Panorama

Dutzende in Quarantäne 20 Corona-Fälle in Bremerhavener Freikirche

In Bremerhaven treffen sich rund 150 Mitglieder einer Pfingstgemeinde zu Gottesdiensten. Jetzt sind mindestens 20 von ihnen mit dem Coronavirus infiziert. Dutzende weitere Mitglieder der Kirchengemeinde befinden sich in Quarantäne.

Im Zusammenhang mit einer Pfingstgemeinde in Bremerhaven haben sich mindestens 20 Menschen mit dem Coronavirus angesteckt. "Das Ausbruchsgeschehen wird weiter ermittelt", sagte ein Sprecher der Bremer Gesundheitssenatorin.

Zuerst hatte die "Nordsee-Zeitung" über den Ausbruch berichtet. Betroffen ist eine Glaubensgemeinschaft in einem Grenzgebiet von Bremerhaven und dem Landkreis Cuxhaven, sodass ein Teil der Fälle statistisch zu Niedersachsen gerechnet werde.

Bereits am Dienstag hatte der Magistrat der Stadt Bremerhaven auf den Ausbruch mit damals mindestens fünf neuen Fällen hingewiesen. Am Donnerstag sind drei weitere Fälle in der Kirchengemeinde bestätigt worden, teilte Magistratssprecher Volker Heigenmooser mit. Im Landkreis Cuxhaven sind es zwölf. 43 weitere Mitglieder der Kirchengemeinde befinden sich in Quarantäne.

Patient eins noch unbekannt

Es sei von einem begrenzten Geschehen "im sozialen und familiären Kontext" auszugehen, hieß es in einer Mitteilung. "Wir können nicht ausschließen, dass noch zahlreiche weitere Fälle auftreten", so Heigenmooser weiter.

Mitarbeiter des Gesundheitsamtes versuchen derzeit, die Kontaktwege der Infizierten zu rekonstruieren. Da viele Mitglieder der Gemeinde aus dem Landkreis stammen, arbeitet das Bremerhavener Gesundheitsamt eng mit den Kollegen in Cuxhaven zusammen. "Einen Patienten eins, von dem alles ausging, gibt es zurzeit nicht", sagte Heigenmooser außerdem.

Die im Schierholz ansässige Gemeinde hat zwischen 800 und 1000 Mitglieder. Bei den Gottesdiensten haben sich nach Erkenntnissen des Krisenstabs bis zu 150 Mitglieder der Freien Evangeliums Christengemeinde getroffen. Erst vergangene Woche hatten sich bei einem Gottesdienst in Frankfurt mindestens 40 Menschen mit Corona infiziert.

Quelle: ntv.de, nan/dpa