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Wieder was gelernt Mehr "Made in Germany" durch Corona?

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(Foto: picture alliance/dpa)

Das Coronavirus konnte sich auch deshalb so schnell ausbreiten, weil wir so stark miteinander vernetzt sind. Wir reisen um den Globus und machen mit der ganzen Welt Geschäfte. Doch mit der Krise wurde nicht nur unsere Bewegungsfreiheit plötzlich stark eingeschränkt. Auch die Weltwirtschaft ist ins Trudeln geraten. Was lernen wir daraus? Brauchen wir in Zukunft wieder mehr "Made in Germany"?

Darum geht's in dieser Folge von "Wieder was gelernt". Lesen Sie hier einen kurzen Auszug.

Die Welt ist ein Dorf - das gilt nicht nur für unsere zwischenmenschlichen Kontakte, für Kommunikation und Reisen, sondern vor allem auch für die Wirtschaft. Was wir für unser täglich Leben oder für unsere Freizeit und was Firmen für ihre Produktion brauchen, finden wir auf dem globalen Marktplatz. Wir können alles kaufen. Den Zuschlag bekommt der Anbieter mit den besten Preisen. Und den finden wir oft nicht um die Ecke oder wenigstens im eigenen Land, sondern am anderen Ende der Welt. Das gilt für Deutschland ganz besonders, erklärt Galina Kolev vom Institut der deutschen Wirtschaft.

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Galina Kolev vom Institut der deutschen WIrtschaft.

(Foto: iwkoeln)

"Die deutsche Wirtschaft ist stark mit der internationalen Wirtschaft vernetzt. Wir importieren sehr viele Vorleistungen aus dem Ausland. Im letzten Jahr waren das alleine 600 Milliarden Euro an Vorleistungen. Wenn wir das auf die gesamten Importe Deutschlands beziehen, dann können wir feststellen, dass mehr als die Hälfte, also 55 Prozent unserer Importe, auf Vorleistungen entfallen. Also ist die deutsche Wirtschaft stark in die weltwirtschaftlichen Strukturen integriert. Und da besteht auch eine gewisse Abhängigkeit."

Diese Abhängigkeit stellt kein Problem dar, solange alles gut läuft. Wenn aber eine Krise die Weltwirtschaft zum Schwanken bringt, etwa weil an neuralgischen Punkten die Produktion gestoppt wird oder Exportverbote verhängt werden, spüren wir die Auswirkungen schnell weltweit. Müssen wir deshalb mehr im eigenen Land produzieren, um weniger von anderen abhängig zu sein?

"Es ist grundsätzlich richtig und wichtig, sich darüber Gedanken zu machen, in welchen Bereichen wir unsere Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten aus dem Ausland reduzieren möchten. Diese Abhängigkeit kann man aber auf unterschiedliche Arten und Weisen reduzieren."

Welche Strategie Galina Kolev empfiehlt und ob es als Reaktion auf die Corona-Krise in Zukunft wieder mehr "Made in Germany" geben wird, erfahren Sie im Podcast.

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"Wieder was gelernt" ist ein Podcast für Neugierige: Was macht die Corona-Krise mit der Psyche? Warum werden Pandemien wahrscheinlicher? Und warum ist Social Media in der Corona-Isolation nicht nur hilfreich? Hören Sie rein und werden Sie dreimal die Woche ein bisschen schlauer.

Quelle: ntv.de, jwa