Panorama

Auf Mast geklettert 19-Jähriger stirbt an Stromschlag

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Von den 15.000 Volt der stromführenden Oberleitung auf Bahnanlagen geht eine erhebliche Gefahr aus.

(Foto: picture alliance / Carmen Jasper)

Vor den Augen seiner Freundin klettert ein 19-Jähriger auf die Masten einer Bahn-Oberleitung und kommt dabei den Kabeln zu nah: Der leichtsinnige Spaß kostet den jungen Mann das Leben. Immer wieder sterben Jugendliche bei solchen riskanten Aktionen.

Beim Klettern an der Bahnlinie zwischen Hannover und Wolfsburg hat ein 19-Jähriger einen tödlichen Stromschlag erlitten. Wie die Polizei im niedersächsischen Gifhorn mitteilte, hatte der junge Mann am Samstagabend im Beisein seiner 17-jährigen Freundin einen Masten der Oberleitung erklommen, als es zu einem sogenannten Spannungsüberschlag kam. Er wurde von einem Stromschlag getroffen und stürzte zu Boden.

Obwohl die Freundin sofort die Rettungskräfte verständigte, konnte ein Notarzt nur noch den Tod des 19-Jährigen feststellen. Im Einsatz waren die Bundespolizei, ein Notfallmanager der Deutschen Bahn und ein Notfallseelsorger.

In der Vergangenheit kam es deutschlandweit immer wieder zu solchen tödlichen Unfällen. Erst Anfang Mai hatte eine 17-Jährige in Sachsen beim Klettern auf eine Elektrolokomotive einen tödlichen Stromschlag erlitten, als sich aufgrund der Nähe zu einer Hochspannungsleitung im Bahnhof von Pirna ein Lichtbogen bildete. Im Februar wurde ein 15-jähriges Mädchen in Leipzig beim Herumklettern auf Güterwaggons getötet.

Insbesondere von der stromführenden Oberleitung auf Bahnanlagen geht der Bundespolizei zufolge eine erhebliche Gefahr aus. Bei 15.000 Volt reicht demnach ein Unterschreiten des Sicherheitsabstands von anderthalb Metern aus, um einen Spannungsüberschlag auszulösen.

Quelle: ntv.de, hny/AFP

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