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Podcast zu geköpften Schweinen Fortschritt in der Schlaganfall-Forschung

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(Foto: imago/Pixsell)

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Im April haben Forscher aus den USA abgetrennte Schweineköpfe vom Schlachthof genommen, stundenlang mit einem Spezial-Cocktail versorgt und dann immer noch Hirnaktivität gemessen. Klingt nach Dr. Frankenstein, ist tatsächlich aber ein beeindruckender Durchbruch in der Medizin.

Hören Sie rein in diese Folge von "Wieder was gelernt" und erfahren Sie, warum dieses Experiment nichts mit Untoten zu tun hat, sondern die Lösung für schwere Hirnerkrankungen sein könnte. Lesen Sie hier einen kurzen Auszug.

Bei dem Spezial-Cocktail handelt es sich eigentlich um zwei Nährlösungen. Die erste haben Forscher der US-Elite-Uni Yale in mehrere Schweineköpfe gepumpt, kurz nachdem diese getötet wurden. Das hat uns Georg Gahn erzählt, Direktor der Neurologischen Klinik am Städtischen Klinikum Karlsruhe.

"Dann hat man im nächsten Schritt diese Köpfe und Hirne so präpariert, dass man sie anschließend mit einer ganz speziellen Nährlösung durchfluten konnte, um dann Stunden später zu überprüfen: Inwieweit sind da noch Nervenzellen am Leben?"

Im Prinzip haben die Wissenschaftler mit diesen Lösungen also das Blut der Schweine ersetzt. Weil die Lösungen kalt waren, wurden die Hirne damit gleichzeitig gekühlt und zwar erfolgreich, denn auch nach der Prozedur waren in den abgetrennten Köpfen noch viele Nervenzellen aktiv. Das heißt, die Forscher haben den Sterbeprozess verlangsamt. Für Neurologen und Notfallmediziner ist das ein spektakulärer Fortschritt.

"Das ist die attraktive Vorstellung, dass man jemandem mit einer schweren Hirnverletzung oder Hirnschädigung, der nicht mehr genügend Blut und Sauerstoff in sein Gehirn transportiert, das man dem mit solchen Substanzen oder Infusionen tatsächlich ein Überleben nicht aller, aber eines Teils dieser Nervenzellen ermöglichen könnte."

Warum die Forscher aber noch viel Arbeit vor sich haben, hören Sie in dieser Ausgabe von "Wieder was gelernt". Alle Folgen finden Sie in der n-tv App, bei Audio Now, Deezer, iTunes, Soundcloud und Spotify. Für alle anderen Podcast-Apps können Sie den RSS-Feed verwenden. Nehmen Sie die URL und fügen Sie "Wieder was gelernt" einfach zu Ihren Podcast-Abos hinzu.

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Quelle: n-tv.de, chr

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