Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 19:22 Datenschützer fordern gesetzlichen Rahmen für Impf-Zertifikate +++

EU-Datenschützer fordern einen gesetzlichen Rahmen für Corona-Impfpässe. Damit solle sichergestellt werden, dass das geplante "digitale grüne Zertifikat" nötig und verhältnismäßig sei, teilen die Chefin und der Chef der beiden Datenschutzbehörden der EU, Andrea Jelinek und Wojciech Wiewiorowski, mit. Sobald die Pandemie vorbei sei, müssten die Pässe auch wieder aufgegeben werden, sagt Wiewiorowski. Es dürfe dadurch keine wie auch immer geartete zentrale Datenbank persönlicher Informationen auf EU-Ebene entstehen.

+++ 18:55 Auch Schwesig gegen Vorziehen des Bund-Länder-Gipfels +++
Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig warnt vor weiteren Schnellschüssen im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus. Den Vorschlag des CDU-Vorsitzenden und NRW-Ministerpräsidenten Armin Laschet, die für den kommenden Montag geplante Ministerpräsidentenkonferenz vorzuziehen, lehnt sie ab. "Unsere klare Erwartung ist, dass die Runde besser vorbereitet wird als beim letzten Mal", betonte Schwesig am Dienstag in Schwerin. Kanzlerin Angela Merkel müsse ihre Vorschläge dieses Mal rechtzeitig auf den Tisch legen. Im Interview bei "Anne Will" habe Merkel eine Verschärfung des Infektionsgesetztes ins Gespräch gebracht. "Darüber können wir nur reden, wenn die Vorschläge rechtzeitig vorliegen", sagte Schwesig. Zuvor hatte sich bereits der saarländische Ministerpräsident Tobas Hans gegen eine vorgezogene MPK ausgesprochen.

+++ 18:16 Heftige Auseinandersetzungen bei Anti-Corona-Protesten in Rom +++
Bei Protesten gegen die Corona-Schutzmaßnahmen in der Nähe des Parlaments in Rom kommt es zu Auseinandersetzungen der Demonstranten mit der Polizei. Nach Angaben der italienischen Nachrichtenagentur Ansa wurde mindestens ein Polizist verletzt. Mehrere Protestler seien festgesetzt worden. Die Zeitung "La Repubblica" schreibt, Beteiligte hätten von verletzten Demo-Teilnehmern berichtet. Die Demonstranten, darunter Besitzer sowie Mitarbeiter von Restaurants, Läden und Sportstudios, protestieren gegen Schließungen und Einschränkungen ihrer Arbeit aus Gesundheitsgründen. Einige Dutzend Menschen hätten versucht, Absperrungen auf dem Platz vor der Abgeordnetenkammer zu durchbrechen. Es seien Feuerwerkskörper geflogen. Manche Demonstranten - meist Männer, aber auch Frauen - hätten keinen Mund-Nasen-Schutz getragen.

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Bilder aus Rom: Ein Mann mit Hörnern und Fell auf dem Kopf als Hinweis auf den gewaltsamen Angriff auf das US-Kapitol im Januar 2021.

(Foto: AP)

+++ 17:50 Biden: Impfmöglichkeit für alle ab 19. April +++
In den USA sollen bereits in zwei Wochen alle Erwachsenen Anrecht auf eine Corona-Impfung haben. Wie ein Vertreter des Weißen Hauses bestätigte, sollen sich vom 19. April an alle Erwachsenen ungeachtet von Alter, Beruf und möglichen Vorerkrankungen für eine Impfung anmelden können. Bislang hatte Präsident Joe Biden den 1. Mai als Ziel ausgegeben. Die landesweite Impfkampagne macht aber rasche Fortschritte. Zuletzt wurden im Schnitt mehr drei Millionen Menschen pro Tag geimpft. Seit Beginn der Kampagne im Dezember haben bereits mehr als 107 Millionen Menschen mindestens eine Impfdosis erhalten, mehr als 62 Millionen von ihnen sind durchgeimpft.

+++ 17:30 WHO: Einige Staaten noch komplett ohne Impfstoff +++
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) kritisiert in scharfen Worten, dass einige Staaten weiter komplett ohne Zugang zu Impfstoff seien. Dies sei eine "Farce", sagt WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus. Ein Hochfahren der Vakzin-Produktion und eine gerechte Verteilung seien der Schlüssel, um die akute Phase der Pandemie zu überwinden.

+++ 17:11 Saarlands Ministerpräsident will keine vorgezogene Bund-Länder-Runde +++
Saarlands Ministerpräsident Tobias Hans lehnt ein Vorziehen der nächsten Bund-Länder-Runde zu Corona vom 12. April auf diese Woche ab. "Aufgrund der aktuell sehr unterschiedlichen Infektionslage innerhalb Deutschlands sehe ich keine Notwendigkeit für ein vorgezogenes Treffen, würde mich da aber natürlich auch nicht verschließen", sagt der CDU-Politiker der "Welt". Die Beschlüsse der Bund-Länder-Runde müssten länger als 24 Stunden Bestand haben. "Deshalb plädiere ich auch dafür, unser nächstes Treffen am 12. April im kleineren Kreis in Präsenzform stattfinden zu lassen - coronagerecht natürlich, am besten mit vorherigem Schnelltest für jeden Teilnehmer."

+++ 16:41 Zahl der Intensivpatienten in Deutschland steigt deutlich +++
Die Zahl der in Krankenhäusern registrierten Corona-Intensivpatienten ist nach Angaben des Divi Melderegisters am Dienstag deutlich gestiegen. Sie beträgt nun 4340 nach 4152 am Vortag.

+++ 16:28 Österreich verlängert Lockdown für Wien und andere Bundesländer +++
Österreich verlängert für die Hauptstadt Wien und zwei weitere Bundesländer den Lockdown um eine Woche bis zum 18. April. Grund dafür ist die nach wie vor angespannte Situation auf den Intensivstationen. Für die sechs weiteren Bundesländer wurden trotz teilweise steigender Infektionszahlen keine Änderungen beschlossen. "In Absprache mit den Experten haben wir uns verständigt, dass wir weiterhin auf ein regionales Vorgehen setzen", sagt Bundeskanzler Sebastian Kurz. Im Osten des Landes hat sich die ansteckendere britische Virus-Variante, die auch zu schwereren Verläufen führt, stark verbreitet. Zum 1. April wurden in Wien, Niederösterreich und im Burgenland der Handel und körpernahe Dienstleister wie Friseure geschlossen. Die Schulen wurden auf Fernunterricht umgestellt.

+++ 16:09 Kretschmer unterstützt Laschet-Vorstoß zu "Brücken-Lockdown" +++
Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer unterstützt den Vorstoß des CDU-Vorsitzenden Armin Laschet nach einem schnellen und harten "Brücken-Lockdown". "Er hat ohne Zweifel Recht", sagt Kretschmer der "Sächsischen Zeitung". "Mit der Dynamik vor Ostern werden wir Ende Mai nicht erreichen." Erst dann könne man erwarten, dass die Impfungen einen nennenswerten Beitrag zur Verringerung des Infektionsgeschehens liefern. Laschet hatte vorgeschlagen, im Kampf gegen die dritte Corona-Welle einen sogenannten "Brücken-Lockdown" zu beschließen. Damit solle die Zeit überbrückt werden, bis viele Menschen geimpft seien. Konkret solle der Lockdown zwei bis drei Wochen dauern. Kretschmer sagte: "Wir sind es auch denjenigen schuldig, die in den Krankenhäusern unter Hochdruck und extremer Belastung arbeiten, nicht wieder so furchtbare Situation wie zu Weihnachten eintreten zu lassen." Das Problem sei, dass sich für viele Menschen die Realität in den Krankenhäusern im privaten Umfeld nicht abbilde. "Sie spüren die Last der Einschränkungen, aber nicht die Bedrohung durch das Virus." In Sachsen würden täglich 100 bis 200 neue Infektionen reichen, damit die Intensivstationen in kurzer Zeit überlastet seien.

+++ 15:51 Riesiges Impfzentrum im Stade de France eröffnet +++
Seit Dienstag können sich Menschen im größten Fußballstadion Frankreichs gegen Corona impfen lassen. Wöchentlich sollen im Stade de France nördlich von Paris mehr als 10.000 Impfdosen gespritzt werden, das Impfenzentrum ist sechs Tage die Woche geöffnet. Rund die Hälfte der Termine ist für die Bewohner des Départements Seine-Saint-Denis reserviert - dort steht das berühmte Stadion. Das Département wurde von der Pandemie besonders heftig getroffen. Zuletzt wurden dort rund 800 Corona-Infektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche gemeldet. Das riesige Impfzentrum werde aber allen offen stehen, die sich impfen lassen wollen, sagte der Direktor der regionalen Gesundheitsbehörde Ars Île de France, Aurélien Rousseau, dem Sender Franceinfo.

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Das Stade de France wurde für die Fußball-WM 1998 gebaut. Neben Sportveranstaltungen finden darin auch Konzerte statt.

(Foto: dpa)

+++ 15:28 Spanien peilt Impfrate von 70 Prozent bis Ende August an +++
Spanien will bis Ende Juli 53 Prozent der Bevölkerung von 47 Millionen Menschen voll geimpft haben. Bis Ende August sollen es 70 Prozent sein, wie Ministerpräsident Pedro Sanchez sagt. Die Impfgeschwindigkeit werde im April Fahrt aufnehmen und sich dann von Monat zu Monat steigern. Daten vom Montag zufolge haben bislang 5,7 Millionen Spanier die Erstimpfung erhalten, 2,8 Millionen auch bereits die zweite.

+++ 15:03 EMA zögert bei Entscheidung zu Astrazeneca +++
Nach Äußerungen eines EMA-Verantwortlichen über einen Zusammenhang zwischen der Corona-Impfung mit dem Astrazeneca-Vakzin und dem Auftreten von seltenen Blutgerinnseln stellt die EU-Arzneimittelbehörde klar, dass sie in der Sache noch keine Entscheidung getroffen hat. Der EMA-Ausschuss für Medikamentensicherheit habe "noch keine Schlussfolgerung gezogen und die Prüfung läuft derzeit weiter", teilt die EU-Behörde der Nachrichtenagentur AFP mit. Eine Entscheidung werde voraussichtlich am Mittwoch oder Donnerstag bekannt gegeben.

+++ 14:58 Impfstoff-Mangel: Berlin Impfzentren verschieben Termine +++
Wie die Berliner Senatsverwaltung mitteilt, werden die beiden Impfzentren CIZ Messe und die Arena in Treptow heute keine Impfungen mehr vornehmen. Der Grund sei in beiden Fällen die ausbleibende Lieferung von Nachschub. Die ausgefallenen Termine sollen innerhalb der nächsten drei Tage nachgeholt werden. In beiden Zentren wurde der Impfstoff von Biontech verabreicht.

+++ 14:45 Infektionszahlen in USA steigen +++
In den USA steigt die Zahl der binnen eines Tages erfassten Corona-Neuinfektionen. Am Montag meldeten die Behörden 76.594. neue Fälle, wie aus Daten der "New York Times" hervorgeht. Das sind 20 Prozent mehr als vor zwei Wochen (54.658). Die Anzahl der Toten im Zusammenhang mit einer Infektion liegt bei 530. Am vergangenen Montag waren es den Angaben nach 701 gewesen. Mit mehr als 30,8 Millionen Infektionen und rund 555.100 Toten sind die Vereinigten Staaten in absoluten Zahlen das weltweit am stärksten von der Corona-Pandemie betroffene Land.

+++ 14:28 Bartsch: "Brücken-Lockdown" schönes Wort aus PR-Kiste +++
Linksfraktionschef Dietmar Bartsch kritisiert den Vorschlag von CDU-Chef Armin Laschet für einen "Brücken-Lockdown" und vermutet dahinter die ungeklärte Frage der Kanzlerkandidatur in der Union. Brückenlockdown sei ein schönes Wort aus der PR-Kiste, sagt Bartsch bei "Welt". "Aber ich hätte gerne gewusst, was schlägt Armin Laschet konkret vor." Alles, was die Infektionszahlen runterbringe sei zu begrüßen. Zuallererst zähle das Impfen dazu. "Aber ich würde als wichtigste Maßnahme um voranzukommen vor allen Dingen vorschlagen, dass die Union die Frage der Kanzlerkandidatur klärt. Denn ich habe den Verdacht, dass dieser Vorschlag eng damit zusammenhängt und das behindert aktuell die Pandemiebekämpfung."

+++ 14:14 Lindner: Harter Lockdown wäre "unverhältnismäßig" +++
Der FDP-Vorsitzende Christian Lindner lehnt einen harten Lockdown, wie ihn NRW-Ministerpräsident Armin Laschet vorgeschlagen hat, ab. "Einen 'Brücken-Lockdown', der alles pauschal dicht macht, brauchen wir zum jetzigen Zeitpunkt nicht", sagte Lindner. "Er wäre unverhältnismäßig." Es würde sich um einen Schritt handeln, "von dem wir gar nicht wissen, ob er so wirksam ist". Der FDP-Partei- und Fraktionschef beklagte, der Politik falle in über einem Jahr Pandemie immer nur ein, das öffentliche Leben stillzulegen. Dabei stünden mit der breiten Anwendung von Schnelltests und mit einem Anziehen der Impfkampagne "längst andere Mittel zur Verfügung".

+++ 13:58 Impfstoff-Mangel: Berlin muss möglicherweise zwei Impfzentren schließen +++
Weil es an Corona-Impfstoff mangelt, sollen offenbar zwei von sechs Impfzentren in Berlin kurzfristig geschlossen werden. In der Arena in Treptow sowie dem Impfzentrum Messe soll der Betrieb noch heute eingestellt werden, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Senatskreisen. In beiden Zentren wurde zuletzt der Impfstoff des Herstellers Biontech verabreicht. Nach ntv-Informationen läuft der Betrieb im Impfzentrum Messe jedoch bisher noch wie gewohnt.

+++ 13:45 Polizei kontrolliert stichprobenartig bei Einreise aus den Niederlanden +++
Die Polizei in Nordrhein-Westfalen überprüft seit heute stichprobenartig Einreisende aus den Niederlanden aufgrund der Hochstufung des Landes zum Hochinzidenzgebiet. Seit Mitternacht müssen Einreisende beim Grenzübertritt einen Testnachweis vorzeigen können, der höchstens 48 Stunden alt sein darf. "Wir sind mobil unterwegs, die Grenze ist nicht geschlossen", sagte ein Sprecher der Bundespolizei in Kleve. Kontrolliert werde auf Autobahnen, Kreis- und Bundesstraßen sowie in Zügen. Wenn jemand keinen negativen Test vorweisen könne, werde er aber auch nicht an der Einreise gehindert. "Wir weisen keinen Reisenden an der Grenze zurück." Vielmehr würden dann die Daten des Reisenden aufgenommen, und er werde aufgefordert, umgehend in Deutschland einen Test nachzuholen und das Ergebnis zu mailen.

+++ 13:29 Südkorea zieht Exportstopp für Astrazeneca in Betracht +++
Südkorea erwägt einen Exportstopp für den im Land produzierten Astrazeneca-Impfstoff. Das erklärt ein Vertreter der Impfkampagne. Vergangene Woche war bekannt geworden, dass eine Impfstoff-Lieferung aus dem internationalen Impfprogramm Covax für Südkorea auf 432.000 anstatt der ursprünglich geplanten 690.000 Einheiten verringert wurde.

+++ 13:12 Bremen überschreitet bei Quote der Erstgeimpften als erstes Bundesland die 15-Prozent-Marke +++
Bremen hat bei der Quote der Erstgeimpften als erstes Bundesland die 15-Prozent-Marke überschritten. Dahinter folgen Schleswig-Holstein (14,7 Prozent) und das Saarland (14,6 Prozent).

+++ 12:54 WHO gegen obligatorische Impfpässe +++
Die Weltgesundheitsorganisation WHO bekräftigt die Ablehnung einer Impfpass-Pflicht. Die Unsicherheit, ob Impfungen die Übertragung des Virus verhindern, sei der Grund dafür, teilt die WHO-Sprecherin Margaret Harris mit.

+++ 12:30 Niedersächsischer Ministerpräsident erteilt "Brücken-Lockdown" Absage +++
Der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil von der SPD hat dem Vorschlag des nordrhein-westfälischen Ministerpräsident Armin Laschet von der CDU für einen "Brücken-Lockdown" eine Absage erteilt. "Vor Ostern hat Aktionismus bei vielen Menschen für einen Vertrauensverlust gesorgt, nach Ostern dürfen wir diesen Fehler nicht wiederholen", sagte Weil der "Rheinischen Post". Er habe "erhebliche Zweifel" gegenüber dem Vorschlag. Wichtige Detailfragen seien weiter ungeklärt, sagte Weil der Zeitung. "Solche Vorschläge tragen zur Verunsicherung der Menschen bei, helfen uns aber nicht bei der Eindämmung des Infektionsgeschehens", sagte Weil weiter.

+++ 12:16 Scholz: Länder müssen bei 100er-Inzidenz Ausgangssperren nutzen +++
Vize-Kanzler Olaf Scholz plädiert dafür, überall Ausgangssperren zu nutzen, wo die Inzidenzen über den Wert von 100 steigen. Dies sei noch nicht überall geschehen, etwa im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen, sagt der SPD-Kanzlerkandidat. Das Virus müsse eingeschränkt werden, mit einer neuen Kraftanstrengung, um die dritte Infektionswelle zu brechen.

+++ 11:53 Für nachhaltige Öffnungsstrategie: Regierung fordert deutliches Absenken der Infektionszahlen +++
Die Bundesregierung fordert einen entschiedeneren Kampf gegen Corona. "Es ist richtig, dass die Infektionszahlen bundesweit noch einmal deutlich abgesenkt werden müssen. Dann kann darauf aufbauend eine nachhaltige Öffnungsstrategie umgesetzt werden, die durch umfangreiches Testen abgesichert wird", sagt ein Regierungssprecher auf Anfrage. Das könne nur bei geringen Fallzahlen gelingen, mit einer stabilen Inzidenz, die deutlich unter 100 liege. "Für dieses Ziel bedarf es noch einmal einer Kraftanstrengung", sagt der Sprecher und reagiert damit auf die Forderung von NRW-Ministerpräsident Armin Laschet nach einem härteren Kurs.

+++ 11:46 EMA-Vertreter sieht Zusammenhang zwischen Astrazeneca-Impfung und Thrombosen +++
Ein hochrangiger Vertreter der EU-Arzneimittelbehörde EMA hat eine Verbindung zwischen der Corona-Impfung mit dem Astrazeneca-Impfstoff und dem Auftreten von Blutgerinnseln bei einzelnen Geimpften gezogen. "Wir können mittlerweile sagen, dass es klar ist, dass es einen Zusammenhang mit dem Impfstoff gibt", sagte der Chef der EMA-Impfabteilung, Marco Cavaleri, mit Blick auf die Thrombosen nach Astrazeneca-Impfungen in einem veröffentlichten Interview mit der italienischen Zeitung "Il Messaggero".

+++ 11:33 Bundesagentur für Arbeit registriert mehr als 4000 Hinweise auf Kurzarbeitergeld-Betrug +++
Gut 4690 Hinweise auf Betrug beim Kurzarbeitergeld sind seit Beginn der Corona-Pandemie bis Ende Februar bei der Bundesagentur für Arbeit (BA) eingegangen. Dabei handele es sich um Hinweise, nicht um konkrete Verdachtsfälle oder gar bestätigte Verstöße, teilte eine BA-Sprecherin mit. 276 Fälle habe die BA an das Hauptzollamt und 61 an Staatsanwaltschaft oder Polizei abgegeben, da sich ein Anfangsverdacht ergeben habe. "Es gibt also Betrugsversuche, das ist aber kein Massenphänomen", hieß es von der BA. Bei den meisten Hinweisen geht es nach BA-Angaben um den Vorwurf, dass Arbeitszeit manipuliert wurde - also Kurzarbeit für Beschäftigte angemeldet wurde, obwohl diese unverändert oder sogar mehr als zuvor arbeiten.

+++ 11:15 Dänemark lockert Corona-Beschränkungen +++
Die Däninnen und Dänen können erstmals seit Monaten wieder zum Friseur gehen oder sich bei Interesse ein Tattoo stechen lassen. Seit Dienstag dürfen Dienstleister wie Friseure, Tätowierer, Masseure und Kosmetiker nämlich fast im gesamten Land wieder Kunden bedienen, auch Sonnenstudios und Fahrschulen dürfen im nördlichsten deutschen Nachbarland wieder öffnen. Kunden sollen aber auf ihrem Smartphone einen maximal 72 Stunden alten negativen Corona-Test, eine Impfung gegen Covid-19 oder eine überstandene Infektion vorzeigen können.

+++ 10:56 Zum Start nur etwa 20 Impfdosen in der Woche pro Hausarztpraxis +++
Die Corona-Impfungen in Arztpraxen werden aus Sicht des Hausärzteverbands eher schleppend anlaufen. Die Hausärzte seien zwar startklar und es hätten sich 35.000 Praxen gemeldet, sagte Verbandschef Ulrich Weigeldt am Dienstag im rbb-Inforadio. Es gebe aber anfangs nur wenig Impfdosen. "Das ist etwas, worüber wir nicht ganz glücklich sind, dass wir zunächst im Schnitt ungefähr 20 Dosen pro Praxis bekommen pro Woche. Das ist ein bisschen wenig." Pilotpraxen, die seit März impfen, hätten in der Routine 60, 70 - auch um 100 - Patienten in der Woche gut impfen können, sagte er. Er erwarte aber, dass die Hausarztpraxen zeitnah deutlich mehr Impfdosen bekommen.

+++ 10:32 Bundesregierung zurückhaltend bei vorverlegten Gesprächen mit Ländern +++
Die Bundesregierung reagiert zurückhaltend auf die Forderung von Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet, noch in dieser Woche ein neues Bund-Länder-Spitzengespräch zur Corona-Krise anzusetzen. "Der Bund steht immer bereit für gemeinsame Beratungen. Voraussetzung ist, dass diese gut vorbereitet sind", sagt eine Regierungssprecherin.

+++ 10:14 Indien meldet erneut hohe Fallzahlen +++
Nach den letzten Rekord-Corona-Neuinfektionen in Indien bleiben die Infektionszahlen anhaltend hoch. Es wurden zuletzt knapp 97.000 Fälle erfasst, wie aus Zahlen des indischen Gesundheitsministeriums vom Dienstag hervorgeht. Am Montag wurden mehr als 103.000 neue Fälle innerhalb von 24 Stunden gemeldet. Es wird befürchtet, dass die Infektionszahlen in dem Riesenland weiter deutlich steigen werden.

+++ 09:52 Britische Medizin-Behörde prüft Thrombose-Fälle nach Astrazeneca-Impfung +++
Die britische Arzneimittelbehörde untersucht Fälle von seltenen Blutgerinnseln im Gehirn nach einer Impfung mit dem Präparat von Astrazeneca. Das teilte die Medicines and Healthcare Regulatory Agency (MHRA) mit. Zuvor hatte es einen Medienbericht gegeben, wonach die Behörde erwägt, das Präparat nicht mehr für unter 30-Jährige zu empfehlen. "Unsere gründliche und detaillierte Untersuchung zu Berichten von sehr seltenen und spezifischen Arten von Blutgerinnseln mit einer geringen Anzahl an Blutplättchen nach einer Impfung mit Astrazeneca wird fortgeführt, sagte MHRA-Chefin June Raine der Mitteilung zufolge. Eine regulatorische Entscheidung sei noch nicht gefallen, betonte sie jedoch. Die Behörde rief dazu auf, Impftermine weiterhin wahrzunehmen.

+++ 09:36 GEW hofft durch Osterferien auf "Bremswirkung" +++
Das weitere Vorgehen an den Schulen nach den Osterferien ist nach Ansicht der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) wegen der Corona-Lage offen. Gewerkschaftschefin Marlis Tepe äußerte die Hoffnung, dass die Ferien eine "gewisse Bremswirkung auf das Pandemiegeschehen haben". Man müsse die Entwicklung genau beobachten, sagte sie. "Je nach Infektionslage müssen die Schulen nach den Ferien wieder in den Wechselunterricht gehen und auf Abstand und Hygiene achten." Zu den Schnelltests, die bei vielen Schülern und Lehrern nun regelmäßig zum Einsatz kommen sollen, sagte sie, diese böten eine zusätzliche Möglichkeit, Infektionen zu erkennen und Infektionsketten zu unterbinden. Da sie nicht ganz sicher seien, müssten die anderen Schutzmaßnahmen - etwa die AHA+L-Regel (Abstand, Hygiene, Alltagsmaske plus Lüften) - weiter eingehalten werden.

+++ 09:20 Lauterbach glaubt nicht an ein schnell anziehendes Impftempo durch Hausärzte +++
Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach glaubt nicht an ein schnell anziehendes Impftempo durch die Mithilfe der Hausärzte: "Das wird den Weg aus der dritten Welle nicht wirklich beschleunigen, denn dafür haben wir nicht genügend Impfstoff", sagte er in der ntv-Sendung "Frühstart". Dennoch teilt er die Ansicht von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, dass bis Mai 20 Prozent der Deutschen eine Erstimpfung bekommen könnten. "Die Berechnung würde ich sogar teilen, aber das enthält ja die 10 Prozent, die jetzt bereits geimpft sind.", so Lauterbach. Der SPD-Politiker spricht sich dafür aus, Menschen mit vollem Impfschutz ihre Grundrechte zurückzugeben, aber er hält die Debatte darüber für zu früh: "Menschen die vollgeimpft sind, sollten so behandelt werden wie Menschen die negativ getestet sind. Aber die Diskussion ist verfrüht." Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 08:59 Stuttgarter Bürgermeister nach Massen-Demo: Es gab keine Verbots-Grundlage +++
Nach massenhaften Verstößen gegen die Corona-Auflagen bei einer "Querdenker"-Großdemonstration verteidigt Stuttgarts Oberbürgermeister Frank Nopper die Entscheidung, die Demo zu genehmigen. "Die Stadt hätte die Versammlung nicht verbieten dürfen. Es gab vor der Versammlung auf der Grundlage der Anmeldungen überhaupt keinen rechtlich begründbaren Ansatz, ein Versammlungsverbot auszusprechen", sagte er im Interview mit der "Stuttgarter Zeitung" und den "Stuttgarter Nachrichten". Rund 15.000 Menschen hatten sich am Karsamstag größtenteils ohne Masken und Mindestabstand versammelt und die Stadt in große Erklärungsnot gebracht. Die gegenteilige Rechtsauffassung des Sozialministeriums sei nicht nachvollziehbar, meinte Nopper. "Das Ministerium hätte uns im Übrigen ja anweisen können, die Demo zu verbieten. Das ist nicht erfolgt. Sie hätten auf den Infektionsschutz verweisen können."

+++ 08:37 Laschets "Brücken-Lockdown" soll zwei bis drei Wochen dauern +++
Der von Armin Laschet geforderte "Brücken-Lockdown" soll etwa zwei bis drei Wochen dauern. Das sagte der NRW-Ministerpräsident im "Morgenmagazin" von ARD und ZDF. "Wir sollten noch einmal Anstrengungen unternehmen und das öffentliche Leben reduzieren", so der CDU-Chef. Durch den Impf-Start in den Hausarztpraxen könne nun Tempo gemacht werden. "Und wir erkennen, dass schon in ganz kurzer Zeit 20 Prozent, danach 30,40 Prozent der deutschen Bevölkerung geimpft ist", sagte Laschet weiter. Die Idee eines "Brücken-Lockdowns" sei nicht neu. Auch die wieder zurückgenommenen Pläne für eine "Osterruhe" seien in eine ähnliche Richtung gegangen. "Etwas vergleichbares brauchen wir." Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 08:18 Sechs von zehn Regionen mit den höchsten Inzidenz-Werten liegen in Thüringen +++
Mit Blick auf die Sieben-Tage-Inzidenz ist die bayerische Stadt Hof die am stärksten von der Pandemie betroffene Region Deutschlands. Dem neuesten Datenstand des Robert-Koch-Instituts (RKI) zufolge weist die kreisfreie Stadt einen Wert von 486,6 neu registrierten Fällen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche auf. Hinter Hof folgen der Landkreis Greiz in Thüringen (437,4) und der Landkreis Kronach in Bayern (377,6). Von den zehn Regionen mit den höchsten Werten liegen laut RKI sechs in Thüringen, drei in Bayern und einer in Sachsen. Die größten Lichtblicke gibt es laut RKI in Nordfriesland. Demnach weist der Kreis in Schleswig-Holstein die bundesweit niedrigste Sieben-Tage-Inzidenz auf (18,1), dahinter folgt der Kreis Plön in Schleswig-Holstein (21,8).

+++ 07:55 Günther offen für rasche Bund-Länder-Gespräche +++
Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther ist nach einem Bericht der "Lübecker Nachrichten" für eine weitere rasche Konferenz der Länderchefs mit Bundeskanzlerin Angela Merkel offen. Diese könne auch in Präsenz abgehalten werden, sagte er und verwies zugleich auf die bereits getroffenen Verabredungen zur Eindämmung der Pandemie. Entscheidend sei, dass die Notbremse auch gezogen werde, wenn die Sieben-Tage-Inzidenz den kritischen Wert von 100 überschreite.

+++ 07:34 Erste Hausärzte starten heute mit Impfungen +++
Nach dem schleppenden Start der Corona-Impfungen beginnt nun die zweite Stufe der Impfkampagne in Deutschland: In dieser Woche wollen bundesweit 35.000 Hausärzte mit Impfungen gegen das Coronavirus loslegen. Einige Praxen starten bereits heute, andere warten noch auf Impfstoff und wollen in den nächsten Tagen folgen. Seit Beginn der Impfkampagne Ende Dezember wurden die Vakzine bisher vor allem in den bundesweit 430 Impfzentren verabreicht. Zunächst steht den Hausärzten nur ein überschaubares Angebot zur Verfügung. In der ersten Woche erhalten alle Praxen zusammen 940.000 Impfdosen. Das sind rein rechnerisch gut 26 Dosen pro Praxis. In der Woche vom 26. April gibt es dann aber einen deutlichen Schub, dann können die Praxen insgesamt mit mehr als drei Millionen Dosen rechnen.

+++ 07:17 Quarantänefreier Reiseverkehr zwischen Australien und Neuseeland startet am 19. April +++
Zwischen Australien und Neuseeland soll es ab dem 19. April wieder einen quarantänefreien Reiseverkehr geben. Das teilt die neuseeländische Ministerpräsidentin Jacinda Ardern auf einer Pressekonferenz mit.

+++ 07:02 Wirtschaft sieht sich bei Tests auf Kurs +++
Die deutsche Wirtschaft sieht sich bei Corona-Tests für Beschäftigte auf Kurs. "Zwischen 80 und 90 Prozent der deutschen Unternehmen testen oder bereiten den Teststart unmittelbar vor", heißt es in einem Schreiben von Spitzenverbänden der Wirtschaft an Bundeskanzlerin Angela Merkel. Das Schreiben liegt der Deutschen Presse-Agentur vor. Darin heißt es: "Der Testappell zeigt damit trotz kurzer Vorbereitungsphase Wirkung." Mehr Tests und mehr Homeoffice spielen eine wichtige Rolle in der Debatte darüber, wie die Ausbreitung des Coronavirus eingedämmt werden kann. Die Spitzenverbände der Wirtschaft lehnen Forderungen aus der Politik nach gesetzlichen Vorgaben ab. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 06:42 Bayern setzt auf Verlängerung von Intervallen zwischen Impfungen +++
Um mehr Menschen in kürzerer Zeit gegen das Coronavirus impfen zu können, setzt Bayern auf eine Verlängerung der Intervalle zwischen Erst- und Zweitimpfung. Bereits seit dem 12. März setze der Freistaat die Empfehlungen der Ständigen Impfkommission zum Abstand zwischen den Impfungen um, sagte der bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek der "Augsburger Allgemeinen". Bei Impfungen mit den Vakzinen von Biontech/Pfizer und Moderna betrage der Abstand nunmehr sechs Wochen, bei Astrazeneca zwölf Wochen. Mit dem größeren Impfabstand verzichte Bayern auch weitgehend auf Zurückstellung von Impfdosen für die Zweitimpfung, sagte Holetschek. So sei die Reserve-Regelung für den Astrazeneca-Impfstoff aufgehoben worden; für den Impfstoff von Biontech/Pfizer sei sie auf 10.000 Dosen reduziert worden.

+++ 06:16 Kubicki nennt Laschet-Forderung nach "Brücken-Lockdown" eine "Verzweiflungstat" +++
Der FDP-Vizevorsitzende Wolfgang Kubicki hat die Forderung von CDU-Chef Armin Laschet nach einem "Brücken-Lockdown" als "Verzweiflungstat" kritisiert. Die Menschen sollten noch stärker eingeschränkt werden, "um das Scheitern der Impfstrategie der CDU-geführten Bundesregierung zu überdecken", sagte der Vizepräsident des Bundestages den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Außerdem entstehe der Eindruck, Laschet wolle 'bei der Unions-Kanzlerfrage wieder Boden gutmachen. Kubicki betonte: "Viele Menschen im Land haben genug von neuen, noch härteren Einschränkungsankündigungen und wollen vielmehr, dass die Bundesregierung endlich ihren Job vernünftig macht. Nach einem Lockdown, der im November begann und nur kurz währen sollte, sind solche Parolen eine Zumutung."

+++ 05:33 RKI meldet 6885 neue Fälle +++
Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet binnen eines Tages 6885 Corona-Neuinfektionen und 90 neue Todesfälle. Vor genau einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 9549 Neuinfektionen und 180 neue Todesfälle verzeichnet. Das RKI weist darauf hin, dass rund um die Osterfeiertage vielerorts meist weniger Tests gemacht und gemeldet werden. Zudem könne es sein, dass nicht alle Gesundheitsämter und zuständigen Landesbehörden an allen Tagen an das RKI übermitteln. Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner liegt bei 123,0. Am Vortag gab das RKI diese Sieben-Tage-Inzidenz mit 128,0 an, vor drei Wochen mit 83,7.

Hinweis: Die Zahlen des RKI weichen in der Regel leicht von jenen Falldaten ab, die ntv.de täglich am Abend meldet. Das ntv.de-Datenteam greift direkt auf die Meldezahlen aus den Bundesländern zu, wie sie von den Ministerien und Behörden vor Ort veröffentlicht werden. Das RKI hingegen ist an die gesetzlich vorgeschriebenen Meldewege gebunden, was zu einem zeitlichen Verzug führen kann.

Zudem bilden die jeweiligen Tageswerte unterschiedliche Erfassungszeiträume ab: Die ntv-Auswertung sammelt die jeweils bis zum Abend veröffentlichten Länderangaben und errechnet daraus einen täglichen Stand der gemeldeten Fallzahlen, der in der Regel ab 20.00 Uhr veröffentlicht wird. Das Erfassungssystem des RKI dagegen berücksichtigt eingehende Meldungen bis Mitternacht, wobei der aktuelle Datenstand dann am nachfolgenden Morgen bekannt gegeben wird.

+++ 05:10 Saarland beginnt mit Lockdown-Ausstieg +++
Trotz steigender Infektionszahlen beginnt das Saarland heute mit einem Ausstieg aus dem Corona-Lockdown. Eine ganze Reihe von Einrichtungen und Häusern darf wieder öffnen, neben der Außengastronomie zählen auch Kinos, Theater, Konzerthäuser, Fitnessstudios und Tennishallen dazu. Wer das Angebot nutzen möchte, braucht in der Regel einen negativen Corona-Schnelltest, der nicht älter als 24 Stunden sein darf. Zudem dürfen sich im Freien bis zu zehn Personen treffen, auch am Biertisch, wenn sie negativ getestet worden sind.

+++ 04:47 Politiker aus Union und SPD reagieren skeptisch auf Seehofer-Vorstoß für Corona-Bundesgesetz +++
Mit seinem Vorschlag, einheitliche Corona-Regeln per Bundesgesetz durchzusetzen, ruft Bundesinnenminister Horst Seehofer Skepsis hervor - auch in der Union. Er sei "nicht sicher, ob im Bundesrat und den Landesregierungen derzeit eine Mehrheit für strengere bundeseinheitliche Vorhaben vorhanden ist", sagt der stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag, Thorsten Frei der "Welt". "Wir beobachten im Augenblick leider das Gegenteil." Die stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Bärbel Bas beklagt, dass es seit Tagen "immer nur Ankündigungen" gebe, dem Bundestag bisher "aber keinerlei konkrete Vorschläge" vorlägen. Notwendig sei es, das Parlament frühzeitig einzubeziehen. Dies sei "bislang stets am Willen der Kanzlerin gescheitert", kritisiert Bas.

+++ 03:27 Bouffier grundsätzlich offen für Bund-Länder-Gespräche schon diese Woche +++
Hessens Ministerpräsidenten Volker Bouffier zeigt sich offen für den Vorschlag, die nächste Bund-Länder-Konferenz vom kommenden Montag auf diese Woche vorzuziehen. Sie müsse dann aber als Präsenzveranstaltung stattfinden und das Ziel müsse eine Verständigung der Länder sein, sagt Bouffier dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND).

+++ 02:20 Lage in Spanien spitzt sich zu +++
Die Corona-Lage in Spanien spitzt sich zu. Offiziellen Daten zufolge steigt die Zahl der Infizierten pro 100.000 Einwohner, die sich in den vergangenen 14 Tagen mit Covid-19 infiziert haben, auf 163,4. Am Samstag waren es noch 151,8 gewesen. Der Leiter des Gesundheits-Notdienstes, Fernando Simon, sagt, die Zahl der Neuinfektionen steige landesweit und im Gesundheitssystem beginne sich Druck aufzubauen. Gleichwohl sei die Entwicklung nicht so heftig wie bei den vergangenen Infektionswellen.

+++ 01:06 Studie: Zukunftsängste der Deutschen nehmen in Pandemie zu +++
Die Zukunftsängste der Deutschen haben sich während der Corona-Pandemie verschärft. Das geht aus einer Studie der Bertelsmann-Stiftung in Zusammenarbeit mit dem infas Institut hervor, aus der das Redaktionsnetzwerk Deutschland zitiert. Während im Frühjahr des vergangenen Jahres noch 38 Prozent der Befragten der Aussage "Ich mache mir große Sorgen um meine Zukunft" zustimmten, waren es laut der Studie im Dezember bereits mehr als 50 Prozent. Im Rahmen der Studie "Gesellschaftlicher Zusammenhalt in Zeiten der Pandemie" befragten die Forscher im vergangenen Jahr 611 Menschen drei Mal. Vor allem bei jungen Menschen unter 30 Jahren nahmen die Zukunftsängste deutlich zu. Im Dezember 2020 äußerten laut der Studie zwei Drittel der Befragten in dieser Altersgruppe Zukunftssorgen, während der Wert in den anderen Altersgruppen zwischen rund 20 und 40 Prozent lag.

+++ 23:50 CSU knüpft Vorziehen der Corona-Beratungen an Bedingungen +++
Bayern ist laut CSU-Generalsekretär Markus Blume nur dann für ein Vorziehen der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) auf diese Woche, wenn alle Bundesländer grundsätzlich zu einer Verschärfung der geltenden Corona-Regeln bereit sind. Blume sagt bei "Bild live": "Eine neue MPK bringt ja nichts, wenn danach wieder jeder Seins macht. Deshalb ist ganz entscheidend, dass die Bereitschaft der Länder da ist zu weitergehenden Maßnahmen." Blume reagiert damit auf den Vorschlag des nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Armin Laschet, im Kampf gegen das Coronavirus einen schnellen und harten "Brücken-Lockdown" zu beschließen.

+++ 22:34 USA wollen globale Impfanstrengungen stärker unterstützen +++
US-Außenminister Antony Blinken hat eine stärkere Unterstützung der USA für die globalen Impfanstrengungen in Aussicht gestellt. Angesichts der Fortschritte der amerikanischen Impfkampagne prüfe die Regierung Optionen, wie die USA künftig mehr Ressourcen mit anderen Ländern teilen könnten, sagte Blinken. "Wir glauben, dass wir in der Lage sein werden, an dieser Front viel mehr zu tun", sagte Blinken. "Ich weiß, dass viele Länder von den Vereinigten Staaten fordern, mehr zu tun - einige mit wachsender Verzweiflung wegen des Umfangs und Ausmaßes ihrer Corona-Notsituation. Wir hören Sie. Und ich verspreche Ihnen, dass wir so schnell wie möglich handeln werden."

+++ 22:03 Inzidenz in Schleswig-Holstein sinkt auf 66,5 - im Saarland legt sie merklich zu +++
Aktuell liegt in drei Bundesländern die 7-Tage-Inzidenz unter der "Notbremsen"-Schwelle von 100. Den niedrigsten Wert verzeichnet Schleswig-Holstein, wo die Inzidenz zuletzt leicht nachgab auf 66,5. Trauriger Spitzenreiter ist erneut Thüringen, wo die Inzidenz bei 227 liegt, auch wenn sie zuletzt um 7,5 Punkte sinkt. Unter den westdeutschen Bundesländern weist das Saarland den größten Zuwachs (plus 3,1) auf 91,3 auf. Den größten Zuwachs verzeichnet jedoch Sachsen mit einem Plus von 4,8 auf 189,7.

Die vorangegangenen Entwicklungen lesen Sie hier.

Quelle: ntv.de, mba/jpe/hek/dpa/AFP/rts/DJ

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