Panorama

Heftige Kämpfe im Drogenkrieg 18 Tote in Acapulco

In der mexikanischen Touristenmetropole Acapulco ist es zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen dem Militär und Mitgliedern eines Drogenkartells gekommen. Dabei starben zwei Soldaten und 16 Kriminelle.

Bei kriegsartigen Kämpfen zwischen dem mexikanischen Militär und Mitgliedern eines Drogenkartells sind in Acapulco 16 Kriminelle und zwei Soldaten getötet worden. Bei dem Gemetzel im Zentrum der mexikanischen Touristenmetropole seien neun weitere Soldaten verletzt und fünf der Bandenmitglieder festgenommen worden, berichteten nationale Medien unter Berufung auf die Behörden in der Stadt am Pazifik.

Bei Angriffen auf Polizeiposten in der westmexikanischen Stadt starben unterdessen nach Polizeiangaben zwei Polizisten, zwei weitere wurden verletzt. Die Täter setzten Granaten und großkalibrige Schusswaffen ein. Augenzeugen zufolge waren sie in zwei Kleinlastern unterwegs.

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Die Soldaten wurden mit Schnellfeuergewehren, Splittergranaten und tragbaren Panzerfäusten angegriffen.

(Foto: dpa)

Etwa 200 Soldaten hatten am Samstag nach einem anonymen Tipp versucht, ein Haus in einer Gegend mit vielen Hotels einzunehmen. Aus dem Gebäude heraus wurden sie von Mitgliedern des Beltrán-Leyva-Kartells mit Schnellfeuergewehren, Splittergranaten und sogar mit tragbaren Panzerfäusten angegriffen.

Eindrucksvolles Waffenarsenal

Verschreckte Anwohner verschanzten sich in ihren Häusern, Urlauber suchten panikartig in Hotels Zuflucht. Während des Kampfes hätten die Bandenmitglieder sogar noch Verstärkung von außen erhalten. Ein Fluchtversuch von einigen der Belagerten sei gescheitert, als sie mit ihrem Auto in ein quergestelltes schweres Armeefahrzeug krachten.

Als die Soldaten das Gebäude schließlich erobert hatten, fanden sie in der Garage vier gefesselte Polizisten. Sie seien vermutlich als Geiseln gehalten worden, wovon das Militär während des Kampfes jedoch nichts gewusst habe, sagte ein Sprecher. Warum die Beamten in dem Gebäude waren, werde untersucht. Nach dem Ende des Kampfes sammelte das Militär ein eindrucksvolles Waffenarsenal ein: 36 Gewehre, 13 Pistolen, zwei Panzerfäuste, 13 Splittergranaten und 3525 Schuss Munition. Auch acht Fahrzeuge des Kartells seien sichergestellt worden.

In Mexiko werden die Drogenkartelle, die sich auch gegenseitig bekämpfen, immer stärker. Sie haben den Staat und vor allem die Polizei bereits unterwandert. Präsident Felipe Calderón hat das Militär mit der Bekämpfung der organisierten Kriminalität beauftragt. Seit 2008 starben dabei nach offiziellen Angaben schon mindestens 8200 Menschen.

Quelle: n-tv.de, AFP/dpa

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