Coronavirus-Liveticker +++ 06:45 Lehrerpräsident: Schulen werden "zur Durchseuchung" freigegeben +++
Der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Heinz-Peter Meidinger, warnt, mit dem schnellen Wegfall der Maskenpflicht in vielen Bundesländer würden die Schulen zur Durchseuchung freigegeben. "Mir bereitet es große Sorgen, wie schnell die Maskenpflicht in den Schulen in vielen Bundesländern jetzt wegfällt - und das, obwohl wir uns noch immer mitten in der Omikron-Welle befinden und die Infektionszahlen wieder steigen", sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Deutschland ist inzwischen trauriger Inzidenzspitzenreiter in Europa", so der Verbandspräsident. "Eine Politik, die angesichts dessen die wichtigsten und wirksamsten Gesundheitsschutzmaßnahmen ersatzlos streicht, gibt letztlich die Schulen zur Durchseuchung frei", sagte er.
+++ 04:30 RKI meldet 131.792 Neuinfektionen, Inzidenz sinkt +++
Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet 131.792 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Das sind 14.815 Fälle weniger als am Sonntag vor einer Woche. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz sinkt zum ersten Mal seit Anfang März wieder und liegt nun bei 1708,7, am Vortag noch bei 1735. Weitere 49 weitere Menschen starben im Zusammenhang mit einer Infektion.
Hinweis: Die Zahlen des RKI weichen in der Regel leicht von jenen Falldaten ab, die ntv.de täglich am Abend meldet. Das ntv.de-Datenteam greift direkt auf die Meldezahlen aus den Bundesländern zu, wie sie von den Ministerien und Behörden vor Ort veröffentlicht werden. Das RKI hingegen ist an die gesetzlich vorgeschriebenen Meldewege gebunden, was zu einem zeitlichen Verzug führen kann.
Zudem bilden die jeweiligen Tageswerte unterschiedliche Erfassungszeiträume ab: Die ntv-Auswertung sammelt die jeweils bis zum Abend veröffentlichten Länderangaben und errechnet daraus einen täglichen Stand der gemeldeten Fallzahlen, der in der Regel ab 20 Uhr veröffentlicht wird. Das Erfassungssystem des RKI dagegen berücksichtigt eingehende Meldungen bis Mitternacht, wobei der aktuelle Datenstand dann am nachfolgenden Morgen bekannt gegeben wird.
+++ 03:24 "Frühlings-Booster": Großbritannien bietet Viertimpfung an +++
Großbritannien bietet ab Montag eine vierte Corona-Impfung an. Dem Nationalen Gesundheitssystem (NHS) zufolge gilt das erneute Booster-Angebot für Bewohner von Pflegeheimen, Menschen ab 75 Jahren sowie Menschen ab zwölf Jahren mit Immunschwäche. Rund fünf Millionen Menschen könnten eine vierte Impfung erhalten, rund 600.000 würden in der kommenden Woche eingeladen, einen Impftermin zu vereinbaren. "Unser phänomenales Impfprogramm hat unzählige Leben gerettet und einen Verteidigungswall errichtet, der es uns erlaubt hat zu lernen, mit Covid zu leben", sagte Gesundheitsminister Sajid Javid. Nun werde den über 75-Jährigen und den am meisten gefährdeten Menschen ein "Frühlings-Booster" angeboten, "um ihren Schutz gegen das Virus zu erhöhen".
+++ 01:40 DGB für Wiedereinführung der Homeoffice-Pflicht +++
Der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), Reiner Hoffmann, die Homeoffice-Pflicht beizubehalten. "Wir haben Rekord-Inzidenzen, und im Herbst kann sich die Lage noch einmal verschlechtern", sagt Hoffmann den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Ich plädiere dafür, das Infektionsschutzgesetz und auch die Covid-Arbeitsschutzverordnung rasch nachzuschärfen. Wir dürfen nicht riskieren, dass der Arbeitsplatz wieder zu einem Infektionsherd wird." Zwar hielten viele Unternehmen über den 20. März hinaus auf der Basis von Betriebsvereinbarungen am Homeoffice fest. Allerdings gebe es auch Unternehmen, die Homeoffice partout nicht wollten.
+++ 00:10 Erste bundesweite Corona-Schutzregeln entfallen +++
In Deutschland sind die meisten bundesweiten Corona-Schutzauflagen weggefallen. Fürs Zugfahren mit der Deutschen Bahn werden ab sofort keine 3G-Nachweise mehr benötigt, die Maskenpflicht im öffentlichen Nah- und Fernverkehr gilt aber weiter. Aufgehoben ist nun auch die gesetzliche Verpflichtung zu 3G-Zutrittsnachweisen am Arbeitsplatz. Künftig sollen die Unternehmen selbst die Gefährdungslage einschätzen und in betrieblichen Hygienekonzepten Schutzmaßnahmen festlegen können. Darüber hinaus ändert sich zunächst wenig: Alle Länder wollen noch eine Übergangsfrist nutzen und bisherige Regeln bis längstens 2. April aufrechterhalten. Danach können sie nur noch wenige allgemeine Schutzvorgaben verhängen, etwa zu Masken und Tests in Einrichtungen für gefährdete Gruppen wie Pflegeheimen und Kliniken.
+++ 23:16 Justizminister von NRW positiv getestet +++
NRW-Justizminister Peter Biesenbach hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Nach Angaben einer Sprecherin hat ein PCR-Test das positive Schnelltest-Ergebnis bei dem 74 Jahre alten Politiker bestätigt. Biesenbach sei weiter in Isolation und führe die Geschäfte von zu Hause aus, sagte die Sprecherin. Es gehe ihm gut. Der CDU-Politiker habe mehrere geplante Termine in digitale Schalten umgewandelt. Mit Biesenbach ist bereits das dritte Mitglied der nordrhein-westfälischen Landesregierung aktuell in Quarantäne: Auch Ministerpräsident Hendrik Wüst und Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann waren zuletzt positiv getestet worden. Wüst sitzt deshalb derzeit in Israel fest.
+++ 21:50 Sprunghafter Anstieg der Inzidenz in Sachsen +++
Sechs von 16 Bundesländern überschreiten bei der 7-Tage-Inzidenz nun die 2000er Marke: Bayern, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, das Saarland, Sachsen, Thüringen. Heute kam auch Sachsen-Anhalt hinzu.
Zwölf Bundesländer verzeichnen Inzidenzanstiege, zumeist deutliche. Den größten Sprung machte Sachsen (plus 176 auf 2212,3), gefolgt von Bremen (plus 84 auf 1338,1) und Hamburg (plus 70 auf 1263,3). Auch in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt zeigt sich ein starker Aufwärtstrend.
+++ 20:46 Bundesländer melden fast 220.000 Neuinfektionen +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 18.600.207 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 219.863 Neuinfektionen hinzu. Im Wochenvergleich liegt der aktuelle Tageszuwachs rund 8,2 Prozent über dem Niveau von Samstag vergangener Woche. Auch die Zahl der Todesfälle stieg im Wochenvergleich: Vor einer Woche hatten die Bundesländer insgesamt 169 Covid-Tote in die Statistik aufnehmen müssen. Heute waren es im Tagesverlauf 182 gemeldete Sterbefälle. Das Wochenmittel bei den Sterbefällen steigt damit auf 194. Als aktuell infiziert gelten 3.972.300 Personen.
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Quelle: ntv.de, ino/dpa/AFP/rts