Schmutzige GeschäfteVon der Party in den Knast: Das Fyre Festival

Luxuriöse Unterkünfte, köstliche Speisen, auf Wunsch ein Privatjet - es soll die Party aller Partys werden. Der Ort: eine Privatinsel auf den Bahamas. Der Preis für ein VIP-Ticket: 12.000 Dollar. Doch die Veranstaltung entpuppt sich als Fake und Tausende sitzen dem Betrug auf. Der Mann hinter dem karibischen Albtraum: Billy McFarland.
Billy McFarland ist der geborene Unternehmer: Mit gerade mal 13 Jahren gründet er seine erste Firma. Seine privilegierte Herkunft und sein Charme spielen dem geschäftstüchtigen US-Amerikaner in die Karten. McFarland ist allseits beliebt und er weiß, wie er diese Beliebtheit nutzen kann, um seine Ziele zu erreichen.
2011 will McFarland eine neue Social-Media-Plattform auf den Markt bringen, Google+ kommt ihm zuvor. 2013 macht er Schlagzeilen mit der Kreditkarte Magnises, eigentlich eine exklusive Clubmitgliedschaft bei den begehrtesten Events der Stadt. Auf einen kometenhaften Aufstieg folgt der tiefe Fall: Mitglieder warnen vor abgesagten Events, leeren Versprechen, Terminproblemen und teuren Kartengebühren. Dann flattert eine 100.000-Dollar-Klage ins Haus.
Statt einzuknicken, gründet McFarland einfach eine neue Firma, Fyre Media Incorporated, und plant ein gigantische Luxus-Festival auf den Bahamas. Das Fyre Festival soll DIE Party für die reichen Elite-Kids werden. Der Eintrittspreis reichen von Early-Bird-Tickets für 500 US-Dollar bis zu VIP-Paketen inklusive Flug im Privatjet für schlappe 12.000 US-Dollar. Doch vor Ort sieht es gar nicht nach Luxus aus: Das Festival wird zu einem karibischen Albtraum. Die Rechnung tragen die Investoren - unglaubliche 26 Millionen.
Hat sich McFarland maßlos überschätzt oder steckt hinter dem musikalischen Millionen-Desaster ein ausgeklügelter Betrugsskandal? Die vierte Episode des erfolgreichen True-Crime-Podcasts "Schmutzige Geschäfte - Wirtschaftsverbrecher, die über Leichen gehen" greift den Fall erneut auf und gewährt spektakuläre Einblicke.