL im Nebenfach studiert hat. Dabei geht es um die Frage, wie das Gehirn aufgebaut ist und wie es funktioniert.

"Das hat relativ viel zu unserem Business-Case beigetragen." Denn plötzlich konnte Dimanski wirtschaftliche Zusammenhänge mit seinem Wissen aus der kognitiven Psychologie kombinieren. Warum wird ein Produkt nicht verkauft, ein anderes aber schon? Der Schlüssel ist eine Software, die die Emotionen des Kunden mit einer Kamera während des Beratungsgesprächs scannt. "Aber es geht nicht darum, den Kunden auszuspionieren", stellt Dimanski klar. Das Ziel sei es, eine gute Beratung möglich zu machen, die für Berater und Kunde gleichermaßen Vorteile bietet. Der Berater könne sich mit der Software auf die tatsächlichen Bedürfnisse des Kunden fokussieren. Der Kunde erfahre eine bessere Beratung und bekomme nicht das "Lieblingsprodukt" des Beraters aufgeschwatzt, erklärt der Unternehmer.

Wo die KI-Software überall einsetzbar ist und wie er die Firma mit zwei Freunden auf dem Schulhof gegründet hat, erzählt Christian Dimanski in "So techt Deutschland".

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Quelle: ntv.de