Panorama

24 von 40 Toten identifiziert14-Jährige unter Opfern des Schweizer Bar-Brands

04.01.2026, 12:50 Uhr
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Im Zentrum des Skiorts versammeln sich immer wieder Menschen in der Nähe des Unglücksorts. (Foto: picture alliance/KEYSTONE)

Nach dem verheerenden Feuer im Schweizer Skiort Crans-Montana geben die Ermittler die Identität von 24 der insgesamt 40 Opfer bekannt. Darunter sind zahlreiche Jugendliche. Gegen die Betreiber der Bar läuft ein Verfahren wegen fahrlässiger Tötung.

Unter den 40 Todesopfern der Brandkatastrophe in dem Schweizer Skiort Crans-Montana sind nach Angaben der Polizei auch Jugendliche im Alter von 14 und 15 Jahren. Wie die Kantonspolizei Wallis mitteilte, wurden 13 weitere Opfer des Feuers in einer Bar identifiziert. Dabei handelt es sich um zehn Schweizer, zwei Italiener, eine Person mit italienisch-emiratischem Pass und jeweils eine Person aus Rumänien, Frankreich und der Türkei.

Das bislang jüngste Opfer ist eine 14-jährige Schweizerin, zudem starben zwei 15-jährige Schweizerinnen. Zehn weitere der identifizierten Leichen waren Jugendliche im Alter von 16 bis 18 Jahren. Bei den weiteren Opfern handelt es sich nach Angaben der Polizei um zwei Schweizer Männer im Alter von 20 und 31 Jahren und einen 39-jährigen Franzosen. Insgesamt sind somit bislang 24 Todesopfer identifiziert.

Bei dem Feuer in der Bar "Le Constellation" in Crans-Montana waren in der Silvesternacht 40 Menschen ums Leben gekommen. Rund 119 weitere Personen erlitten teils schwere Verbrennungen. Viele von ihnen wurden in Spezialkliniken in ganz Europa verlegt. Die Identifizierung der Leichen dauert der Polizei zufolge an. Sie gestaltet sich schwierig, da viele bis zur Unkenntlichkeit verbrannten. Das Unglück ist eine der schwersten Tragödien in der jüngeren Geschichte der Schweiz.

Gegen die beiden Betreiber der Bar läuft ein Strafverfahren. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen des Verdachts auf fahrlässige Tötung, wie die Behörde am Samstag mitgeteilt hatte. Laut Staatsanwältin Beatrice Pilloud gibt es Hinweise, dass auf Champagnerflaschen angebrachte Wunderkerzen oder Bengalische Feuer das Dämmmaterial an der Decke entzündet haben. Daraufhin sei es zu einem schnellen und ausgedehnten Brand gekommen.

Quelle: ntv.de, lno/rts

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