Panorama

Liveticker zum Wintereinbruch +++ 21:45 Schneelast: Dach von Holzfachhandel eingebrochen +++

Unter der tonnenschweren Last von Schnee ist in Rheine das Dach eines Holzfachhandels zusammengebrochen. Nach Angaben einer Polizeisprecherin stürzten die Schneemassen kurz vor Geschäftseröffnung gegen 9.00 Uhr in den Verkaufsraum. Vermutlich war zuvor ein Dachträger unter der Last gebrochen. Menschen wurden nach Angaben der Polizei nicht verletzt.

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Das Unglück ereignete sich vor der Öffnung des Geschäfts.

(Foto: picture alliance/dpa)

+++ 21:15 Fahrverbot für Lkw endet um 22 Uhr +++
Das seit Sonntag geltende Fahrverbot für Lastwagen auf den Autobahnen von Westfalen gilt noch bis zum Abend um 22 Uhr. Nach Abklingen des Berufsverkehrs werde das Fahrverbot aber aufgehoben, teilte die Niederlassung Westfalen der Autobahn GmbH des Bundes mit. Wegen des Wintereinbruchs mit heftigen Schneefällen hatten sich zahlreiche Lastwagen auf den Fahrbahnen quergestellt. "Häufig kamen die Streu- und Räumdienste nicht mehr durch", erklärte die Autobahn GmbH.

+++ 20:40 Post liefert Pakete verzögert aus +++
Das eisige Wetter samt Schneefall hat auch bei der Deutschen Post DHL zu Beeinträchtigungen geführt. Wegen gesperrter Autobahnen in Teilen Deutschlands sei es zu Verzögerungen bei der Zuführung von Paketsendungen zu Sortierzentren gekommen, sagte ein Konzernsprecher in Bonn. Dies habe zur Folge gehabt, dass in manchen Gebieten die Zustellung ausgefallen sei. Als Beispiele für teilweise betroffene Bundesländer nannte der Sprecher Nordrhein-Westfalen und Thüringen. In Thüringen fiel die Zustellung von Briefen und Paketen fast komplett aus - nur im Thüringer Wald waren mancherorts einige Fahrzeuge unterwegs. Bei den teils chaotischen Straßenverhältnissen habe die Gesundheit der Mitarbeiter im Vordergrund gestanden, hieß es von der Post.

+++ 20:05 Thüringer sollen Wälder meiden +++
Angesichts des schneereichen Wetters warnt die Landesforstanstalt Thüringenforst dringend vor dem Betreten der Wälder im Freistaat. "Unter der Last der tonnenschweren Schneemassen besteht in den Wäldern die Gefahr, das einzelne Äste oder ganze Baumkronen brechen und unvermittelt herabstürzen", teilte Thüringenforst in Erfurt mit. Da in dieser Woche nach Meldungen der Wetterdienste Nachtfrosttemperaturen bis minus 15 Grad möglich seien, ändere sich an dieser Gefahrenlage vorläufig nichts. "Berücksichtigt werden muss auch, dass die Bäume bedingt durch drei Jahre Dürre deutlich an Vitalität verloren haben und instabil sein können", machte Thüringenforst-Vorstand Volker Gebhardt deutlich. In Kombination mit den enormen Schneemassen bestehe ein deutlich erhöhtes Risiko beim Betreten der Wälder. Erholungssuchende sollten eine Wanderstrecke außerhalb des Waldes wählen.

+++ 19:20 "Nicht zum Vergnügen unterwegs": Verdi verteidigt Lkw-Fahrer +++
Zahlreiche Lastwagenfahrer stecken auf verschneiten Autobahnen fest - aus Gewerkschaftssicht wäre das vermeidbar gewesen. "Die Tatsache, dass nun offensichtlich sehr viele Spediteure ihre Lkws haben losfahren lassen, trotz schlechter Wetterprognose, ist sicherlich dem Umstand des Konkurrenzdrucks geschuldet", erklärte Verdi-Logistik-Experte Stefan Thyroke in Berlin. Eine Rolle spiele auch, dass das Sonntagsfahrverbot für Lkw wegen der Corona-Seuche aufgehoben wurde. Die Spediteure sehen für die Notlage eine Vielzahl von Gründen: "Lkw-Fahrer sind nicht zu ihrem Vergnügen unterwegs", sagte Dirk Engelhardt, Vorstandssprecher des Bundesverbands Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung in Frankfurt/Main. In der Regel gebe es feste Liefertermine und empfindliche Vertragsstrafen, wenn sie verpasst werden.

+++ 18:30 Leipzig stellt seinen Nahverkehr ein +++

+++ 17:45 Eis auf dem Gleis: Passanten schieben Straßenbahn an +++
Bei klirrender Kälte haben Passanten eine steckengebliebene Straßenbahn in Dortmund auf vereisten Gleisen wieder in Bewegung gesetzt. Bei der Sonderfahrt sollte ein Fahrschullehrer die Befahrbarkeit der Strecke testen, schilderte eine Sprecherin der Dortmunder Stadtwerke DSW21. Fahrgäste waren nicht im Wagen, dafür einige Mitarbeiter der Stadtbahn. An einer Steigung in Innenstadtnähe sei am Vormittag dann kältebedingt Schluss gewesen. Hilfsbereite Passanten sprangen den Mitarbeitern zur Seite und schoben die Stadtbahn an. Auf ein kurzes Video von der kraftvollen Aktion auf Twitter mitsamt dem Tweet "Großartig #Zusammen Dinge Bewegen" reagierten die Stadtwerke mit dem Lob: "Wir mögen unsere Fahrgäste." Der Sprecherin zufolge konnten Busse in Dortmund am Montag gar nicht fahren, die Stadtbahnen nur teilweise und eingeschränkt.

+++ 17:10 Scheuer rät zum Reisenverzicht bis Mittwoch +++
Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer hat an die Bürger im Norden und in der Mitte des Landes appelliert, angesichts der Wetterlage mindestens bis Mittwoch auf Reisen zu verzichten. "Bei solchen extremen Bedingungen können selbst die beste Weichenheizung und das beste Räumfahrzeug an ihre Grenzen geraten", sagte der CSU-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Deshalb gilt zumindest für die Mitte und den Norden vorerst weiter: Wer nicht unbedingt unterwegs sein muss, sollte zuhause bleiben." Die schwierige Lage sei noch nicht überstanden, warnte Scheuer. In der Mitte Deutschlands würden in den Nächten auf Dienstag und Mittwoch Temperaturen von teilweise minus 18 oder sogar minus 25 Grad erwartet. Der Norden werde sich in der Nacht zum Mittwoch weiter auf kräftige Schneefälle einrichten müssen, sagte der Minister weiter. Scheuer bedankte sich dem Bericht zufolge bei allen Helfern, die "seit dem Wochenende rund um die Uhr unermüdlich im Einsatz" seien, um die Auswirkungen des Schneesturms abzufedern.

+++ 16:45 Winterfreuden: Wenn der Schneemann mithilft +++
Schneemann ist nicht gleich Schneemann: Ein Prachtexemplar aus Wien beweist, dass der kalte Mann auch komplexe Seelenstimmungen wunderbar ausdrücken kann. Der oberste Psychoanalytiker Sigmund Freud hätte daran seine helle Freude gehabt.

+++ 16:15 Zwei Tote im Schnee gefunden +++
In Bielefeld hat die Polizei am Morgen im Schneetreiben einen Toten gefunden. Nach ersten Erkenntnissen der Ermittler starb der Mann nach einem medizinischen Notfall, wie eine Sprecherin der nordrhein-westfälischen Stadt am Mittag sagte. Zunächst war am Morgen offen, ob die Person im Schneeunwetter der letzten Tage erfroren war. Die Leiche war auf einem Parkplatz im Süden der Stadt gefunden worden. Im Münsterland entdeckte eine Zeugin einen toten Radfahrer. Gegen 7.30 Uhr fand die Frau den 59-Jährigen auf der Höhe eines Spielplatzes im Stadtgarten. Ob der Radfahrer durch einen witterungsbedingten Sturz zu Tode kam oder ob ein Notfall vorlag, ist derzeit noch unklar.
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+++ 15:40 Deutschland wird zur Gefriertruhe: Nach dem Schnee kommt Frost +++
Wer vor allem im nördlichen Teil Deutschlands viel Zeit mit Schneeschippen verbracht hat, kann aufatmen: Der Schneefall geht in den kommenden Tagen im Vergleich zum Wochenende klar zurück. Winterlich bleibt es nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) dennoch - vor allem in den Abend- und Nachstunden. Hoch "Gisela" beschert reichlich Frost, nur wenige Gebiete bleiben zumindest tagsüber frostfrei, so die DWD-Meteorologen. Am Dienstag herrsche fast überall Dauerfrost von minus 5 bis minus 10 Grad. In der Mitte Deutschlands kann das Thermometer sogar auf minus 15 Grad sinken. Für die kommenden Tage gilt: Herrschen tagsüber Eisfach-Temperaturen, erinnern die Werte nachts eher an Gefriertruhen.

+++ 15:05 Thüringen versinkt knietief im Schnee +++
Heftige Schneefälle haben Thüringen fast landesweit knietief im Schnee versinken lassen. Wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) mitteilte, fielen im Freistaat bis zum Mittag vielerorts zwischen 20 und 30 Zentimeter Neuschnee. Auf der Thüringer Seite des Unstruttales seien Spitzenwerte von 40 bis 50 Zentimetern Schnee gemessen worden. Diese Mengen bis ins Tiefland hinein seien schon beachtlich, sagte DWD-Meteorologe Florian Engelmann. Verantwortlich für die ungewöhnlichen Schneemassen sei das Zusammentreffen einer Kaltluftzone aus dem Osten mit wärmerer Luft aus Süden gewesen. "Das hat ganz viel Schnee produziert", sagte Engelmann. In den nächsten Tagen bleibe es winterlich und sehr frostig. Tagsüber stiegen die Temperaturen kaum über minus sieben Grad, nachts seien zweistellige Werte unter Null zu erwarten.
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Sind das da Autos am Straßenrand? Jena im Winterschlaf.

(Foto: imago images/Roman Möbius)

+++ 14:35 Wintereinbruch würgt deutsche Wirtschaft ab: Bausektor schockgefrostet +++
Schnee, Eis und Frost drohen der von der Corona-Pandemie ohnehin gebeutelten deutschen Wirtschaft zuzusetzen. Mit dem Wintereinbruch steige die Gefahr eines Konjunktureinbruchs im laufenden ersten Quartal, da nun auch die besonders betroffene Baubranche als Stütze ausfallen dürfte, sagen Chefvolkswirte voraus. "Die Wetterkapriolen werden jetzt den Bausektor mindestens im Februar fast zum Erliegen bringen", sagte ING-Chefökonom Carsten Brzeski der Nachrichtenagentur Reuters. "Mit Lockdowns, chinesischem Neujahr und dem Winterwetter wird die deutsche Wirtschaft einem Wachstumseinbruch nicht noch mal entkommen können." Im Schlussquartal 2020 war sie überraschend um 0,1 Prozent gewachsen, weil höhere Bauinvestitionen zusammen mit steigenden Exporten den Corona-bedingten Konsumeinbruch wettmachten.

+++ 14:05 "Kleine Unwetterlage" - Im Norden Hamburgs droht Schneechaos +++
Dem Norden Hamburgs steht laut DWD morgen eine kleine Unwetterlage bevor. "Der nordöstliche Wind schiebt von der Ostsee her Schneeschauer ins Land", heißt es in einem Tweet des Wetterdienstes. In einer "auffälligen Schauerstraße" seien nördlich von Hamburg zwischen 20 und 40 Zentimeter Neuschnee drin.

+++ 13:52 Braunlage im Harz meldet halben Meter Schnee +++
Niedersachsen vermeldet stattliche Schneehöhen: In Braunlage im Harz registriert der DWD an einer Station eine Schneehöhe von knapp 50 Zentimetern - bis Samstagmorgen lagen dort lediglich 16 Zentimeter. Auch im Flachland ist es weiß: Der Flughafen Münster/Osnabrück meldete 22 Zentimeter Schnee. Die Station in Alfeld an der Leine verzeichnete ebenfalls so viel. In Bramsche (Kreis Osnabrück) fielen sogar 37 Zentimeter Schnee. Auch Bad Münder am Deister und in Bad Harzburg sind es mehr als 30 Zentimeter. Laut DWD ist auch kein ein Ende des Schneetreibens in Sicht: Im Süden Niedersachsens zwischen Harz und Solling soll es bis Dienstagmorgen weiterschneien - 15 Zentimeter Neuschnee sind dann noch einmal drin.

+++ 13:38 Etliche Zeitungen kämpfen mit Zustellproblemen +++
In den von Schnee und Eis lahmgelegten Regionen Deutschlands kämpfen viele Tageszeitungen mit Zustellproblemen - in NRW etwa die "Münstersche Zeitung" oder "Die Glocke". Letztere schaltete das E-Paper frei. Auch die "Leipziger Volkszeitung" räumte ein, dass "unsere Zustellerinnen und Zusteller bei der Wetterlage nur schwer vorangekommen - in einigen Gebieten in den Landkreisen konnten wir die gedruckte LVZ gar nicht zu Ihnen bringen." In Bayern bei der "Main-Post" und der "Allgäuer Zeitung" gibt es ähnliche Probleme. "Das winterliche Wetter zwang in Teilen des Allgäus auch unsere besten Fahrer und Zusteller in die Knie und hatte Auswirkungen auf die pünktliche Zustellung Ihrer Tageszeitung."

+++ 13:22 Obdachlose meiden trotz der Kälte Notunterkünfte +++
Trotz lebensgefährlicher Kälte meiden manche Obdachlose noch immer die Notunterkünfte. Zum Teil liege das an der Angst, sich in den Unterkünften mit dem Coronavirus anzustecken, sagt Andreas Sellner von der Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) Freie Wohlfahrtspflege in NRW. Hier habe man aber die Belegungsdichte deutlich verringert, außerdem seien viele zusätzliche Stellen - Pensionen, Jugendherbergen, städtische Räume - geöffnet worden, wo strenge Hygienevorschriften gelten. Allein in NRW sollen rund 10.000 Menschen obdachlos sein.

+++ 13:09 Spuren im Schnee überführen Zechpreller in NRW +++
Weil er Fußspuren im Schnee hinterließ, hat die Polizei in Krefeld schnell einen Mann gefunden, der einen Taxifahrer um sein Geld geprellt hatte. Der Fahrgast hatte den Taxifahrer Sonntagmorgen gebeten, kurz an einer Tankstelle anzuhalten - er wolle Zigaretten kaufen. Stattdessen suchte er das Weite. "Doch die herbeigerufenen Polizeibeamten hatten leichtes Spiel: Die Fußspuren des Mannes im Schnee führten sie vom Taxi direkt zu seiner Haustür", so die Polizei. Der 20-Jährige bekam eine Anzeige.

+++ 12:50 In Nordhessen stehen Busse und Bahnen weiter still +++
Schnee und Eis sorgen im Norden Hessens weiter für Verkehrsprobleme. Auch der Nah- und Fernverkehr sind nach wie vor betroffen. Der Nordhessische Verkehrsverbund NVV ruft Pendler dazu auf, sich vor ihrer Fahrt darüber zu informieren, ob Busse, Bahnen oder Regionalzüge überhaupt fahren. Wegen der Witterung und der Straßenverhältnisse sei mancherorts kein Betrieb möglich. Die Regionalzüge von Halle, Erfurt und Fulda nach Kassel bleiben eingestellt, auch die Verbindungen nach Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen sind betroffen. Auch auf den Strecken zwischen Kassel und Frankfurt müssen sich Reisende auf Ausfälle und Verspätungen einstellen. Busse können auf zahlreichen Strecken ebenfalls nicht fahren.

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In Kassel ist die Verkehrslage weiter angespannt.

(Foto: dpa)

+++ 12:32 "Ertrinken im Schnee" - Skilift-Betreiber machen Druck +++
Für Autofahrer ist das Wetter ein Alptraum - für Skifahrer allerdings ein Geschenk. Trotzdem ist die Laune unter Skiliftbetreibern schlecht, denn wegen des Corona-Lockdowns dürfen sie weiterhin nicht öffnen. Angesichts der neuen Schneemassen machen sie nun Druck auf die Politik. Solange sich diese nicht dazu entschließe, den Liftbetrieb wieder zu erlauben oder weiter "keine echten Hilfen" bereitstelle, drohten Insolvenzen, heißt es in einer Mitteilung der Wintersport-Arena Sauerland. An der frischen Luft bestehe kaum Ansteckungsgefahr und die Hygienekonzepte der Liftbetreiber seien wissenschaftlich überprüft und für wirksam erachtet worden. "Das Sauerland 'ertrinkt' im Schnee", heißt es weiter.

+++ 12:14 Lkw-Fahrverbot rund um Osnabrück bis 0 Uhr verlängert +++
Das Fahrverbot für Lastwagen über 7,5 Tonnen auf den Autobahnen rund um Osnabrück bleibt bis Mitternacht bestehen. Das Verbot betreffe weiterhin die A1, die A30 und die A33, teilt die Polizei Osnabrück mit. "Vermeidet bitte weiterhin alle nicht notwendigen Fahrten", heißt es in einem Tweet. Für die Autobahnabschnitte im Emsland und in der Grafschaft Bentheim, wo das Verbot zunächst auch galt, läuft die Regelung am Mittag aus. "Die Straßen sind soweit frei", sagt eine Polizeisprecherin.

Update 12:22 Uhr: Auch auf den Autobahnen in Westfalen ist das Lkw-Fahrverbot wegen des anhaltenden Schneefalls bis Montagabend um 18 Uhr verlängert worden.

+++ 11:56 Auto bei voller Fahrt von Eisplatten getroffen +++
Auf der A6 haben sich mehrere Eisplatten vom Auflieger eines Lastwagens gelöst und sind auf die Motorhaube und Windschutzscheibe eines Autos aufgeschlagen, während dessen Fahrer gerade überholen wollte. Weitere Eisplatten landeten laut Polizei neben dem Lkw auf der Fahrbahn. Sie hätten sich teilweise lose auf dem Auflieger befunden, heißt es in einer Mitteilung, und mussten später mit einer Hebebühne des ADAC entfernt werden. Gegen den Lkw-Fahrer wurde ein Ermittlungsverfahren wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr eingeleitet. Der Autofahrer blieb unverletzt.

+++ 11:39 Gibt es für Arbeitnehmer eigentlich "Schneefrei"? +++

+++ 11:26 Viele Bahnstrecken in Niedersachsen weiter unpassierbar +++
Der Regional- und Fernverkehr der Deutschen Bahn bleibt in Niedersachsen voraussichtlich noch über Stunden gestört. "Die Lage hat sich insbesondere um Hannover und Hildesheim noch nicht entspannt", sagt eine Sprecherin. Zwar könnten einzelne Strecken möglicherweise nach und nach wieder freigegeben werden. Eine Besserung der Witterungslage und damit auch eine Normalisierung im Fahrbetrieb sei aber frühestens für den Nachmittag zu erwarten. Noch immer machen vereiste Weichen, eingefrorene Oberleitungen und Schneeverwehungen viele Strecken unpassierbar.

+++ 11:09 Flughafen Dortmund stellt Flugbetrieb vorerst ein +++
Weil die Start- und Landebahn vereist ist, hat der Flughafen Dortmund den Flugbetrieb vorübergehend eingestellt. Voraussichtlich bis 13 Uhr könnten keine Maschinen starten und landen, teilt der Flughafen mit. Maschinen mit Ziel Dortmund sollen nach Köln/Bonn umgeleitet werden. Dort, wie auch in Düsseldorf, läuft der Flugbetrieb bisher ohne Beeinträchtigungen. Wie es in Dortmund weitergeht, ist laut Sprecherin bisher nicht abzusehen.

+++ 10:50 Polizei in Münster warnt vor Spontanfahrt mit Auto +++
In Münster rückte die Polizei seit Sonntagmorgen zu 115 Einsätzen aus - davon 40 witterungsbedingte Unfälle mit einem Leichtverletzten. Die Münsteraner werden weiterhin dazu aufgerufen, zu Hause zu bleiben. Wer trotzdem mit dem Auto los muss, sollte laut Mitteilung Folgendes beachten: "Das Auto sollte vollgetankt sein, Kühlwasser und Betriebsflüssigkeiten bitte vor Fahrtantritt überprüfen und Frostschutz nachfüllen. Für einen Notfall, bitte warme Getränke und eine Decke einpacken."

+++ 10:32 Schneewehe setzt Autofahrer bei Flensburg fest +++
Schneeverwehungen machen Autofahren vor allem im nördlichen Schleswig-Holstein zu schaffen. Der starke Ostwind weht in vielen Orten rund um Flensburg Schnee auf die Straßen. So steckten nach Angaben der Polizei etwa in Großsolt mehrere Fahrzeuge in einer Schneewehe fest. Auch in Tarp und Freienwill wurden Schneewehen Auto- und auch Lastwagenfahren zum Verhängnis. Auf der A7 bei Sieverstedt rutschte ein Auto in eine Leitplanke. Die meisten Unfälle gingen aber glimpflich aus.

+++ 10:15 "Allerfeinste Eispampe" - Ostsee wird zum Eismeer +++
Auch an der Ostsee ist es bitterkalt, auf Usedom herrschen aktuell frostige -5 Grad. Selbst für Einheimische führt das zu seltenen Ansichten - etwa von völlig vereisten Stegen, überfrorenen Wellenbrechern und etwas, das eine Twitter-Userin schlichtweg "allerfeinste Eispampe" nennt.

+++ 09:53 Fernverkehr ausgesetzt - wo jetzt nichts mehr fährt +++
Im Fernverkehr der Deutschen Bahn kommt es heute wieder zu Zugausfällen und Verspätungen, teilt die Bahn in einer Warnmeldung mit. Demnach werden viele Zugverbindungen "bis auf Weiteres" eingestellt bleiben. Einschränkungen gibt es unter anderem:

  • in Berlin und Hamburg, wo kaum Fernverkehrszüge starten. In Richtung Hannover, Köln, Frankfurt sowie München bleiben die Verbindungen ausgesetzt.
  • in Dresden, wo "bis auf Weiteres keine Fernverkehrszüge mehr in Richtung Leipzig, Frankfurt, Hannover und Köln" verkehren.
  • nördlich von Frankfurt. Dort ist der Fernverkehr komplett eingestellt.

+++ 09:40 Berliner Bahnverkehr eingeschränkt - Limit auf Autobahn +++
Auch in der Hauptstadt kommt es wegen des Wetters zu Einschränkungen: Viele S-Bahnen fahren mit Verspätungen, auf der Stadtautobahn gilt ein generelles Tempolimit von 60 Kilomter pro Stunde. "Wer heute mit dem Fahrzeug unterwegs ist, unbedingt mehr einplanen", rät die Verkehrsinformationszentrale. Auch bei der Bahn hakt es. Von Berlin aus verkehren den Angaben nach bis auf Weiteres keine Fernverkehrszüge mehr in Richtung Hannover/Köln, Erfurt, Frankfurt und München.

+++ 09:23 Kleinbus in Thüringen überschlägt sich - acht Verletzte +++
Bei einem Unfall auf einer vereisten Straße sind acht Mitarbeiter einer Reinigungsfirma in Thüringen verletzt worden. Der Kleinbus des 49-jährigen Fahrers war am Sonntag im Saale-Orla-Kreis wegen Glätte in einer Kurve ins Schleudern geraten. Daraufhin kam der Wagen von der Fahrbahn ab, kollidierte mit der Leitplanke, überschlug sich und kam auf dem Dach zum Liegen. Der Fahrer sowie weitere fünf Männer und zwei Frauen im Alter zwischen 25 und 59 Jahren wurden verletzt. Einige der Insassen des Wagens wurden eingeklemmt und mussten von der Feuerwehr befreit werden.

+++ 09:10 NRW-Polizei meldet 507 Unfälle in 24 Stunden - ein Toter +++
Das extreme Winterwetter hat der Polizei in Nordrhein-Westfalen innerhalb von 24 Stunden insgesamt 720 Einsätze beschert. Nach Angaben der Landesleitstelle wurden die Beamten von Sonntagmorgen 6 Uhr bis Montagmorgen 6 Uhr zu 507 witterungsbedingten Unfällen gerufen. Bei den Unfällen gab es einen Toten und 37 leicht verletzte Personen. In Duisburg war ein Wagen von der Straße abgekommen und in einem Bach gelandet. Der Fahrer starb. Die Polizei schätzt den Gesamtschaden auf 1,7 Millionen Euro.

+++ 08:54 Schüler in Fulda müssen nicht in die Schule +++
Wegen Schnee und Glatteis müssen die Schüler in Fulda nicht die Schule. Es sei unterrichtsfrei, teilt ein Sprecher des Schulamtes mit. Allerdings werde auf Distanzunterricht umgestellt. Eine Betreuung in den Schulen sei aber sichergestellt.

+++ 08:40 Thüringer Familie steckt fünf Stunden im Schnee fest +++
Eine echte Tortur hat eine dreiköpfige Familie aus Thüringen hinter sich: Mit dem Auto blieb sie am Sonntagabend im Schnee stecken und versuchte laut Polizei fünf Stunden lang, das Auto vom Schnee zu befreien. Erst gegen Mitternacht wählten sie schließlich den Notruf. Die Eltern und ihre 7-jährige Tochter wurden von der Feuerwehr gerettet und in eine Notunterkunft gebracht. Aufgrund des schweren Schneefalls konnte das Auto der Familie bisher noch nicht geborgen werden.

+++ 08:23 Dortmunds Polizei appelliert: "Bleiben Sie zu Hause!" +++
Die Dortmunder Polizei appelliert an die Menschen, wenn möglich zu Hause zu bleiben. Mit dem beginnenden Berufsverkehr meldeten sich "immer mehr Verkehrsteilnehmer bei der Einsatzleitstelle der Polizei", weil auf Dortmunds Straßen Stillstand herrsche. "Nutzen Sie Homeoffice und sonstige Möglichkeiten, nicht am Verkehr teilzunehmen", heißt es in einer Mitteilung. "Die Verkehrsbetriebe und der Winterdienst tun, was möglich ist."

+++ 08:08 Lastwagen trotz Fahrverbots bei Osnabrück unterwegs +++
Trotz eines Fahrverbots für den Schwerlastverkehr sind auf den Autobahnen um Osnabrück (Niedersachsen) vereinzelt Lastwagen unterwegs. "Ganz verhindern können wir es nicht", sagt ein Sprecher der Polizeileitstelle Osnabrück. Das Verbot gilt in den Landkreisen Osnabrück, Emsland und Grafschaft Bentheim. Das Schneechaos auf den Straßen hält sich in der Region aber in Grenzen. Auf untergeordneten Straßen gibt es laut Polizei immer noch Fahrzeuge, die im Schnee stecken blieben. Aber die Autobahnen seien relativ frei.

+++ 07:50 Hier fühlt es sich heute an wie im Gefrierschrank +++
Es wird kalt in vielen Regionen Deutschlands - und auch die Hauptstadt wird sich anfühlen wie ein Gefrierschrank: In Berlin liegt die gefühlte Temperatur heute gegen Mittag deutlich unter der gemessenen - nämlich bei -18 Grad. In Hamburg sind es -11, im Ruhrgebiet -15 und in Dresden ebenfalls -15 Grad. In Frankfurt/Main fühlt sich die Luft wie -10 Grad an, in München dagegen nur wie 0 Grad. Am niedrigsten ist die gefühlte Temperatur auf den Mittelgebirgen: auf dem Kahler Asten liegt sie bei -23, auf dem Brocken bei -30 Grad.

+++ 07:22 Das sind heute die Schnee-Schwerpunkte +++
Hier ein Überblick über die Wetterlage von ntv-Wetterexperte Björn Alexander für heute: Von Sachsen und dem südlichen Brandenburg bis nach Ostwestfalen und Nordhessen schneit es vormittags kräftig, später verlagern sich die Schneefälle etwas nordwärts und weiten sich auch in den Westen aus. Verbreitet droht Glätte durch Schnee, Schneeverwehungen und gefrierende Nässe.

Auch in der Südhälfte gibt es zunächst einzelne Schneeschauer, nachmittags wird es dann aber in Bayern weitgehend trocken und Richtung Alpen auch freundlich. An der Küste scheint dagegen ab und zu die Sonne und nur in Schleswig-Holstein ziehen einzelne Schneeschauer durch. Die Temperaturen erreichen -1 bis -6, von den zentralen Mittelgebirgen bis in den Osten nur -6 bis -10 Grad. Durch kräftigen, an der Küste stürmischen Wind fühlt sich die Luft aber wie -10 bis -20 Grad an.

+++ 07:01 Göttinger Polizei sperrt A7 in Richtung Süden +++
Die Polizei hat die A7 in Richtung Süden nun komplett gesperrt. Ab der Anschlussstelle Drammetal ist der Verkehr zum Erliegen gekommen. Umleitungsstrecken würden nun ausgeschildert. Bisher werde der Verkehr auf die Autobahn 38 abgeleitet. Eine Ausweichstrecke über Hedemünden sei ebenfalls nicht befahrbar, weil Lastwagen die Fahrbahn blockierten. "Der Schwerverkehr wird auch per Radiowarnmeldung aufgefordert, bei der nächsten Gelegenheit anzuhalten und die Wetterlage abzuwarten", heißt es in einer Mitteilung der Polizei Göttingen.

+++ 06:44 Lage auf den Autobahnen 7 und 4 "katastrophal" +++
Steckengebliebene Lastwagen sorgen auch im Norden und Osten von Hessen für blockierte Autobahnen. "Die Lage ist katastrophal", sagt ein Sprecher der Polizei in Fulda. In vielen Bereichen würden die Lastwagen und Autos seit sechs Stunden im Stau stehen, und es gehe nicht vorwärts oder rückwärts. Besonders betroffen seien die A7 und A4. "Alles rund um das Kirchheimer Dreieck ist dicht." Lastwagenfahrer sollten die Autobahnen nicht mehr befahren. Es sei noch nicht abzusehen, wann die Fahrbahnen wieder frei seien. Im Norden Hessens stehen Lastwagen quer. Auf der Autobahn 7 zwischen Lutterberg und Homberg geht ebenfalls nichts mehr. Die Räumfahrzeuge würden kaum durchkommen.

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Keine Bahn wird kommen: Der ÖPNV ist Kassel steht still.

(Foto: imago images/Hartenfelser)

+++ 06:26 Bus und Bahn lahmgelegt - in Kassel geht nichts mehr +++
Wegen des heftigen Wintereinbruchs haben mehrere Städte in Hessen den Busverkehr komplett eingestellt - etwa Kassel und Marburg an der Lahn. Grund sei der starke Schneefall sowie vereiste Straßen, teilen die Stadtwerke Marburg mit. Auch die Busse und Straßenbahnen in Kassel bleiben laut Stadtwerken in den Depots. Bis wann die Einschränkungen andauern, war zunächst unklar. "Wann sich die Lage wieder normalisiert, ist nicht abzusehen", zitiert die "Hessische/Niedersächsische Allgemeine" eine offizielle Stelle.

+++ 06:09 Berufsverkehr in NRW startet weitgehend ruhig +++
Der Start in den Berufsverkehr verläuft in weiten Teilen Nordrhein-Westfalens ruhig. "Es gab kaum Unfälle, alle waren sehr diszipliniert", sagt ein Sprecher der Polizei Münster. Die Autobahnen im Bezirk seien nach dem Schneechaos vom Wochenende weitgehend befahrbar. Es sei auf den meisten Strecken zumindest ein Fahrstreifen frei. Die Polizei in Bielefeld sprach von einem ruhigen Start in den Tag. "Aber es fängt wieder an, weil es nun wieder schneit und die Leute sich bald vermehrt auf den Weg zur Arbeit machen", so ein Sprecher. Auf den Autobahnen in Westfalen gilt noch bis um 12 Uhr ein Fahrverbot für Lastwagen über 7,5 Tonnen.

+++ 05:15 Viele Bahnen in NRW fallen aus +++
Bahnreisende müssen sich nach dem heftigen Wintereinbruch in Nordrhein-Westfalen weiterhin auf Ausfälle und Verspätungen einstellen. Im Fernverkehr sei besonders der Knotenpunkt Dortmund betroffen, teilt die Deutsche Bahn am Morgen mit. Es werde mit Verzögerungen bis zum Vormittag gerechnet. Auch der Nahverkehr bleibt in weiten Teilen Westfalens vorerst bis 9 Uhr eingestellt. Folgende Linien fallen demnach aus: RE2, RE17, RE18, RE42 sowie zahlreiche Regionalbahn- und S-Bahn-Linien.

+++ 03:40 Lkw bleiben vor Anhöhe stecken +++
150 Lastwagen sind am Abend auf der Autobahn 6 bei Nürnberg im Schnee vor einer Anhöhe stecken geblieben. Zwischen der Anschlussstelle Roth und dem Autobahnkreuz Nürnberg-Süd war für sie kein Weiterkommen mehr, teilweise musste das Technische Hilfswerk die Fahrzeuge befreien. Inzwischen rollt der Verkehr aber wieder.

+++ 02:27 Uelzen: Passagiere müssen Nacht im Zug verbringen +++
Ein Zug mit rund 25 Reisenden ist im Hundertwasser-Bahnhof in Uelzen gestrandet. Rettungskräfte des Deutschen Roten Kreuzes versorgen die Fahrgäste mit Decken, heißen Getränken und Suppe. Die Fahrgäste müssen die Nacht wahrscheinlich im Zug verbringen, die Rettungskräfte stellen sich auf einen Einsatz bis zum frühen Montagmorgen ein. Warum genau der Metronom-Zug seine Fahrt in Richtung Hannover nicht fortsetzen kann, ist nicht bekannt.

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Das DRK ist mit 20 Helfern im Einsatz.

(Foto: dpa)

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Für die Passagiere gibt es heiße Getränke.

(Foto: dpa)

Update 8:23 Uhr: Die in Uelzen gestrandeten Zugreisende konnten ihre Reise inzwischen fortsetzen. Einige der rund 50 im Uelzener Bahnhof festsitzenden Fahrgäste seien mit dem Zug in Richtung Hamburg weitergefahren, sagt ein Unternehmenssprecher. Auf der Strecke von Uelzen nach Hamburg und Hannover fahren wieder Züge, es kommt aber teilweise zu Verspätungen.

+++ 01:36 Lastwagen bleiben bei Gera in Schneeverwehungen stecken +++
Auf der Autobahn 4 dürfen Lastwagen fahren - können es aber kaum. In Thüringen sind bei Gera in in der Nacht reihenweise Lkw in Schneeverwehungen stecken geblieben. Auf der rechten Spur in Richtung Frankfurt am Main hat sich sich ein kilometerlanger Stau gebildet, teilt die Polizei mit. Die Laster werden von Abschleppdiensten und Räumfahrzeugen befreit. Auf den restlichen Spuren kann der Verkehr weiterfließen.

+++ 00:45 Lkw-Fahrverbot in Westfalen wird verlängert +++
Auf den Autobahnen in Westfalen und Teilen Niedersachsens sollen bis Montagmittag um 12.00 Uhr keine Lastwagen rollen. Wegen anhaltendem Schneefall wird das geltende Fahrverbot verlängert. Einige Autobahnen seien so stark vereist, dass es derzeit unmöglich sei, die Fahrbahnen komplett eis- und schneefrei zu bekommen, heißt es von der Autobahn Westfalen. In Niedersachsen gilt die Regelung für die Landkreise Emsland, Osnabrück und Grafschaft Bentheim. Das Fahrverbot war in der Nacht auf Sonntag zunächst in den Regierungsbezirken Detmold und Münster, später auch im Regierungsbezirk Arnsberg angeordnet worden.

+++ 23:51 Neun Verletzte auf Autobahnen rund um Mönchengladbach +++
Das Glatteis auf den Autobahnen 52 und 61 rund um Mönchengladbach hat zu einer Serie von Unfällen mit insgesamt neun Verletzten geführt. Bei der ersten Kollision am Sonntagnachmittag fuhren drei Autos auf der A61 in Richtung Venlo aufeinander auf. Zwei Menschen wurden verletzt. Später geriet ein anderes Auto ins Schleudern und krachte in einen Streifenwagen, der den ersten Unfall absicherte. Rettungskräfte brachten vier Verletzte ins Krankenhaus. Kurz nach dieser Kollision hatte ein Wagen auf der A52 kurz vor dem Autobahnkreuz Neersen einen wetterbedingten Unfall. Die drei Insassen mussten ebenfalls behandelt werden.

+++ 23:09 In Teilen Nordbayerns fällt die Schule aus +++
Morgen erreicht der Winter voraussichtlich auch Nordbayern, der Deutsche Wetterdienst sagt gebietsweise bis zu 24 Zentimenter Neuschnee voraus. In mehreren bayerischen Landkreisen fällt deshalb am Montag die Schule aus. In den Landkreisen Würzburg, Schweinfurt, Bamberg, Kissingen und Bad Kissingen gibt es keinen Unterricht. Der Landkreis Rhön-Grabfeld verzichtet auf Präsenzunterricht und Notbetreuung an allen Schulen. Distanzunterricht soll jedoch stattfinden. Gleiches gilt für den Landkreis Kitzingen. Die meisten Schüler und Schülerinnen in Bayern lernen derzeit ohnehin zu Hause, für Abschlussjahrgänge gibt es aber Wechselunterricht.

+++ 22:19 Unbekannte stehlen Auto von eingeschneiter Frau +++
In Gütersloh haben drei Männer die Hilflosigkeit einer Autofahrerin ausgenutzt. Am frühen Sonntagmorgen blieb sie mit ihrem Wagen in einer Schneeverwehung stecken. Die drei Männer boten ihre Hilfe an. Dann stiegen sie in das Auto, befreiten es aus dem Schnee und fuhren davon. Später tauchte das Auto nach einer Fahndung wieder auf. Von den Tätern fehlt noch jede Spur.

+++ 21:27 Ab den Morgenstunden wieder neuer Schnee in Niedersachsen +++
Ein Blick auf die Aussichten in der Nacht für Niedersachsen. Laut Deutschem Wetterdienst soll hier der Schneefall zunächst nachlassen, in den Morgenstunden sollen dann von Süden jedoch neue Flocken kommen. In einem Gebiet ab Göttingen und weiter gen Norden werde es dann erneut 5 bis 15 Zentimeter Neuschnee - verteilt über etwa acht Stunden - geben, sagte ein DWD-Meteorologe . "Es wird dort zu Verkehrsbehinderungen kommen." Der stürmische Wind bleibe insbesondere an der Küste erhalten. Es bestehe weiter die Gefahr von Schneeverwehungen.

+++ 21:04 Lkw-Fahrverbot in Westfalen und Südniedersachsen verlängert +++
In Westfalen und im südlichen Niedersachsen dürfen auch in den kommenden Stunden keine Lastwagen auf den Autobahnen fahren. Das unwetterbedingte Fahrverbot wird bis Montag um 12 Uhr ausgeweitet. Zu dem heftigen Schneefall kommt, dass einige Autobahnen so stark vereist seien, dass es derzeit unmöglich sei, die Fahrbahnen komplett eis- und schneefrei zu bekommen. Das Fahrverbot war in der Nacht von Samstag auf Sonntag zunächst in den Regierungsbezirken Detmold und Münster, später auch im Regierungsbezirk Arnsberg angeordnet worden. Die Winterdienstzentrale der Autobahn Westfalen in Hamm rechnet nach eigenen Angaben nicht vor Montagmittag mit einer wesentlichen Wetterberuhigung.

+++ 20:46 Berliner S-Bahn im gesamten Netz gestört +++
"Tristan" macht auch der Berliner S-Bahn Probleme. Wegen des extremen Wintereinbruchs in der Hauptstadt kommt es im gesamten Netz zu Verspätungen und Ausfällen. Grund seien witterungsbedingte Störungen an der Infrastruktur sowie an den Zügen, teilte die S-Bahn Berlin mit.

+++ 20:07 Erhöhte Warnstufe: Sturm erreicht auch Großbritannien +++
Auch Großbritannien ist vom Wintersturm betroffen. Dort weht der Wind mit einer Stärke von bis zu 90 Kilometern pro Stunde. Die britischen Behörden die Warnstufe Gelb für den Südosten Englands heraus. In zwei Grafschaften im Osten des Landes mussten Corona-Testzentren geschlossen werden, wie die BBC berichtete. Für die kommenden Tage werden für Großbritannien ebenso wie für Deutschland, Belgien und die Niederlande weiterhin Minus-Temperaturen vorausgesagt.

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In Großbritannien mussten Testzentren geschlossen werden.

(Foto: AP)

Wie Schneetief "Tristan" Teile des Deutschlands am Wochenende in Atem hielt, lesen Sie hier.

Quelle: ntv.de, mau/jug/dpa/AFP

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