Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 21:10 Infektionstrend in Berlin steigt weiter an +++

+++ 21:10 Infektionstrend in Berlin steigt weiter an +++

Das Coronavirus breitet sich in Berlin nach offiziellen Zahlen weiter aus. Die Gesundheitsämter meldeten 203 Neuinfektionen nach dem Rekord von 339 am Freitag. Der Durchschnittswert der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen liegt nun bei 37,8, wie die Gesundheitsverwaltung mitteilte. Am Vortag hatte der für die Analyse des Infektionstrends wichtige Wert noch 34,5 gelegen - er steigt seit geraumer Zeit kontinuierlich an. Im Corona-Warnsystem des Landes steht wegen der hohen Zahl der Neuinfektionen im 7-Tage-Zeitraum eine von drei Ampeln schon seit geraumer Zeit auf Rot. Grün sind die Signale zur Auslastung der Intensivbetten und zum Reproduktionswert. Dieser gibt an, wie viele Menschen ein Corona-Infizierter durchschnittlich ansteckt.

+++ 20:47 Fünf Corona-Tote und mehr als 2100 Neuinfektionen in Deutschland +++
Die Gesundheitsbehörden haben in Deutschland 2108 Neuinfektionen mit dem Corona-Virus gemeldet. Das ergibt die aktuelle Zählung von ntv.de. Zudem registrierten die Behörden fünf neue Todesfälle. Die Gesamtzahl der Infizierten stieg damit auf 297.887, die der Todesfälle auf 9521. In den Zahlen sind die Daten aus Bayern, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Sachsen-Anhalt nicht enthalten. Diese Bundesländern melden am Wochenende keine Corona-Zahlen.

Der Trend zeigt damit jedoch weiter nach oben. Das Sieben-Tage-Mittel, das am Donnerstag erstmals seit April über 2000 gestiegen war, legt weiter zu auf 2070.

+++ 20:37 "Ins Chaos gestürzt" - Bürgermeister beklagt Abriegelung von Madrid +++
Der Bürgermeister von Madrid, José Luis Martínez-Almeida, hat die Zwangsabriegelung seiner Stadt durch die spanische Zentralregierung als "Quatsch" kritisiert. "Es gibt jetzt mehr Bewegung in der Hauptstadt als gestern", sagte Martínez-Almeida am Samstag dem Radiosender Cope. Am Hauptbahnhof Atocha, am Flughafen und auch sonst habe die linke Zentralregierung bisher keine Kontrollen errichtet, sagte der konservative Politiker. Die Wirtschaft erleide zudem enorme Verluste, bei den Menschen herrsche Ungewissheit. "Die Regierung hat Madrid in ein Chaos gestürzt." Die spanische Hauptstadt gilt als ein Corona-Hotspot. Neben Madrid sind seit Freitagabend neun weitere Kommunen im Großraum der Hauptstadt gegen den Willen der Regionalregierung abgesperrt. Betroffen sind knapp 4,8 der 6,6 Millionen Einwohner der Region.

+++ 20:10 Arbeitnehmer sollen Recht auf 24 Tage Homeoffice im Jahr bekommen +++
Bundesarbeitsminister Hubertus Heil will möglichst allen Arbeitnehmern einen Rechtsanspruch auf mindestens 24 Tage Homeoffice im Jahr einräumen. Wie die "Bild am Sonntag" vorab berichtet, hat Heil sein angekündigtes "Mobile Arbeit Gesetz" fertiggestellt und will es nun in die Ressortabstimmung geben. Es sieht demnach vor, dass ein Arbeitgeber den Wunsch nach mobiler Arbeit nur dann ablehnen darf, wenn es dafür nachvollziehbare organisatorische oder betriebliche Gründe gibt. "Dort, wo es möglich ist, sollen alle Angestellten einen gesetzlichen Anspruch von mindestens 24 Tagen pro Jahr für mobile Arbeit bekommen", sagte Heil der "Bild am Sonntag".

+++ 19:52 Corona-Ausbruch in Brandenburger Klinik: Aufnahmestopp und Besuchsverbot +++
In Brandenburg hat eine Klinik wegen eines Corona-Ausbruchs die Aufnahme neuer Patienten gestoppt und ein vollständiges Besuchsverbot verhängt. Wegen einer Häufung von Corona-Infizierten nimmt das Helios-Klinikum in Bad Saarow nach Angaben des Brandenburger Gesundheitsministeriums keine neuen Patienten mehr auf. Für die Einrichtung wurde ein Aufnahmestopp erteilt, Patienten dürfen auch nicht in andere Kliniken verlegt werden, wie Sprecher Gabriel Hesse der DPA sagte. Seinen Angaben zufolge sind bislang 20 positive Fälle bekannt, betroffen sind elf Mitarbeiter und neun Patienten. Die Kontaktnachverfolgungen und Untersuchungen zum Ausbruchsgeschehen vor Ort liefen. Alle Patienten und alle Mitarbeiter werden auf das Coronavirus getestet. Für das Klinikum gelte ein Besuchsverbot, wie Hesse weiter mitteilte. Die Rettungsstelle sei abgemeldet worden und werde nicht mehr von Krankenwagen angefahren.

+++ 19:47 Ukrainischer Ex-Präsident infiziert +++
Der frühere Präsident der Ukraine, Petro Poroschenko, hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Der 55-Jährige ist in ein Krankenhaus gebracht worden, er habe eine beidseitige Lungenentzündung, teilte seine Frau Marina in sozialen Netzwerken mit. Eine der beiden Töchter sei ebenfalls positiv auf das Coronavirus getestet worden. Der prowestliche Politiker hatte den osteuropäischen Staat von 2014 bis 2019 regiert. Im August war bereits Ex-Ministerpräsidentin Julia Timoschenko an Covid-19 erkrankt. Auch sie wurde in einer Klinik behandelt, die sie inzwischen aber wieder verlassen hat. In dem verarmten Land steigen die Infektionszahlen seit Wochen rapide an. Mit 92 Toten und 4661 Neuinfektionen hatten die Behörden am Samstag Rekordwerte gemeldet.

+++ 19:35 Covid-Fälle im Parlament: US-Senat pausiert bis 19. Oktober +++
Angesichts der Covid-Fälle unter Senatoren verschiebt die US-Kongresskammer alle Plenumssitzungen bis nach dem 19. Oktober. Das kündigt der republikanische Mehrheitsführer Mitch McConnell an. Der Justizausschuss soll weiter am 12. Oktober die Anhörungen zu Trumps Kandidatin für das Oberste Gericht, Amy Coney Barrett, aufnehmen. Hier waren virtuelle Sitzungen im Gespräch.

+++ 19:29 Teheran schließt öffentliche Einrichtungen für eine Woche +++
In Teheran werden den staatlichen Medien zufolge für eine Woche Schulen, Moscheen, Bibliotheken und andere öffentliche Einrichtungen geschlossen. Die Zahl der bekannten Fälle im Iran stieg dem Gesundheitsministerium zufolge zuletzt um 3523 auf 468.119. Zudem gebe es 179 weitere Tote und damit insgesamt 26.746. Präsident Hassan Ruhani hat schwere Strafen für Infizierte gefordert, die ihre Erkrankung geheim halten.

+++ 18:47 Infektionszahlen in den Niederlanden explodieren +++
Die Zahl der Corona-Infektionen in den Niederlanden steigt weiter extrem schnell an. Für heute meldeten die Behörden 3967 Neuinfektionen, fast das Dreifache der Höchstewerte bei der ersten Infektionswelle im Frühjahr.

+++ 18:17 Auch Ex-Gouverneur und Trump-Berater Christie infiziert +++

Auch der frühere Gouverneur von New Jersey, Chris Christie, ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte Christie auf Twitter mit. Der Republikaner hatte am Dienstag an der Vorbereitung Donald Trumps für die TV-Debatte mit dem demokratischen Herausforderer Joe Biden teilgenommen. Dem Sender ABC sagte der 58-Jährige dazu: "Niemand im Raum hat Masken getragen." Aus Trumps Umfeld wurden in den vergangenen Stunden immer mehr Infektionen bekannt - darunter die frühere Trump-Beraterin Kellyanne Conway sowie die Senatoren Mike Lee, Thom Tillis und Ron Johnson.

+++ 17:56 Tausende demonstrieren für und gegen Corona-Maßnahmen +++
Tausende Menschen haben in Konstanz für und gegen die Corona-Politik demonstriert. Mit einer sogenannten Friedensmenschenkette hat unter anderem die Initiative "Querdenken" am Bodenseeufer mehr als 1000 Menschen mobilisiert. An der Insel Mainau waren es laut Polizei mindestens weitere 500. Angemeldet hatten die Organisatoren jedoch 15 000 Menschen - und auf noch viel mehr gehofft. Zahlen von den Veranstaltern gab es zunächst nicht. Dafür müssten Luftaufnahmen ausgewertet werden, hieß es vom Mitorganisator Gerry Mayr, der auch eine "Querdenker"-Demonstration am Sonntag in Konstanz veranstaltet. Gegendemonstranten aus verschiedenen Gruppierungen marschierten an der Menschenkette vorbei mit Bannern, auf denen sie sich klar zu den Corona-Maßnahmen bekannten.

+++ 17:51 Trumps Ärzte vorsichtig optimistisch +++
US-Präsident Donald Trump ist nach Angaben seines Leibarztes Sean Conley wohlauf. "Heute Morgen geht es dem Präsidenten sehr gut", sagte Conley am Militärkrankenhaus Walter Reed in Bethesda nördlich von Washington. Er sei "vorsichtig optimistisch" hinsichtlich des weiteren Krankheitsverlaufs des 74-Jährigen Patienten. Da zwischen dem siebten und zehnten Tag der Infektion ein besonders hohes Risiko bestünde, werde Trumps Zustand eng überwacht. Der Arzt Sean Dooley sagte, der Präsident müsse nicht beatmet werden. Die Notwendigkeite einer zusätzlichen Sauerstoffzufuhr könne jedoch nicht ausgeschlossen werden.

+++ 17:04 R-Wert springt über 1er-Schwelle +++
Nach einer vorübergehenden Stabilisierung der Fallzahlen auf einem erhöhten Niveau sei aktuell ein weiterer Anstieg der Übertragungen in der Bevölkerung in Deutschland zu beobachten, heißt es im aktuellen Siuationsbericht des Robert-Koch-Instituts. Die Reproduktionszahl R steigt laut RKI-Schätzung wieder deutlich über die entscheidende Schwelle von 1,0. Das Vier-Tage-R liegt demzufolge aktuell bei 1,10. Am Vortag betrug der Wert von 0,97. Auch das weniger schwankungsanfällig Sieben-Tage-R stieg leicht von 1,08 auf 1,13. Der R-Wert gibt an, wie viele weitere Menschen ein Corona-Infizierter im Durchschnitt ansteckt.

+++ 16:32 CNN: Trump hat Atemschwierigkeiten, Zustand ernst +++
Unter Berufung auf hochrangige Quellen im Weißen Haus berichtet der US-Sender CNN, dass Trumps Covid-19-Verlauf keineswegs so milde sei, wie offiziell dargestellt. Dem CNN-Korresspondenten Jim Acosta zufolge bezeichnete ein enger Berater Trumps den Zustand des Präsidenten als ernst. Trump habe Schwierigkeiten zu atmen und sei "sehr erschöpft". Auch eine weitere Quelle bestätige, dass sich Trumps Mitarbeiter große Sorgen um den Präsidenten machten. Die offiziellen Mitteilungen, denen zufolge Trump nur milde Symptome zeige und guter Dinge sei, bezeichnete Acosta als "Wunschdenken".

+++ 16:19 EU-Arzneibehörde prüft Schäden nach Remdesivir-Behandlung ++ +

Der bei US-Präsident Trump und auch in Europa zur Behandlung schwerer Covid-19-Verläufe eingesetzte Wirkstoff Remdesivir wird wegen möglicher Nierenkomplikationen genauer unter die Lupe genommen. Man habe nach entsprechenden Berichten ein Sicherheits-Prüfverfahren für das Medikament Veklury gestartet, teilte die Arzneimittelagentur der EU (EMA) bereits am Freitag mit. Das Präparat basiert auf Remdesivir. Bei einigen Patienten sollen demnach akute Nierenprobleme aufgetreten sein. Auch US-Präsident Donald Trump nimmt nach Angaben seines Leibarztes Sean Conley Remdesivir ein. Der Präsident habe nur leichte Symptome. Die Arznei hat in der EU seit Juli eine bedingte Zulassung für die Therapie von Erwachsenen und Jugendlichen, die an einer Lungenentzündung infolge einer Corona-Infektion leiden. Mögliche Nebenwirkungen sollen dabei weiter beobachtet werden.

+++ 15:52 Spahn plant Massentests in Heimen +++
Alten- und Pflegeheime sollen ab dem 15. Oktober flächendeckend Coronatests durchführen, um Bewohner, Personal und Besucher besser vor dem Virus zu schützen. Das geht aus einem Referenten-Entwurf für eine Nationale Teststrategie hervor, mit dem Bundesgesundheitsminister Jens Spahn den Einsatz von Coronatests in Deutschland regeln will. Der 23-seitige Entwurf, der dem "Spiegel" vorliegt, sieht ähnliche Regelungen für Krankenhäuser, Einrichtungen für ambulantes Operieren, Arzt- und Zahnarztpraxen, Dialyseeinrichtungen, Praxen humanmedizinischer Heilberufe sowie ambulante Pflegedienste vor. Werde in solchen Einrichtungen eine Infektion mit dem Coronavirus festgestellt, habe jeder, der in den vorangegangenen zehn Tagen dort anwesend gewesen sei, Anspruch auf einen Test. Ziel sei es, besonders gefährdete Personen besser zu schützen, heißt es in dem Entwurf. Pflegeheime sollen nach dem Willen des Gesundheitsministeriums zum Beispiel ein monatliches Kontingent für sogenannte Antigen-Schnelltests zur Verfügung gestellt bekommen. Geplant seien bis zu 50 Tests pro Bewohner. Eine Einrichtung mit 80 Bewohnern könnte also bis zu 4000 Tests im Monat nutzen. Bezahlt werden sollen die Schnelltests über den Gesundheitsfonds, aus dem gesetzliche Krankenkassen ihre Mittel erhalten.

+++ 15:12 Schleswig-Holstein kassiert 226.000 Euro Corona-Bußgelder +++
Die Behörden in Schleswig-Holstein haben seit März Bußgelder in Höhe von mehr als 226 000 Euro wegen Verstößen gegen die Corona-Beschränkungen verhängt. Das ergab eine dpa-Umfrage bei den Kreisen und kreisfreien Städten im nördlichsten Bundesland. Am häufigsten wurden nach Angaben der Kreise Verstöße gegen die Kontaktbeschränkungen bei öffentlichen oder privaten Veranstaltungen geahndet. Dafür werden gemäß dem Bußgeldkatalog des Landes für Verstöße gegen die Corona-Regelungen 150 Euro fällig. Es würden jedoch auch verstärkt Verstöße gegen die Meldepflicht und die Quarantäneverpflichtung von Reiserückkehrern registriert, sagte eine Sprecherin des Kreises Rendsburg-Eckernförde.

+++ 15:03 Fast 300 Neuinfektionen in Hessen - Frankfurt nahe kritischer Marke +++
Erneut ist in Hessen eine vergleichsweise hohe Zahl neuer Corona-Infektionen gemeldet worden. Das Sozialministerium berichtete auf seiner Übersicht von 292 zusätzlichen Infektionen und einem neuen Todesfall im Vergleich zum Freitag. Die Gesamtzahl der in Hessen seit Ausbruch der Pandemie registrierten Fälle stieg der Übersicht zufolge auf 19 616 Fälle. Bislang sind in Hessen 552 Todesopfer zu beklagen. In der größten Stadt des Landes, Frankfurt am Main, näherte sich die sogenannte Sieben-Tages-Inzidenz mit einem Wert von 43,1 weiterhin der nächsten Warnschwelle von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in der vergangenen Woche. Es folgen der Kreis Groß-Gerau mit 33,7 und die Stadt Offenbach mit 29,9.

+++ 14:44 Nur wenig Beteiligung bei "Querdenken"-Demo +++
Die heutigen Corona-Kundgebungen in der Bodenseestadt Konstanz sind nach Polizeiangaben eher schleppend angelaufen. Bis zum frühen Nachmittag hätten sich "einzelne kleinere Gruppen" mit jeweils einigen Dutzend Demonstranten in der Stadt versammelt, sagte ein Polizeisprecher zu AFP. Die Teilnehmerzahlen seien zunächst hinter den von den Organisatoren gemeldeten Zahlen zurückgeblieben, was auch am regnerischen Wetter liegen könnte, sagte der Sprecher weiter. Für den Nachmittag war nach Angaben des Veranstalters "Querdenken 753 Konstanz" eine Menschenkette als Zeichen des Protests gegen die Corona-Hygienemaßnahmen geplant, die von Konstanz bis an die österreichische Grenze reichen soll. Die Veranstalter rechneten mit mehreren tausend Teilnehmern.

+++ 14:40 Polzei warnt vor Ausflügen in die Niederlande+++
Die Polizei in der niedersächsischen Grenzregion rät von einem Ausflug am 3. Oktober in die Niederlande ab. Ein Trip in die Niederlande gehöre für viele am Tag der Deutschen Einheit dazu, twitterte die Polizeiinspektion Emsland/Grafschaft Bentheim. In Zeiten von Covid-19 sehe das anders aus. Mehrere niederländische Gemeinden hätten appelliert: "Bitte bleibt am 3. Oktober zu Hause!"

+++ 14:26 Feiern treiben Infektionszahlen in Hamburg in die Höhe +++
Die Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen in Hamburg ist um 112 gestiegen. Damit haben sich in der Hansestadt seit Ausbruch der Pandemie bereits 8175 Menschen nachweislich infiziert, wie die Gesundheitsbehörde im Internet mitteilte. Etwa 6700 von ihnen können nach Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) inzwischen als genesen angesehen werden. "Grund für die erneut erhöhten Fallzahlen an einem Samstag sind die Feiern vom vorangegangenen Wochenende", erklärte der Sprecher der Sozialbehörde, Martin Helfrich. Demnach würde sich vor allem die jüngere Altersgruppe bei Feiern in Gastronomie-Betrieben und Bars an den Wochenenden anstecken. Diese Neuinfektionen fänden sich erst knapp eine Woche später in den Zahlen wieder. Mit 28,3 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen liegt Hamburg weiterhin deutlich unter dem Grenzwert von 50. Wenn dieser überschritten wird, kann das neue Beschränkungen nach sich ziehen.

In Hamburger Krankenhäusern wurden 40 Covid-19-Patienten behandelt, zwei weniger als am Vortag. Die Zahl der Patienten auf Intensivstationen sank bis Samstag um vier auf 11. Neue Todesopfer gab es keine.

+++ 13:49 Zahl der Infektionen im Landkreis Vechta übersteigt kritischen Wert +++
Die Zahl der Corona-Neuinfektionen im niedersächsischen Landkreis Vechta ist über den als kritisch betrachteten Wert von 50 pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche gestiegen. Dies war nach einem Ausbruch in einem Alten- und Pflegeheim erwartet worden. Nach Daten des Landesgesundheitsamtes sind es nun 51,8. Im Landkreis Vechta waren insgesamt 727 Fälle gemeldet, 46 mehr als am Vortag. Das Robert Koch-Institut (RKI) weist für den Landkreis nur 19,8 neue Fälle auf 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen aus. Insgesamt hat das RKI dort 681 Fälle registriert. Wenn Zahlen in der Statistik des RKI abweichen, seien das "in der Regel Meldeverzögerungen", sagte eine Sprecherin des Landesgesundheitsministeriums. Am Freitag hatte die niedersächsische Kommune mitgeteilte, dass in einem Heim 31 Bewohner und 19 Mitarbeiter positiv getestet worden waren. Ein für den 4. Oktober geplanter verkaufsoffener Sonntag in Vechta fällt aus.

+++ 13:01 Polen verzeichnet so viele Neuinfektionen wie noch nie +++
Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Polen hat den dritten Tag in Folge einen Rekordwert erreicht. Die Behörden verzeichneten 2367 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden, wie das Gesundheitsministerium in Warschau mitteilte. Der Schwerpunkt lag mit 290 Fällen in Kleinpolen im Süden des Landes, aber auch die Region um die Hauptstadt Warschau (277) und Pommern im Westen (244) waren stark betroffen. Erst am Freitag wurde der bisherige Rekordwert seit Beginn der Pandemie erfasst, er lag bei 2292 Neuinfektionen. Es gebe keine großen Epidemieherde, die Mehrheit der Fälle sei über das Land verstreut, sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums nach Angaben der Agentur PAP. In Polen haben sich nach offiziellen Angaben bislang 98.140 Menschen mit Sars-CoV-2 infiziert, 2604 Menschen starben daran. Das Land wird vom Robert Koch-Institut bislang nicht als Risikogebiet eingestuft.

+++ 12:46 Berlins Gesundheitssenatorin fordert Alkoholverbot +++
Angesichts eines rasanten Anstiegs der Corona- Infektionszahlen fordert Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci für die Hauptstadt ein Ausschank- und Verkaufsverbot für Alkohol von 23 bis 06 Uhr. Dieses müsse für Restaurants, Bars, Clubs und Spätverkaufsstellen gelten, sagte die SPD-Politikerin. Gleichzeitig erneuerte sie ihre Forderung nach weitergehenden Kontaktbeschränkungen: Begegnungen sollten auf zwei Haushalte oder fünf Personen begrenzt werden. Es sei Zeit für rasches Handeln. "Wir haben nicht die Zeit zu sagen, wir gucken mal. Die Uhr tickt", sagte sie. Unterschiedliche Beschränkungen des Alkoholverkaufs gibt es auch schon in anderen Städten. Insgesamt sind fünf Berliner Bezirke unter den zehn deutschen Regionen mit der höchsten Inzidenz: Mitte, Neukölln, Charlottenburg-Wilmersdorf, Tempelhof-Schöneberg und Friedrichshain-Kreuzberg. Mehr zum Thema finden Sie hier.

+++ 12:13 Weltweite Neuinfektionen erreichen neuen Rekordwert +++
Nach Berechnungen von ntv.de haben die weltweiten Neuinfektionen am Freitag mit knapp 325.000 Fällen einen neuen Rekordwert erreicht - das bisherige Tagesmaximum lag zuvor bei knapp 323.500 Fällen. Die meisten Neuinfektionen wurden in Europa und Asien verzeichnet.

+++ 11:43 Lettland lockert Einreisebestimmungen +++
Lettland hat die coronabedingten Einreisebeschränkungen gelockert. Die Quarantänepflicht gilt nur noch für Einreisende aus Ländern mit mehr als 25 Corona-Fällen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen zwei Wochen. Bislang lag die Grenze für die Einreise in das baltische EU-Land bei 16 Fällen. Wer aus anderen Ländern mit einer Rate von mehr als 25 Fällen nach Lettland einreist, muss sich weiterhin für zehn Tage in Quarantäne begeben. Es besteht zudem eine Registrierungspflicht bei der Ankunft in dem Baltenstaat. Nach der von der Gesundheitsbehörde in Riga veröffentlichten Liste liegen neben Lettland selbst nur vier weitere Staaten unter der 25er-Marke: Finnland, Zypern, Liechtenstein und der Vatikan. Auf der Liste werden fast ausschließlich europäische Staaten aufgeführt. Für Deutschland wurde ein Wert von 32,1 angegeben. Lettland mit seinen 1,9 Millionen Einwohnern verzeichnete insgesamt bislang 2019 bestätigte Infektionen und 38 Todesfälle in Verbindung mit dem Coronavirus.

+++ 11:19 Mexiko zählt 78.000 Corona-Tote +++
FIn Mexiko sind mittlerweile mehr als 78.000 Menschen gestorben, die positiv auf das Coronavirus getestet wurden. Die Zahl der Todesfälle stieg nach Daten des Gesundheitsministeriums um 414 auf 78.492. Die Zahl der Positiv-Tests in Mexiko legte um 4775 auf 753.090 zu.

+++ 10:31 AOK übernimmt Kosten für Grippe-Schutzimpfung +++
Angesichts steigender Corona-Infektionszahlen können sich die 27 Millionen AOK-Versicherten ab sofort auf Kosten ihrer Krankenkasse gegen Grippe impfen lassen. Die AOK-Kassen übernehmen die Kosten für die Impfung, "wenn sie von Ärzten verordnet wird", sagte ein AOK-Verbandssprecher den Zeitungen des Redaktions-Netzwerks Deutschland. Die Kostenübernahme betrifft laut AOK "nicht nur die Impfung von Risikogruppen, sondern alle AOK-Versicherten, sofern die Ärzte dies für erforderlich halten", sagte der Sprecher weiter. Ärzte, Wissenschaftler und auch die Bundesregierung raten in diesem Jahr besonders zu einer Grippe-Schutzimpfung. Sie schützt zwar nicht vor einer Corona-Infektion. Eine Ansteckung mit der Grippe schwächt aber das Immunsystem, sodass der Körper sich gegen das Coronavirus schwerer wehren kann. Bisher zahlen viele Krankenkassen die Grippe-Impfung nur für Versicherte ab 60 Jahre, für Menschen mit chronischen Erkrankungen, für Schwangere und Bewohner von Alten- und Pflegeheimen.

+++ 10:01 Studierende nehmen fast eine Milliarde Euro Schulden auf +++
Die Corona-Krise hat auch viele Studierende in Finanznöte gebracht, weil Nebenjobs weggebrochen sind. Allein im Gastgewerbe waren bis Ende Juni mehr als 300.000 Minijobs betroffen. Neue Zahlen zeigen, dass sich viele offensichtlich nur mit Krediten über Wasser halten können. In den vergangenen fünf Monaten haben Zehntausende Studierende Kredite in Höhe von insgesamt fast einer Milliarde Euro bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) beantragt. Das geht aus einem Schreiben des Bundesbildungsministeriums an den Haushaltsausschuss des Bundestages hervor. Demnach wurden von Mai bis September etwa 30.800 Anträge auf einen KfW-Studienkredit in einer Gesamthöhe von 919,6 Millionen Euro gestellt. Das sind fast viermal so viele Anträge wie im gleichen Zeitraum vor einem Jahr.

+++ 09:26 Vier deutsche Regionen liegen über Inzidenz-Grenzwert +++
Der kritische Wert der 7-Tage-Inzidenz - also der Zahl der Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen - ist derzeit in vier deutschen Regionen im roten Bereich, darunter sind die Städte Hamm und Remscheid in NRW, sowie Berlin Neukölln und Berlin Mitte.

+++ 08:59 Neuer Höchststand bei Corona-Neuinfektionen in Tschechien +++
Überschattet von der Corona-Krise sind in Tschechien die zweitägigen Regional- und Senatswahlen fortgesetzt worden. Die Bürger können ihre Stimme noch bis 14 Uhr abgeben. Sie sind angehalten, dabei eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen, sich die Hände zu desinfizieren und Abstand zu halten. Gewählt werden die Vertreter in 13 Verwaltungsregionen außerhalb Prags. Abgestimmt wird zudem über ein Drittel der Sitze im Senat, dem Oberhaus des Parlaments. Derweil musste das EU-Land einen Rekord bei den täglichen Corona-Neuinfektionen verzeichnen. Am Freitag wurden 3793 bestätigte Fälle verzeichnet - so viele wie an keinem anderen Tag seit Beginn der Pandemie. Die Gesamtzahl der jemals Infizierten stieg damit auf mehr als 78.000. Ab Montag gilt in dem Land für 30 Tage der Ausnahmezustand, um die Ausbreitung einzudämmen.

+++ 08:21 Zehntausende zu Corona-Demos und Gegenprotesten erwartet +++
Zu Demonstrationen gegen die Maßnahmen in der Corona-Pandemie und Gegenprotesten werden am Wochenende in Konstanz zehntausende Menschen erwartet. Für Samstag und Sonntag sind insgesamt 29 Veranstaltungen angemeldet, zu denen nach Schätzungen der Polizei bis zu 30.000 Teilnehmer erwartet werden. Für Samstag ist nach Angaben des Veranstalters "Querdenken 753 Konstanz" eine Menschenkette aus Protest gegen die Hygienemaßnahmen geplant, die von Konstanz bis an die österreichische Grenze reichen soll. Der größere Teil der erwarteten Veranstaltungen wurde nach Angaben der Stadt jedoch nicht von Kritikern der Corona-Maßnahmen angemeldet. Vielmehr treten sie demnach mehrheitlich für Themen wie Solidarität und Verantwortung in Zeiten der Coronakrise und den Kampf gegen Antisemitismus ein.

+++ 07:40 Lehrerverbandschef: Schüler durch Fernunterricht "massiv abgehängt" +++
Der Fernunterricht wegen der Corona-Krise hat laut dem Präsidenten des Bundeslehrerverbands, Heinz-Peter Meidinger, bei allen Schülern Spuren hinterlassen. "Wir müssen feststellen, dass alle Schüler Defizite mitbringen aus der ersten Phase der Corona-Pandemie, in der die Schulen lange geschlossen worden sind", sagte Meidinger "ZDF heute". Eine "bestimmte Gruppe an Schülern" sei sogar "massiv abgehängt" worden. Meidinger beklagte, dass es an technischen Mitteln oder Motivation gefehlt oder der Fernunterricht "gar nicht richtig stattgefunden" habe. Nun werde versucht, die betroffenen Schüler etwa durch freiwillige Zusatzlerneinheiten am Nachmittag nach vorn zu bringen. Bundesweit sei jedoch festzustellen, dass diese Angebote "von einem beträchtlichen Teil der Schüler mit dem dringendsten Aufholbedarf nicht wahrgenommen" würden.

+++ 07:06 Trump kommt ohne zusätzlichen Sauerstoff aus +++
US-Präsident Donald Trump benötigt bei seiner Behandlung im Krankenhaus keinen zusätzlichen Sauerstoff. Das teilt ein Arzt im Weißen Haus mit. Trump habe begonnen, das Covid-19-Medikament Remdesivir des US-Unternehmens Gilead Sciences einzunehmen.

+++ 06:44 Mehr als 100.000 Corona-Tote in Indien +++
In Indien ist die Zahl der Toten auf über 100.000 gestiegen. Damit ist das Land das dritte weltweit nach den USA und Brasilien, das diese Marke überschreitet. Das Gesundheitsministerium meldet am Samstag 100.842 Tote. Die Zahl der Infizierten steigt um 79.476 auf insgesamt 6,47 Millionen.

+++ 06:01 RKI meldet 2563 Neuinfektionen und 19 weitere Todesfälle +++
Innerhalb eines Tages haben die Gesundheitsämter in Deutschland nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 2563 neue Corona-Infektionen gemeldet. Damit bleibt der Wert nun schon zum dritten Mal in Folge über der Schwelle von 2500 Fällen pro Tag. Seit Beginn der Corona-Krise haben sich demnach mindestens 296.958 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9527. Seit dem Vortag wurden 19 Todesfälle mehr gemeldet. Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen in Deutschland laut Lagebericht vom Freitag bei 0,97 (Vortag: 0,90). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwas weniger als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

+++ Brasilien meldet mehr als 33.000 Neuinfektionen +++
Das Coronavirus breitet sich in Brasilien weiter aus. Das Gesundheitsministerium meldet 33.431 Neuinfektionen. Damit steigt die Gesamtzahl der Ansteckungen auf 4,880 Millionen. Die Zahl der Todesfälle legte binnen 24 Stunden um 708 auf 145.388 zu. Brasilien weist in der Coronavirus-Pandemie nach den USA und Indien weltweit die meisten Infektionen und Todesfälle auf.

+++ Mindestens 30 Infizierte nach Feier in Berlin +++
Bei einer Feier mit Hunderten Gästen im Berliner Bezirk Tempelhof-Schöneberg stecken sich nach Angaben der Senatsgesundheitsverwaltung gut 30 Menschen mit dem Coronavirus an. Die Zahl schwanke zwischen 31 und 33 Infizierten, sagt Sprecher Moritz Quiske. Noch ist unklar, ob es sich um eine Hochzeitsfeier handelte. Dazu Quiske: "Das ist noch nicht gesichert." Die Feier fand demnach bereits am 21. September statt. Da die Infektionen im Bezirk Neukölln gemeldet worden seien, sei anzunehmen, dass die Teilnehmer der Feier vor allem dort wohnen.

+++ So wird Trump behandelt +++
Im Zuge seiner Corona-Infektion hat US-Präsident Donald Trump eine Infusion mit Antikörpern verabreicht bekommen. Die Infusion sei ohne Probleme verlaufen, erklärte Trumps Leibarzt Sean Conley. Der Präsident weise Ermüdungserscheinungen auf, sei aber "frohen Mutes". Nähere Angaben machte der Arzt nicht zu Trumps Symptomen. Zu First Lady Melania dagegen hieß es, ihr gehe es weiterhin gut und sie habe lediglich einen leichten Husten und Kopfschmerzen. Trump sei von einem Expertenteam untersucht worden, mit denen auch das weitere Prozedere abgestimmt werde, erklärte Conley. Trump bekommt demnach derzeit Zink, Vitamin D, das Magenmittel Famotidin, das Schlafhormon Melatonin und Aspirin verabreicht. Mit seinen 74 Jahren gehört Trump zu einer Corona-Risikogruppe.

+++ Fast 7000 neue Infektionen in Großbritannien +++
Großbritannien meldet 6968 Corona-Neuinfektionen. Es sind mehr als am Donnerstag (6914), aber unter dem Spitzenwert von 7143 am Dienstag. Zudem wurden 66 Todesfälle verzeichnet. Das Auswärtige Amt hat in den Land weitere Regionen zu Risikogebieten erklärt - darunter Schottland.

+++ 12.000 neue Fälle in Frankreich +++
In Frankreich steigt die Zahl der Coronavirus-Fälle binnen 24 Stunden um 12.148 Fälle. Damit haben sich nahezu 590.000 Menschen engesteckt. 136 weitere Coronavirus-Tote werden gemeldet. Die Gesamtzahl der tödlichen Krankheitsverläufe steigt damit auf 31.155.

+++ Infektionen in Frankfurter Gemeinschaftsunterkunft +++
Das Überschreiten der nächsten Corona-Meldestufe führt die Stadt Frankfurt vor allem auf zahlreiche Infektionen in einer Gemeinschaftsunterkunft zurück. Insgesamt 114 Kontaktpersonen seien mittlerweile infiziert, hieß es. Betroffen seien Bewohner und Mitarbeiter. In der Unterkunft leben Geflüchtete, osteuropäische EU-Bürger und Obdachlose. Frankfurt meldete 41,4 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern in den vergangenen sieben Tagen. "Die hohen Infektionszahlen sind offensichtlich auf das Nichteinhalten der Hygieneregeln und der Maskenpflicht zurückzuführen", erklärte die Stadt. Mehr als die Hälfte der Infizierten hätten keine Symptome, einige leichte Beschwerden. Zwei Personen mit ausgeprägteren Beschwerden würden von Ärzten des Gesundheitsamtes regelmäßig besucht, ein Patient mit einer schweren Grunderkrankung werde in der Uniklinik behandelt.

+++ 22:50 Schumer will Ernennung neuer Richterin nach Corona-Fall aussetzen +++
Ein positiver Coronavirus-Test bei einem Senator könnte die Nachbesetzung des freien Postens am Obersten Gericht der USA verzögern. Der Republikaner Mike Lee, der ein Mitglied im zuständigen Rechtsausschuss des Senats ist, gab inzwischen seine Infektion bekannt. Der demokratische Minderheitsführer im Senat, Chuck Schumer, rief das Gremium umgehend auf, das Verfahren zur Ernennung der Kandidatin Amy Coney Barrett auszusetzen, bis das Ausmaß der Corona-Ausbreitung unter den Senatoren klar wird. Die konservative Juristin Barrett ist die Kandidatin von Präsident Donald Trump für die Nachfolge der jüngst verstorbenen liberalen Justiz-Ikone Ruth Bader Ginsburg.

+++ 22:30 Mehr als 120 Schüler in Berlin infiziert +++
An den öffentlichen allgemeinbildenden Schulen in Berlin gibt es aktuell 92 Corona-Fälle bei Schülern. Hinzu kommen 27 betroffene Lehrer, wie die Bildungsverwaltung mitteilte. 74 Lerngruppen - in der Regel Klassen - befinden sich deshalb in häuslicher Quarantäne. An Berufsschulen sind aktuell 29 Schüler infiziert. Sechs Lerngruppen sind deshalb in Quarantäne. Die Daten, die die Bildungsverwaltung regelmäßig abruft, beziehen sich auf insgesamt knapp 700 Schulen mit 400.000 Schülern. Der Anteil der Coronafälle liegt sowohl bei Schülern als auch bei Lehrern im Promillebereich weit unter 0,1 Prozent.

+++ 21:50 MV meldet ähnliche Infektionszahl wie Ende März +++
In Mecklenburg-Vorpommern sind 43 neue Corona-Infektionen registriert worden. Die Zahl der Neuinfektionen war laut Ministerium zuletzt am 31. März mit 46 Fällen ähnlich hoch. Das Gesundheitsministerium führt die vergleichsweise hohe Fallzahl auf verschiedene Ausbrüche nach Familienfeierlichkeiten wie Geburtstage und Kommunion sowie auf Reiserückkehrer zurück. In Rostock ist eine Psychiatrische Fachpflegeeinrichtung im Stadtteil Groß Klein vorsorglich geschlossen worden. Eine Bewohnerin wurde laut Stadtverwaltung positiv auf Covid-19 getestet. In Neubrandenburg hat das Dietrich-Bonhoeffer-Klinikum seine ambulante Physiotherapie vorsorglich geschlossen, weil eine Mitarbeiterin positiv getestet wurde.

+++ 20:58 Fast 2800 neue Corona-Fälle in Deutschland +++
In Deutschland steigt die Zahl der Neuinfektionen weiter. Insgesamt wurden von den Gesundheitsämtern und Behörden landesweit 2763 neue Fälle gemeldet, wie ntv.de-Berechnungen ergeben. Erstmals seit Ende April ist der 7-Tage-Schnitt damit auf mehr als 2000 gestiegen. Die Zahl der im Zusammenhang mit einer Infektion gestorben Menschen erhöhte sich innerhalb eines Tages um neun auf nunmehr 9516. Allein in NRW meldeten die Behörden 777 neue Fälle. Mit Bayern, Berlin und Baden-Württemberg wiesen drei Länder jeweils mehr als 300 neue Infektionen auf. Die Hauptstadt meldete mit 339 Neuinfektionen sogar den höchsten Tageswert seit Beginn der Pandemie.

Die wichtigsten Entwicklungen des Vortages zur aktuellen Lage rund um die weltweite Coronavirus-Pandemie können Sie hier lesen.

Quelle: ntv.de, cri/rts/dpa/AFP