Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 00:04 US-Zulassung für Impfstoffe wohl nicht vor November +++

Russland hat gerade den ersten Corona-Impfstoff zugelassen, bis die ersten US-Kandidaten so weit sind, dürfte es noch etwas dauern. Nach Einschätzung der Nationalen Gesundheitsinstitute der USA (NIH) wird es in dem Land frühestens im November oder Dezember so weit sein.  Die Covid-19-Impfstoffkandidaten aus dem von der amerikanischen Regierungs gestützten beschleunigten Entwicklungsprogramm "Operation Warp Speed" dürften davor keine Genehmigung erhalten, sagte der zuständige Leiter Francis Collins. Grund sei, dass noch Zeit für die großangelegte klinische Erprobung mit tausenden Testpersonen benötigt werde.

+++ 23:10 Landrat bittet Laschet um Karnevals-Absage +++
Der Landrat des Rhein-Sieg-Kreises spricht sich für eine Absage von Karnevalsveranstaltungen in der kommenden Session aus. Er habe in dieser Sache bereits vor einigen Tagen NRW-Ministerpräsident Armin Laschet angeschrieben. Karneval "so, wie wir ihn kennen", werde in der Session 2020/2021 nicht möglich sein, erklärte der CDU-Politiker Sebastian Schuster. Die wegen der Corona-Pandemie gebotenen Abstands- und Hygieneregeln machten Veranstaltungen für Vereine nicht durchführbar. "Eine "wohlwollende" Genehmigung des Karnevals mit Einschränkungen seitens der Landesregierung hätte für viele - gerade kleinere Gesellschaften und Vereine - eine verheerende Wirkung", so Schuster. Gleichbleibende Kosten bei weniger Gästen - das bringe die Vereine in den Ruin.

+++ 22:29 Bund und Länder wollen Schulschließungen vermeiden und Digitalisierung vorantreiben +++
Flächendeckende Schulschließungen, wie zu Beginn der Corona-Pandemie, soll es möglichst nicht mehr geben. Darauf haben sich Bundeskanzlerin Angela Merkel, SPD-Chefin Saskia Esken und Bildungsminister aus Bund und Ländern bei einem Treffen in Berlin geeinigt. "Es besteht Einigkeit über das gemeinsame Ziel, erneute komplette und flächendeckende Schließungen von Schulen und Kitas möglichst zu vermeiden", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert. Zudem betonten die Beteiligten die "neue Dringlichkeit", neue Formen des digitalen Lernens zu entwickeln: Wie die Deutsche Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen erfuhr, ist angedacht, alle Schulen in Deutschland zügig an schnelles Internet anzuschließen, für jeden Lehrer einen Dienstlaptop zu beschaffen und außerdem jedem Schüler einen günstigen Zugang zum Internet zu ermöglichen, der maximal zehn Euro im Monat kostet.

+++ 22:05 Biden fordert landesweite Maskenpflicht in den USA +++
Der designierte Präsidentschaftskandidat der US-Demokraten, Joe Biden, hat eine landesweite Maskenpflicht gefordert. Jeder einzelne Amerikaner sollte ab sofort in der Öffentlichkeit einen Mund-Nasen-Schutz tragen und das mindestens für die kommenden drei Monate, sagte Biden. "Jeder Gouverneur sollte das verpflichtende Tragen einer Maske vorschreiben." Auf diese Weise könnten nach Schätzungen von Experten mindestens 40.000 Menschenleben in den kommenden drei Monaten gerettet werden. Über das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes wird in den USA eine politisch aufgeladene Debatte geführt. US-Präsident Donald Trump hatte sich trotz einer entsprechenden Empfehlung der US-Gesundheitsbehörde CDC bei öffentlichen Auftritten lange Zeit ohne Maske gezeigt. Nun wirbt er auch dafür und ist inzwischen einige Male mit Maske aufgetreten. Wegen der dramatischen Virus-Ausbreitung gilt mittlerweile eine Maskenpflicht in der Mehrzahl der Bundesstaaten. Die Corona-Pandemie ist eines der wichtigsten Themen im Wahlkampf. In den USA wurden bereits mehr als 5,2 Millionen Infektionen nachgewiesen.

+++ 21:55 Rund 300 Fälle nach Ausbruch in britischer Sandwich-Fabrik +++

Nach einem Corona-Ausbruch in einer Sandwich-Fabrik in der englischen Stadt Northampton sind fast 300 Angestellte positiv auf das Virus getestet worden. Bei 79 Menschen hatte der staatliche Gesundheitsdienst NHS eine Ansteckung festgestellt, 213 Fälle weitere seien durch private Tests des Unternehmens Greencore bestätigt, hieß es bei der regionalen Verwaltung. Greencore teilte mit, man habe nach einer steigenden Zahl von Covid-19-Fällen in der Region damit begonnen, proaktiv alle Mitarbeiter des Werks zu testen. Northampton liegt nördlich von London. Großbritannien ist das Land mit den meisten Corona-Todesopfern in Europa.

+++ 21:39 US-Gouverneur vergleicht Schulöffnungen mit Einsatz gegen Bin Laden +++
Dem Gouverneur des US-Bundesstaates Florida ist mit seiner Äußerung zu Schulöffnungen in der Corona-Pandemie zumindest ein sehr ausgefallener Vergleich gelungen: Ron DeSantis hat die Bemühungen zur Wiedereröffnung von Schulen inmitten der Krise mit dem Einsatz des US-Militärs gegen den früheren Al-Kaida-Chef Osama bin Laden verglichen. Genauso wie das US-Spezialkommando bei dem Einsatz in Pakistan "Hindernisse überwand", müssten nun auch Schulen Herausforderungen meistern, um Kindern nach den Ferien wieder einen normalen Unterricht zu ermöglichen, sagte DeSantis vor Journalisten. Der Republikaner DeSantis, ein Vertrauter von US-Präsident Donald Trump, wirbt trotz einer anhaltend hohen Zahl an Neuinfektionen mit dem Coronavirus für eine Öffnung der Schulen. Florida meldete zuletzt rund 6000 Neuinfektionen pro Tag. "An unsere Lehrer und Schulverwalter: Danke, dass Sie sich weigern, sich von Hindernisse davon abhalten zu lassen, unseren Kindern Chancen zu geben", sagte DeSantis.

+++ 21:05 EU will sich auch Corona-Impfstoff von US-Konzern J&J sichern +++
Die EU will auch von einem Pharmaunternehmen des US-Konzerns Johnson & Johnson 200 Millionen Dosen eines möglichen Impfstoffs zum Schutz vor Covid-19 kaufen. Vorgespräche für einen entsprechenden Rahmenvertrag mit Janssen Pharmaceutica NV seien abgeschlossen worden, teilten Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und die für Gesundheit zuständige Kommissarin Stella Kyriakides am Abend mit. Er sehe auch ein Vorkaufsrecht für weitere 200 Millionen Dosen vor. Ähnliche Gespräche hatte die Kommission zuvor bereits mit einem Joint Venture von Sanofi und GSK abgeschlossen. Bei ihnen ging es um den Kauf von 300 Millionen Dosen eines möglichen Impfstoffs. Finanziert werden sollen die Geschäfte über ein im Kampf gegen die Coronakrise geschaffenes Soforthilfeinstrument. Es ist mit insgesamt 2,7 Milliarden Euro aus dem EU-Haushalt ausgestattet.

+++ 20:26 Fünf Bundesländer melden Neuinfektionen im dreistelligen Bereich +++
Das Coronavirus ist weiter auf dem Vormarsch in Deutschland: Die Zahl der Neuinfektionen ist erneut kräftig gestiegen auf 1455 Fälle innerhalb der vergangenen 24 Stunden (1182 am Vortag). Das ist der höchste Zuwachs seit dem 1. Mai. Die Ausbreitung des Virus zeigt sich auch beim Blick auf die Bundesländer: Fünf von ihnen melden Infektionszahlen im dreistelligen Bereich: Spitzenreiter mit 535 neuen Fällen bleibt Nordrhein-Westfalen, gefolgt von Bayern (229), Hessen (132), Berlin (131) und Baden-Württemberg (108).

Erstmals seit dem 22. Mai gibt es damit in Deutschland wieder mehr als 12.000 aktive Infektionen. Vier Menschen sind nach einer Erkrankung mit Covid-19 in den vergangenen 24 Stunden gestorben (gesamt 9214 Todesfälle). Die Zahl der Infektionen steigt insgesamt auf 220.405 Fälle. Laut Robert Koch-Institut gelten 199.139 Menschen inzwischen als genesen.

+++ 19:43 Fünf Corona-Fälle beim spanischem Profi-Verein FC Malaga +++
Die Coronafälle im spanischen Fußball reißen nicht ab. Alleine der Zweitligist FC Malaga meldete heute fünf Personen, die mit dem Virus infiziert sind. Auch die Erstligisten SD Eibar und UD Levante gaben jeweils einen Fall bekannt. Die namentlich nicht genannten Personen haben sich bereits in häusliche Quarantäne begeben. Die hohe Zahl der Coronafälle ist eine Folge der Tests, die nach der Rückkehr vieler Spieler aus dem Urlaub zu Beginn der Saisonvorbereitung durchgeführt werden. Am Mittwoch hat allein Erstligist Athletic Bilbao sechs positive Coronatests gemeldet.

+++ 19:16 Grünen-Politikerin Claudia Roth wartet auch noch auf Testergebnis aus Bayern +++
Von der Übermittlungs-Panne bei den Corona-Tests in Bayern ist nach eigenen Angaben auch Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth betroffen. Sie warte noch heute auf die Ergebnisse ihres Tests vom 2. August, sagte die Grünen-Politikerin der "Augsburger Allgemeinen". Am Münchner Flughafen sei sie auf das Coronavirus getestet worden. Nachfragen seien ins Leere gelaufen, die Corona-Hotline sei nie erreichbar gewesen. "Mittlerweile bin ich bei einem Arzt in Augsburg gewesen - innerhalb von 23 Stunden hatte ich mein negatives Testergebnis." In Bayern waren bis Mittwochabend insgesamt über 44.000 Testergebnisse von Urlaubsheimkehrern noch nicht an die Betroffenen übermittelt worden. Roth kritisierte den bayerischen CSU-Ministerpräsidenten Markus Söder scharf: "Wenn sich Herr Söder als Top-Manager der Pandemie stilisiert und ständig noch mehr Kontrollen ankündigt, aber keinen Realitätscheck macht, ob überhaupt ausreichend Kapazitäten vorhanden sind, dann ist das fahrlässig", sagte Roth.

+++ 19:10 Peru verschärft Maßnahmen wieder +++
Anders als viele lateinamerikanische Länder verschärft Peru wegen der grassierenden Corona-Pandemie seine Maßnahmen gegen die weitere Ausbreitung des Virus wieder. Präsident Martín Vizcarra gab die Wiederaufnahme der sonntäglichen Ausgangsperre und des Verbots von privaten Treffen bekannt. Dies bedeutet auch, dass die Streitkräfte des Andenstaates die Einhaltung der Vorschriften wieder kontrollieren werden. Der neue Premierminister Walter Martos kündigte drastische Strafen an. So dürfen etwa Personen, die während der Ausgangssperre auf der Straße aufgegriffen werden, festgenommen und einen Tag festgehalten werden. Von dem sozialen und wirtschaftlichen Stillstand am Sonntag ausgenommen sind Apotheken, Drogerien und Restaurantlieferungen. Peru hatte recht strenge Ausgangsbeschränkungen verhängt, unter anderem durften Männer und Frauen nicht gemeinsam aus dem Haus. Nachdem die Regierung erlaubt hatte, die Maßnahmen schrittweise zu lockern, stiegen die Corona-Zahlen zuletzt stark an. Peru ist nach Brasilien und Mexiko das in Lateinamerika am drittstärksten betroffene Land.

+++ 18:53 Neuinfektionen in Frankreich so hoch wie seit Lockdown nicht mehr +++
Frankreich meldet mit 2669 bestätigten Neuinfektionen die größte tägliche Zunahme seit dem Ende des Lockdowns. Der Durchschnittswert der vergangenen sieben Tage liegt demnach inzwischen bei 1962, der höchste Wert seit dem 24. April, als die Epidemie in Frankreich voll ausgeprägt war. Insgesamt sind damit 209.365 Fälle verzeichnet.

+++ 18:40 WHO: Mindestens 100 Milliarden Dollar im Kampf gegen Pandemie nötig +++
Die Welt muss nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) mindestens 100 Milliarden Dollar für neue Instrumente im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie aufwenden. Das sagt WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus. Mittlerweile sind fast 21 Millionen Infektionen weltweit festgestellt worden. Bruce Aylward, Sonderberater des WHO-Generaldirektors, ergänzt, dass Impfstoffe möglicherweise nicht wirkten. Deshalb seien andere Hilfsmittel wie Medikamente und eine bessere Diagnostik notwendig.

+++ 18:23 Kehrtwende: Finnland empfiehlt nun doch Masken +++
Bei den Richtlinien zum Umgang mit der Corona-Pandemie hat Finnland eine Kehrtwende unternommen - und empfiehlt nunmehr doch das Tragen von Atemschutzmasken in öffentlichen Räumen. Zwar gebe es "keine besonders starken Belege" für die schützende Wirkung von Masken, sagte Mika Salminen von der finnischen Gesundheitsbehörde THL bei einer Pressekonferenz. Doch seien "schon kleine Ergänzungen zu unserer Maßnahmen-Liste gerechtfertigt". Die THL hatte es monatelang abgelehnt, eine offizielle Empfehlung für das Maskentragen auszugeben. Begründet hatte sie dies damit, dass Gesichtsbedeckungen bei falscher Anwendung die Ansteckungsgefahr sogar noch erhöhen könnten. Die Kehrtwende rechtfertigte Salminen so: Als die Diskussion um eine Maskenpflicht im Frühjahr an Fahrt gewonnen habe, sei die Zahl der Corona-Infektionsfälle in Finnland "stark am Sinken" gewesen. Eine Maskenpflicht gibt es in Finnland aber auch weiterhin nicht. Ausdrücklich nicht gilt die Empfehlung zudem für Kinder unter 15 Jahren sowie für Menschen, die in Regionen leben, in denen es in den vergangenen zwei Wochen keine Neuansteckungen gegeben hat.

+++ 17:59 Dänemark führt Reisebeschränkungen für Belgien und Malta ein +++
Dänemark rät seinen Bürgern nun auch von Reisen nach Belgien und Malta ab. Grund dafür ist die hohe Zahl an Corona-Neuinfektionen in den beiden EU-Ländern, teilte das dänische Außenministerium mit. Zuvor hatte die Regierung den Dänen bereits geraten, nicht dringend notwendige Reisen nach Spanien, Andorra, Bulgarien, Luxemburg und Rumänien sowie wegen der dortigen Quarantäneregeln auch nach Irland bleiben zu lassen. Für Menschen aus Belgien und Malta bedeutet die Maßnahme, dass sie ab Samstag einen triftigen Einreisegrund vorweisen müssen, wenn sie in Dänemark einreisen wollen. Deutsche können bereits seit Mitte Juni wieder in ihr nördlichstes Nachbarland einreisen. Dafür muss man allerdings mindestens sechs Übernachtungen im Land gebucht haben. Einwohner Schleswig-Holsteins sind von der Sechs-Tages-Regel ausgenommen.

+++ 17:33 Kroatien meldet Rekordzahl an Infektionen +++
Das EU- und Urlaubsland Kroatien hat eine Rekordzahl an Neuansteckungen mit dem Coronavirus gemeldet. 180 Menschen infizierten sich in den vergangenen 24 Stunden mit dem Sars-CoV-2-Virus, teilte der nationale Krisenstab in Zagreb mit. Das ist der höchste Tageswert, der seit Beginn der Pandemie in dem Land im Februar registriert wurde. Kroatien ist für viele Deutsche eine beliebte Urlaubsdestination - vor allem auch für junge Menschen. Auch das Nachbarland Slowenien registriert einen neuen Anstieg der Zahl an täglichen Neuinfektionen. Für Slowenen ist Kroatien ein erstrangiges Urlaubsziel. Die Gesundheitsbehörden in Ljubljana berichten, dass die meisten infizierten Rückkehrer junge Leute seien, die angaben, Strandpartys besucht zu haben.

+++ 17:28 Wegen Corona nun auch weitgehendes Rauchverbot auf den Kanaren +++
Nach der spanischen Region Galicien haben auch die bei Touristen beliebten Kanarischen Inseln ein weitgehendes Rauchverbot in der Öffentlichkeit erlassen. Außerhalb der eigenen vier Wände darf auf Teneriffa und den anderen Inseln künftig nur dann geraucht werden, wenn der Mindestabstand von eineinhalb Metern zu nicht im eigenen Haushalt lebenden Personen eingehalten werden kann, teilte der regionale Regierungschef Ángel Víctor Torres in Las Palmas mit. Auch andere spanische Regionen wie etwa Madrid prüfen zurzeit, ob sie ein solches Rauchverbot erlassen sollen, wie spanische Medien berichteten. Auch müssen auf den Kanaren Clubs, Diskotheken und andere Nachtlokale wieder schließen, nachdem es im Zusammenhang mit dem Nachtleben zu einem größeren Corona-Ausbruch gekommen war. Als letzte spanische Region wurde zudem eine Maskenpflicht auch im Freien angeordnet, meldete die Nachrichtenagentur Europa Press. Wie im Rest Spaniens sind auch auf den im Atlantik vor Westafrika liegenden Kanaren die Infektionszahlen zuletzt wieder deutlich gestiegen.

+++ 17:01 USA: 200.000 mehr Tote als erwartet seit März +++
Seit März sind in den USA 200.000 Menschen mehr gestorben als erwartet, wie die "New York Times" berichtet. Dem Bericht zufolge liege die Zahl selbst dann noch um 60.000 Todesfälle über dem Durchschnitt der Vorjahre, wenn die Toten ausgenommen werden, die nachweislich nach einer Erkrankung mit Covid-19 gestorben sind. Die US-amerikanische Zeitung führt in ihrem Bericht aus, dass es sich bei den 200.000 um die "wahre Zahl" an Todes-Opfern in der Corona-Pandemie handeln könnte. Die offizielle Statistik verzeichnet 165.936 Tote in den USA (Stand 13. August).

+++ 16:45 Söder entschuldigt sich für Corona-Panne +++
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat sich für die Corona-Test-Panne entschuldigt, bei der rund 900 positiv getestete Rückreisende aus dem Ausland nicht über ihre Infektion informiert worden waren. "Es ist wirklich hoch ärgerlich. Wir können uns dafür nur entschuldigen", sagte Söder in München. Zugleich lehnte er den angebotenen Rücktritt von Gesundheitsministerin Melanie Huml ab. "Ich habe Vertrauen zu ihr", sagte er. Die Fehler müssten aber abgestellt werden und dürften sich nicht wiederholen. Huml erklärte, dass die Betroffenen seit Donnerstagvormittag informiert würden. Man versuche auch diejenigen zu erreichen, die negativ getestet worden seien. Söder kündigte organisatorische Änderungen in der Landesregierung und weitere 100 Mitarbeiter zur Durchführung und Auswertung der Corona-Tests ab.

+++ 16:34 Paul-Ehrlich-Institut rechnet mit Impfstoff-Zulassung frühestens Ende 2020 +++
Impfstoffe gegen das neue Coronavirus könnten nach Einschätzung des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) frühestens Ende dieses, Anfang nächsten Jahres zugelassen werden. Das sagte eine Institutssprecherin. Nach Verwirrung über zurückgezogene Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) bekräftigte sie damit auf Anfrage Angaben, die PEI-Präsident Klaus Cichutek zuletzt in mehreren Medien geäußert hatte. Dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) hatte Cichutek vor einigen Tagen gesagt: "Ich gehe derzeit davon aus, dass es Ende 2020 und Anfang nächsten Jahres Zulassungen geben wird, vorausgesetzt, die Phase-III-Prüfungsdaten sind positiv". In diesen derzeit laufenden Studien wird überprüft, ob ein Impfstoff tatsächlich vor einer Infektion schützt. Erste Zulassungen bedeuten nicht, dass bereits alle geimpft werden können. Das PEI mit Sitz im hessischen Langen ist in Deutschland für die Zulassung von Impfstoffen zuständig.

+++ 16:20 Corona-Quarantäne-Bruch: 10.800 Euro Strafe für Deutsche in Tirol +++
Sie ging einkaufen, im Park spazieren und fuhr Taxi - trotz Corona-Infektion samt Heimquarantäne. Eine Frau aus Deutschland ist in Österreich wegen wiederholten Bruchs ihrer Quarantäne zu 10.800 Euro Geldstrafe verurteilt worden. Die Anklage fordert jedoch weiter eine Haftstrafe auf Bewährung und meldete nach dem Urteil am Landgericht Innsbruck Berufung an, wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft in Wien sagte. Die 54-Jährige, die in Schwaz im Bundesland Tirol lebt, war im April positiv auf das Coronavirus getestet worden und hatte einen Bescheid über ihre Heimquarantäne bekommen. In den Tagen darauf ging sie jedoch einkaufen, benutzte den Fahrstuhl im Haus - die Polizei nahm die Frau schließlich fest und brachte sie ins Gefängnis. Das Landgericht Innsbruck verurteilte die 54-Jährige wegen der fahrlässigen Gefährdung von Menschen durch übertragbare Krankheiten. Nach österreichischem Recht sind dafür bis zu drei Jahre Haft möglich. Die Staatsanwaltschaft will nach Angaben des Sprechers eine Bewährungsstrafe, um mehr Bewusstsein in der Bevölkerung zu schaffen. Das Oberlandesgericht muss über die Berufung entscheiden.

+++ 16:01 Lehrer aus Corona-Risikogruppen müssen wieder unterrichten +++
Zu Beginn des neuen Schuljahrs müssen einem Bericht zufolge viele Lehrer aus den Corona-Risikogruppen wieder in den Schulen unterrichten. Das saarländische Kultusministerium rechne damit, dass nur noch 1,4 Prozent der Lehrer von der Präsenzpflicht befreit würden, berichtete der "Spiegel" unter Berufung auf eine eigene Umfrage. Vor den Ferien seien 13 Prozent der Lehrer vom Unterricht befreit gewesen. In Mecklenburg-Vorpommern seien nur noch 1,5 Prozent der Lehrer vom Präsenzunterricht entbunden. Vor den Ferien seien es 34 Prozent gewesen. Niedersachsen gehe von acht Prozent befreiter Lehrer im kommenden Schuljahr aus, Baden-Württemberg von sechs Prozent. In Schleswig-Holstein bleiben laut "Spiegel" seit dieser Woche nur etwa 0,4 Prozent der Lehrer zu Hause. CDU-Landeskultusministerin Karin Prien war in die Kritik geraten, weil viele Lehrer trotz ärztlichen Attests zurück in die Schule müssen.

+++ 15:39 Söder hält nach Panne an Gesundheitsministerin fest +++
Nach der schweren Panne bei den Corona-Tests an bayerischen Autobahnen hat Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) zweimal ihren Rücktritt angeboten. Das sagte Ministerpräsident Markus Söder in München, fügte aber hinzu: "Ich habe weiter Vertrauen zu ihr." Huml wolle die "Scharte auswetzen".

+++ 15:36 Bundesregierung will überschüssige Masken an andere Staaten verschenken +++
Nachdem in Deutschland zu Beginn der Corona-Krise akuter Maskenmangel herrschte, erwägt die Bundesregierung laut "Spiegel" nun, überzählige Masken an andere Staaten zu verschenken. So gebe es Pläne, über die Weltgesundheitsorganisation (WHO) 250 Millionen Masken im Wert von 275 Millionen Euro kostenlos an Staaten abzugeben, die besonders unter der Pandemie leiden. Das berichtet das Nachrichtenmagazin unter Berufung auf eine Vorlage aus dem Auswärtigen Amt.

+++ 14:53 Indonesien lässt 2020 wohl keine internationalen Touristen mehr ins Land +++
Indonesien will wegen der Corona-Pandemie voraussichtlich bis Ende des Jahres keine ausländischen Urlauber ins Land lassen. Ziel sei es zunächst, in dem südostasiatischen Inselstaat den einheimischen Tourismus wiederzubeleben, sagte Investitionsminister Luhut Pandjaitan in einem virtuellen Forum mit Geschäftsleuten. Unklar ist, ob die Regierung in Jakarta damit auch die Pläne der Regionalbehörden auf der beliebten Urlaubsinsel Bali auf Eis legt, die ein Comeback des internationalen Tourismus für Mitte September geplant hatten. Ausländische Feriengäste dürfen bereits seit März nicht mehr in den südostasiatischen Inselstaat einreisen, der besonders schwer von dem Virus betroffen ist. Jedoch ist gerade die für ihre Reisfelder, Tempelanlagen und einzigartige Kultur bekannte Insel auf internationale Gäste angewiesen. Ab dem 11. September hätten sie nach dem Willen der Regionalregierung wieder kommen dürfen - dem könnten die Behörden auf der Hauptinsel Java nun einen Strich durch die Rechnung machen.

+++ 14:05 Lauterbach: Klarer Beginn einer zweiten Welle +++
SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach ist angesichts der steigenden Corona-Infektionen besorgt: "Die steigenden Infektionszahlen sind klare Beginne einer zweiten Welle. Das ist besorgniserregend", sagt er zu ntv. "Wir müssen jetzt also aus meiner Sicht handeln, nicht abwarten, nicht wie das Kaninchen vor der Schlange stehen bleiben. Aber insgesamt also ist das ja ein Trend, den wir seit Wochen beobachten, auch in vielen anderen europäischen Ländern. Und das ist kein Trend, der von alleine aufhört", so der Gesundheitsexperte. Das würde Lauterbach zufolge weitergehen, wenn wir bei unseren Maßnahmen nicht nachjustieren.

+++ 13:53 Weitere Hinweise auf ausbleibende Test-Infos +++
Hinweise auf schleppende oder ausbleibende Informationen nach Corona-Tests gibt es laut der Deutschen Stiftung Patientenschutz nicht nur aus Bayern. Unsicher sei, "ob nur in Bayern die Rückmeldung der Testergebnisse nicht funktioniert", sagte Stiftungsvorstand Eugen Brysch der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. In Bayern waren 900 Urlaubsheimkehrer zunächst nicht über ihre Infektionen informiert worden. Brysch sagte unter Berufung auf Beratungsgespräche seiner Stiftung: "Es gibt aus dem Bundesgebiet vereinzelt Hinweise, dass Resultate von Grenzübergängen, Flughäfen und Bahnhöfen gar nicht oder nur schleppend übermittelt werden." Er forderte die Länder zur Information darüber auf, "ob bei ihnen das Testverfahren für Reiserückkehrer reibungslos umgesetzt wird".

+++ 13:18 Großkonzert mit Sarah Connor in Düsseldorf findet statt +++
Das umstrittene Großkonzert in Düsseldorf mit 13.000 Zuschauern wird nach RTL Informationen am 4. September stattfinden. Darauf einigten sich das NRW-Gesundheitsministerium und die Stadt Düsseldorf. Kurz vor der Veranstaltung wollen sich die Beteiligten aber noch mal zusammensetzen, um die aktuelle Corona-Lage zu bewerten. Am 31. August fällt dann die endgültige Entscheidung.

+++ 12:35 Iran meldet mehr als 19.000 Todesfälle +++
Die Zahl der Todesfälle durch das Coronavirus im Iran ist um 174 angestiegen auf mittlerweile über 19.000. Dem iranischen Gesundheitsministeriums zufolge wurden 2625 Neuinfektionen verzeichnet, was die Zahl auf 336.324 erhöht.

+++ 11:44 Spahn: Infektionen bei Jüngeren steigen stark an +++
Die Zahl der Neuinfektionen in Deutschland ist auf dem höchsten Stand seit Mai. Vor allem bei jüngeren Menschen finden derzeit viele Infektionen statt, sagte Gesundheitsminister Jens Spahn. Er wies allerdings darauf hin, dass das sinkende Durchschnittsalter der Infizierten kein Grund zur Entspannung ist. "Wir hatten letzte Woche im Durchschnitt mit 34 Jahren das niedrigste Durchschnittsalter seit Beginn. Das heißt eben, dass vor allem unter Jüngeren im Moment viele Infektionen stattfinden." Spahn warnte aber: "Das heißt trotzdem, sehr, sehr wachsam miteinander zu sein, weil es dann eben doch oft schwerste Verläufe geben kann und eben auch Todesfälle - wenn wir nicht aufpassen, in der Familie, im Freundeskreis, auf der Arbeit." Im Vergleich zu Mai ist das Durchschnittsalter der Infizierten von 48 auf jetzt 34 Jahre gesunken.

+++ 11:12 Bayern will bis Mittag 900 Infizierte abtelefonieren +++
Nach der Test-Panne an bayerischen Autobahnen ist das bayerische Gesundheitsministerium weiter optimistisch, dass 900 positiv Getestete bis zum Donnerstagmittag über ihre Ergebnisse informiert werden. "Es wird telefoniert, die Menschen werden informiert", sagte ein Ministeriumssprecher. "Wir tun alles dafür, das umzusetzen, und sind zuversichtlich, dass wir das schaffen." Die Staatsregierung hatte am Mittwoch eingestehen müssen, dass die Verzögerungen bei der Übermittlung von Corona-Testergebnissen in Bayern deutlich dramatischere Ausmaße haben als bisher bekannt: 44.000 Reiserückkehrer, die im Ausland im Urlaub waren, warteten nach Tests an bayerischen Autobahnen noch auf ihre Ergebnisse, darunter auch 900 nachweislich positiv getestete. Wie viele davon aus dem Freistaat und wie viele aus dem übrigen Bundesgebiet kommen, war offen.

+++ 10:30 Heil bricht Reise nach Bukarest kurz vor Abflug ab +++
SPD-Bundesarbeitsminister Hubertus Heil hat wegen der Corona-Pandemie seinen für diesen Donnerstag geplanten Besuch in Rumänien kurzfristig abgesagt. Die Reise nach Bukarest sei kurz vor dem Abflug am Mittwochabend abgebrochen worden, sagte eine Sprecherin des Arbeitsministeriums. Grund dafür sei gewesen, dass Bukarest kurz zuvor wegen eines deutlichen Anstiegs der Corona-Fallzahlen neu in die Liste der Risikogebiete aufgenommen worden war. Heil ist nach Angaben seiner Sprecherin zuversichtlich, dass er die Reise später nachholen könne. Ein für diesen Donnerstag geplantes Gespräch Heils mit seiner rumänischen Kollegin Violeta Alexandru soll nun per Videokonferenz stattfinden. Bei dem Gespräch soll es unter anderem um die Situation von Saisonarbeitern gehen.

+++ 09:54 Handelsverband: Zweite Welle "nicht zu stemmen" +++
Der Handelsverband HDE blickt mit Sorge auf die steigenden Corona-Infektionszahlen in Deutschland. "Kommt eine zweite Pandemie-Welle mit erneut sinkenden Kundenfrequenzen und womöglich wieder mit zwangsweisen Ladenschließungen, dann könnten das viele Händler wirtschaftlich nicht mehr stemmen", sagt HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Er appelliert deshalb, sich an die Corona-Regeln zu halten und alles zu tun, um eine zweite Welle zu vermeiden. Schon jetzt befinden sich viele mittelständische Händler am Rande der Insolvenz: Eine HDE-Umfrage unter 500 Nicht-Lebensmittelhändlern ergab, dass 27 Prozent ihre unternehmerische Existenz aufgrund der Corona-Krise bedroht sehen.

+++ 09:19 Spahn nennt Panne in Bayern "sehr ärgerlich" +++
Nach der schweren Panne bei der Übermittlung der Ergebnisse von Corona-Tests in Bayern hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) dazu aufgerufen, den Fehler nun rasch zu beheben. "Ministerpräsident Markus Söder hat ja selbst gesagt, das sei sehr ärgerlich - das ist ohne Zweifel so", sagte Spahn im ZDF-"Morgenmagazin". Es sei aber nun einmal so, dass "in außergewöhnlichen Zeiten auch Fehler passieren". Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml hatte am Mittwoch eingeräumt, dass die Ergebnisse von insgesamt 44.000 Corona-Tests bei Urlaubsrückkehrern bislang nicht den Betroffenen mitgeteilt wurden.

+++ 09:14 Forschung auf Impfstoff stimmt Spahn zuversichtlich +++
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn ist nach eigenen Worten optimistisch, dass es "in den nächsten Monaten und sicher im nächsten Jahr" einen Impfstoff gegen das Coronavirus geben kann. Die vielen Ansätze stimmten ihn zuversichtlich, sagt der CDU-Politiker im ZDF. Er wolle sich nicht auf einen Monat festlegen, und man könne auch nicht sagen, wie oft man geimpft werden müsse und wie lange die Immunität anhalte. Aber dadurch, dass sich Wissenschaft, Forschung, Wirtschaft, das öffentliche Leben und die Politik zusammengetan hätten, werde die Menschheit wahrscheinlich so schnell einen Impfstoff haben wie nie zuvor.

+++ 08:35 FDP-Mann Kuhle wirft Bayern Regierungsversagen vor +++
Für die erheblich verzögerte Benachrichtigung von 900 positiv auf Corona getesteten Reiserückkehrern hat der FDP-Innenexperte Konstantin Kuhle den bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder scharf kritisiert. Offensichtlich habe sich Bayern mit seiner Teststrategie verhoben, sagte Kuhle in der Sendung „Frühstart“ von ntv. Er wirft Bayern ein "eklatantes Regierungsversagen der Staatsregierung in München“ vor.

+++ 07:55 Nur noch 39 Kreise ohne Neuinfektionen +++
Die Zahl der Kreise und Landkreise, die in den letzten sieben Tagen keine neuen Fälle gemeldet haben, ist auf 39 gesunken (gestern: 41, vorgestern: 46). Weniger Landkreise mit null Neuinfektionen innerhalb von sieben Tagen gab es zuletzt am 9. Mai. Die Entwicklung sieht man in dieser Grafik.

Die Infektions-Karte für Deutschland weist weiterhin einen roten Fleck auf: Dem neuesten RKI-Datenstand zufolge überschreitet der Landkreis Dingolfing-Landau mit einem Wert von 93,5 weiterhin die zwischen Bund und Ländern vereinbarte Obergrenze von 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohnern binnen sieben Tagen.

+++ 07:33 Gymnasium in Berlin schließt wegen Corona-Infektion +++
Am dritten Schultag nach den Sommerferien schließt in Berlin die erste Schule wegen einer Corona-Infektion. Wie der RBB berichtet, soll eine Lehrkraft des Gerhart-Hauptmann-Gymnasiums in Treptow-Köpenick positiv auf das Virus getestet worden sein. Das gesamte Gymnasium bleibe daher am heutigen Donnerstag geschlossen. Es ist nicht die einzige Schule in Berlin mit einer bestätigten Infektion: An insgesamt acht Schulen wurden bereits Corona-Fälle gemeldet. Die Zahl der bestätigten Neuinfektionen ist ebenfalls stark gestiegen: Die Gesundheitsverwaltung verzeichnet 125 neue Fälle. Aktive Erkrankungen gibt es damit 663 in der Hauptstadt.

+++ 06:28 RKI meldet höchste Zahl an Neuinfektionen seit Mai +++
Die Zahl der bekannten Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Deutschland ist auf den höchsten Stand seit Anfang Mai gestiegen. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) bis Mittwochabend 1445 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages. Höher lag der Wert zuletzt am 1. Mai mit 1639 registrierten Neuinfektionen. Der Anteil an Kreisen, die keine Neuinfektionen übermittelt haben, sei in den vergangenen Wochen deutlich zurückgegangen. "Dieser Trend ist beunruhigend", so das RKI. "Eine weitere Verschärfung der Situation muss unbedingt vermieden werden." Besonders betroffen seien derzeit Nordrhein-Westfalen und Hamburg, wo ein deutlicher Anstieg auffalle.

+++ 04:39 Türkei verschiebt Rückkehr zum normalen Schulunterricht +++
In der Türkei ist der Beginn des normalen Schul- und Universitätsbetriebs nach den Sommerferien um mindestens drei Wochen verschoben worden. Erziehungsminister Ziya Selcuk sagte in Ankara, zwar werde das neue akademische Jahr wie geplant am 31. August beginnen, der Unterricht und die Lehrveranstaltungen für Schüler und Studenten sollten aber als Schutzmaßnahme gegen die Corona-Pandemie vorerst weiterhin nur aus der Ferne stattfinden.

+++ 03:39 China entdeckt Coronavirus bei gefrorenem Geflügel aus Brasilien +++
Die Gesundheitsbehörden der chinesischen Stadt Shenzhen haben nach eigenen Angaben bei einer Stichprobe importierter gefrorener Hühnerflügel aus Brasilien das Coronavirus nachgewiesen. Sämtliche Personen, die womöglich Kontakt mit potenziell kontaminierten Fleischprodukten hatten, seien umgehend ausfindig gemacht und getestet worden. Die Tests seien aber alle negativ ausgefallen.

+++ 02:09 Trump will US-Schulbezirken 125 Millionen Masken liefern +++
US-Präsident Donald Trump nennt acht Empfehlungen, die bei der Wiedereröffnung von Schulen beachtet werden sollen. Unter anderem rät er auf einer Pressekonferenz im Weißen Haus dazu, Masken zu verwenden, wenn kein Abstand zu Mitmenschen eingehalten werden könne. Seine Regierung werde für die Schulbezirke 125 Millionen wiederverwendbare Masken bereitstellen.

+++ 00:27 Mehr als 20,45 Millionen bestätigte Infektionen weltweit +++
Das Coronavirus ist laut einer Datenauswertung der Nachrichtenagentur Reuters weltweit inzwischen bei mehr als 20,45 Millionen Menschen nachgewiesen worden. 743.229 Menschen starben demnach. Erst vor zwei Tagen, am Dienstag, wurde die 20-Millionen-Marke überschritten.

Die wichtigsten Entwicklungen des Vortages zur aktuellen Lage rund um die weltweite Coronavirus-Pandemie können Sie hier nachlesen.

Quelle: ntv.de, vmi/dpa/AFP

ntv.de Dienste
Software
Social Networks
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.
Nicht mehr anzeigen